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Der Israelit · 1862-11-12 · Heft 45 (12.11.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 45 (12.11.1862)
Date
1862-11-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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356 Stande istdaß um der zu befürchtenden Spaltung und -Schrsinen willen,/ das Judenthüm päctirt Habe, Wohl aber von unserem großen Meister an /, der sich von Korach und seiner wohlorganisirten Partei nicht irre machen Ließ, bis. zu den neüsten Tempelstreitigkerten rc. herab diele Beweise -d^ Gegentheils angefichrt werden können^ daß also das UrtheM wohl -auf hem Standpunkte der Gefühlsreligion alias Mückerthüm, vielleicht berechtigt ist, nie und nimmermehr aber auf dem Standpunkte des talmüdischen Judenthums von Belang, also in'einem „Gutachten" von gar keiner Bedeutung ist.' Ich weiß, daß uns unsere Gegner wieder darüber eines Mangels an Friedensliebe zeihen werden, das schadet aber gar uichts; wer sehen will, wird Wohl wissen, daß die wahre Friedensliebe nicht nur hierdurch nicht alterirt wird, sondern erst recht dadurch möglich ist. Doch kann dies nicht so nebensächlich berührt werden.') 3) Wir - wollen doch hier schon, von einer viel verkannten und zur Beschönigung aller möglichen Gesetzübertret.ngen zu Gunsten-des Scheinfriedens ja benutzten Sentenz sprechen. 'OO -ISPN '1 tt'VO MO OV OOO NON')) O2ix(O2p.O 2O r«'VO MO O'^O O1V2N OOtr 2,O2'O OwVI ^r«OV' l^'2drV OwV.O O?OM vrV2 Olp^'O OOO'IO) O.OO OwV> VlO' 2'dr 'lO'OO OON) OO'I'O OwVOV P'O (ONO Z?Ü2 sOVN s'!« NshMVO vOdr ib MN O'O2X O'M OQN'^V (Olp^'N Äm ONO^ r-rn ivVr<r' NOP OOv p^n O2it>r r>rin nnü NdMVI VwVN (Die letzten sechs Wörter! fehlen in'den Ausg. desJalkut. Dgl. auch 'VO,'8OO NP^NON 11.9.) Also Friede über Alles! — Abgesehen aber davon, daß diese Friedensliebe L tont xrix im Wiederspruche mit unzähligen Stellen, ja mit dem ganzen Geiste der Schrift? ist, steckt darin auch' Unvernunft sehr hohen Grades. Mit ganz demselben Reckte nämlich, mit welchem der Friede, darüber entscheiden darf, ob man die Verletzung der OOV-Heiligung Leim rechten Namen nennen soll oder nicht/ mit ganz demselben darf es derselbe im Lande der Dü>as oder des Wischnu oder des Zoroaster bestimmenob man jüdischerseits für ernstlich einstehen soll oder nicht; Mid was bleibt'Lann/noch vom' Judenthume übrig; warum bleiben wir Juden und gehen wenigstens in Europa nicht lieber «üt Sack und Hack in das andere Lager über, wo doch auch der Gruudzug des Monotheismus gerettet ist? Nein! So anspruchslos ist das Judenthum nicht/ es ist oberster Lebenszweck,: ruü> außer ihm bleibt dem Juden nichts Lebenswürdiges, am Lebm, weßhalb selbst V2^ N,P2 nach einer Ansicht-nur zur zükünMgcnrAnfrÄhchaltung derselben OMO, welche zeitweilig NNO^ wurde,-dieselbe überwiegte (Dgl. N"'-.P-N O2D ONN. N",V. N"2O 51MVO). — Obige Sentenzen wollen aber durchaus nicht von Beschönigung der Gesetzesverachtung um der Friedensliebe willen spreche«;' sondern sie sprechen nur davon,, daß bei einem .'