Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 45 (12.11.1862)
- Date
- 1862-11-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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358 .7: - A«s'Ma-ew-ß29.iOct.- -' Im kirchlichenLeben -er jüdischen Religionsgenossenschaft bereitet sich eine tiefgreifende Veränderung vor. ' Schon im August LLesesBcchres warLNFolgeeiner Lei dem Mnifferium des: Innern eingereichten Denkschrift -der 5 Oberrach der JsraelLtenvon. dieser Behörde mit Ausarbeitung einer -neuen Kirchenverfaffung beauftragt, worden. Eine.'Versammlung von Synagogenräthen. und Be-- zirksaltesten än -Karlsruhe hat nun beschlossen) den Oberrach E . ^baldigste,;Ausarbeitung dieses/ Entwurfes^ und Vorlage desselben an die Gemeinden- und Bezirksvorstände zur Begutachtung zu ersuchen. Die zweite^Lesung - des 5auszuarbeitenden .Entwurfes. ist nach -der ministeriellen Verfügung - einer Synode vörzulegen, über deren Zweckmäßigkeit und Zusammensetzung^ Moch der Oberrach der Israeliten zuvor noch gutachtlich sich auszusprechen hat. . Die jüdischen Bürger des Landes chaben nun Anlaß, ihrerseits den Geist zu ibekunden, der-über der. Erlassung des Gesetzes der volley' bürgerlichen Gleichstellung gewaltet. hat. Zum Andenken an dieses Gesetz ist die Gründung einer Stiftung. Mrbedürftige Lehrer, jeden Bekenntnisses mck Veranstaltung einer allgemeinen Sammlung zu diesem Zwecke-unter den Glaubensgenossen beschlossen worden. <Fr.J.) - . ' Freiburg / 28. Oct. In der heutigen Sitzung des Gemeinderäths und des kleinen Bürgerausschüsses wurde der erste Jsraelrte,' in der Person des Hofgerichtsadvökaten Näss bürgerlich ausgenommen. (B. Z-) Carlsruhe, 28. Oct. Von den heute hier v^MmEK'Abordnungen^jüdischer^ Staatsbürger wurde zum Andenken an den in der vollen bürgerlichen Gleichstellung enthaltenen Sieg des Rechtes die dürftiger Lehrer aller Bekenntnisse errichtet, werden 'MMeUW-WoMorM'^ der MifMg ersucht- Werden. L^Ä:F«rthWdey^2d- .Oktyber-rHast^sind.. eZ5 zwqi Jahre,;daßxwir-, IhnP-.chochgeehxternHerr Redakteur, sicherchie^.beabsich tigte Mrynduyg-Mner^ öffentlichen Schule Seitens der orthodoxenPartei dahier Nähexes mitzütheilen hatten^); / wir - freuen unsnun , Ihnen jetzt - die ' frohe /Kunde bringen zw können, däß HE, jeiMich'e'^ Hchffnüüg" dieser' Schule dahier heute auch; stattgefuüden Hatz Auf die erfolgte Einladung hin -kamen wir. zur i bestimmten Stunde 10 > Uhr Vormittags ^7in -das Schullokak und fanden daselbst eine große Anzahl der hiesigen israel. Bürger versammelt, darunter auch Herrn Rabbiner vr. L ö w i. Auch der K. Bezirksinspektor, Herr Pfarrer Rö d er, hatte sich — die kgl. städtische Schulkommission vertretend — dort eingefunden. Von dem hohen Ziele, das die Begründer dieser Anstalt dabei zu erreichen gedenken, genaue Kenntniß habend, waren wir auf die Eröffnungsrede gespannt, um die an uns gestellte Frage: ob man in der Person des Herrn vi-. Auerb aH den entsprechenden Mann gefunden, der diesem hochgesteckten Ziele gewachsen sei, beantworten zu können, und freuen wir uns in der That, daß wir nun diese Frage mit voller Sicherheit zu bejahen vermögen, da wir nicht nur. in hohem Maaße beftiedigt, sondern unsere Erwartungen weit übertroffen wurden. Herr Direktor vr. Auerbach gab ' in vollendeter Klarheit Aufschluß über den Plan der neuen Anstalt und gestehen wir gerne, daß die darin entwickelten Ansichten durch -ihre überzeugende Darstellung und konsequenter^ Durchführungnicht verfehlten, den tiefsten Eindruck bei den Zuhörern zu hinterlassen. Wir sind nicht im Stände, die Fülle, her in der meisterhaften ^.Nede niedergelegten Gedanken/ wiederzugeben und, begnügen uns daher im Allgemeinen,, den. Gang her- Rede anzudeuten. Nachdem der Redner die Aufgabe der neuen - Schule dahin definirt, daff dieselbe tüchtige Bürger undwahrhafte Juden heranbilden wolle, ging er sämmtliche: Arft^ch^gegmMnde'der./hohm. Bürgerschule durchum an jedem Einzelnennachzuweisen, wie derselbe zu einer/ echt-humanen Ausbildung des Schülers zu verwenden sei. /Am längsten verweilte die Rede bei.dem Religionsunterrichte./ nicht als ob diese Schule auf diesen allein ihr vorzügliches Augenmerk zu richten gerächte,) sondern nur um darzulegen, daß, soferne der Geist, der eine Schule durchzieht, gleichsam von dem Religionsunterrichte ausgeht und die-hohe Bedeutung" der-Religion^ als das höchste E^^^MenWn än^nntzw^n inuß^diaKische *) Siehe Nr. 3 des „Israelit" vom Jahre 4661c, ,, -