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Der Israelit · 1863-01-14 · Heft 2 (14.1.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 2 (14.1.1863)
Date
1863-01-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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16 hätte eingeschlagen werden sollen, wenn man die Reform nicht um jeden Preis durchdrängen wollte. Heißt das Letztere aber Gerechtigkeit? (Fortsetzung folgt). Mu.jüdischer Armen- und Wgerivchnllngru in Jerusalem. Jos. R. und Abrah. Landauer in Hürden 18 fl.; Abr. Landauer 15 fl.; zusammen 33 fl. — Durch B. Sturmann und H. I. Herrschte in Neumark in Westpreußen als Ergebniß der 2. Sammlung der wöchentlichen Pfennigscollekte 6 Thlr. 15 Sbgr. 3 Pf. abz. Porto 10 fl. 52 kr. — Durch Distr.-Rabb. I. G. Adler in Burgpreppach bei der Hochzeit des Löb Strauß von Kreisdorf gesammelt 8 fl. 45 kr. — Joseph Ossenbacher und Sophie Offenbacher in Fürth 2 fl. 45 kr. — Durch Distrikts-Rabb. S. Flamm in Welbhausen: bei der Hochzeit des Mos. Jos. Mann aus Emetzhofen gesammelt 5 fl.; L Flamm 2 fl; zusammen 7 fl., abz. Porto 6 fl. 40 kr. — Zeitungsnachrichten n. CorrespondenM. D eutsch land. Hamburg, im Dezbr. Die hiesigen „Nachrichten" brachten jüngst eine Mittheilung, die Judenfrage in Bremen betreffend, die jedenfalls registrirt zu werden verdient: „In Verbindung mit der seit mehreren Monaten zwischen Rath und Bürgerschaft der Stadt Bremen lebhaft verhandelten Bürgerrechts- und Freizügigkeitsfrage kam auch die Judenfrage zur Sprache." „Die Aufnahme der Juden hängt im bremischen Staate laut eines Gesetzes von 1855 von einer besonderen Erlaubniß des Senates ab. Der Senat hat dieses Vorrecht in ziemlich illiberaler Weise gehandhabt, wie die äußerst geringe Zahl hier ansässiger Juden und die bekannt gewordenen Fälle von Abweisungen von Juden beweisen. Die Bürgerschaft beantragt nun den Wegfall dieser Befugniß des Senates und die Annahme der Bestimmung: „Daß das religiöse Bekenntniß die Erwerbung des Bürgerrechts nicht verhindern oder erschweren solle." Dagegen bemerkt der Senat in einer sehr gewundenen Erklärung: „Daß er bestimmte, von einer gewissen Classe von Juden gewöhnlich betriebene Erwerbszweige, namentlich Schacher-, Tröd l und ähnliche Geschäfte für besonders gemeinschädkch halte; daß er bisher die Aufnahme solcher Juden, von denen er befürchten mußte, daß sie dergleichen Geschäfte treiben wollten, nicht gestattet habe, und sie auch künftig nicht werde gestatten dürfen." In der darauf abgehaltenen Sitzung der Bürgerschaft fielen ziemlich scharfe Worte gegen diese vom Senate beliebte Unterscheidung zwilchen Schacher- und andern Juden, während er die „Schacherchristen" von denen es dort große und kleine in genügender Anzahl gibt, nicht für „gemeingefährlich" hält. Die Bürgerschaft hat wohl hauptsächlich, um das endliche Zustandekommen des Bürgerrechtsgesetzes zu ermöglichen auf jenen Zusatz-Antrag nicht bestanden. — " Wie ich höre, sollen in der hiesigen Reform- Tempel Gemeinde manche Veränderungen angestrebt werden. In wiefern sich dieß bestätigt, muß die Zukunft lehren. Das Nähere daher später. Mainz. Nach dem in dritter Auflage vorliegenden „Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde" wird für 1862 die Bevölkerung des deutschen Bundesgebiets auf ungefähr 45,400,000 Menschen berechnet, darunter 476,000 Juden. In Gesammtösterreich und Preußen zählt man 1,484,000 Juden; ohne Oesterreich und Preußen: 192,000 Juden. Preußen. Berlin, 3. Jan. Der Sprachforscher vr. Steinthal, ein Israelit, ist zum außerordentlichen Professor an der hiesigen Universität ernannt worden. Er ist der vierte Professor jüdischen Glaubens an der hiesigen Universität. Zwei derselben gehören der medicinischen Freultät und die beiden anderen der philosophischen an. Berlin, 3. Jan. Wie die „K. Z." berichtet, ist der in Gollub (Regierungsbezirk Marienwerder)

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