-chikSchügmDSStzendiensie - '.Gott üLine» s»öPÜv'm.Einstuff (zur Besserung) Lben-Lmn (ONO Ol^Vb ^O' six). Wenn nun ganz Israel sich zu. jener incarnirtester -Form des Unverstandes, L« , Lckvuck; so ist,diesein Beweis /. daß es .ganz, um seine selbstbewüßte Individualität gekommen, daß' es ganz, verthiert, und' nur'noch dinglich ist/^gänz^. sowie die vielen Milliarde» -cät« und neuerer Zeit^ Nun übt Gott bekannllich auf Alles, ' ^Mit H'evselben- Entschiedenheitmüssenuwir ^etzS» die. ganz unmotivirte Unterstellung des -Mütachtens Hrotestiren/^däfi'das Gesetz/s rüdem-^ BerletzwlhebmosäischMDetMoniälgesetze!^n^B'^^OS npQVvi sind / dieselben verdächtigt , die Sündedes Meineides 'oder der fälschen Zeugenschaft -M i begehen; es -ist dies eine gefährliche-Induktion-'/ welche -wir uns nie und nimmermehr'gefallen lassen. Wir wollen uns daher gleich ganzklär entschieden und unumwunden aussprechen. Das mosaische - Gesetz unterscheidet wie alle änderen Gesetze zweierlei Bedenklichkeiten bei der Eidesleistung. - Generalien und Specialien. Ganz ebenso wie das'Gesetz sich erkundigt ob dem Eidäblegenden Nutzen - oder Schaden aus der vorliegenden Rechtssache entstehe, ob er specielle Freundschaft oder Feindschaft für die. betreffende Partei empfinde, ob er mit einer derselben verwandt sei,- nicht etwa, als ob man dadurch dem fürchterlichen Verdachte das Wort rede, daß ein übrigens ganz unbescholtener Charakter aus diesen Motiven die Sünde des Meineides oder der falschen Zeugenschäft begehen werde, so und durchaus nicht anders gibt es auch in dem mosaischen Gesetze Generalia, welche der Eidesablegung im Wege stehen. So vor Allem ein gewisser Verwandtschaftsgrad. Ahron und Moscheh hätten sicherlich nicht um alle Schätze der Welt, nicht um irgend einen materiellen oder ideellen Preis einen Meineid oder falsche Zeügenschaft abgelegt, und doch sind sie bis 2VOincl. ganz ebenso ^iO2 wie jeder Wasserträger/^Wir lassen uns selbst von Oberrabbinen, welche sich den A-rschein zu geben suchen, daß sie auf dem Böden des talmüdischen Judenthums stehen, die verdächtige und die bodenlose Lüge nicht bieten als erkläre, die NVNPN NOIN jeden, wer npiOV^i nnp^> ist/ für verdächtig, einen Meineid oder falsche Zeugenschast abzulegen. Das heißt, gelindestens gesagt, Täuschung und ist durch und durch unwahr: Wir erklären hierwas O'OV NL-O' betrifft skeincn Einfluß. ^O1 O'OV. 'O?O . s)ON weshalb er es auch ONOO-t überließ, der Mit- , und-Nachwelt diese-Nacht zu erhellen bOl N'OPN ^LO-MrrMO 'ü. Gott sell>st kann (gleichsam) keinen..Einfluß darauf üben, das Individuum'ist noch nicht erwacht,'weshalb auch .für den Verführer (der im Menschen immer Individualität vorfinden muß)- - keine Handhabe ist ONO ^2'' sÖVN-'fid«; es muß vielmehr der, bessere Einsicht Ephrajims. selbst überlassen werden-(W N^N). Ist aber das Individuum wirklich in<dem) Menschenerwacht/;erkennt er sichals Persönlichkeit, macht; sich,diese in der Wahrung des; Individuellen nach anderen Richtungen wirklich Zeltend; ist sie/also wirklich da OO^.P^N, nun dann ist, der Moment ^gekommen NNP.wo sie auch für die ganze VerantworÄng/daher die. ganze Strafe haben/ .)DiS 'der /Grundgedanke dieses 'wohl' viel, Mißheütetm','. VONV.'/Äeübrigen Ausdrücke wird, sich Wohl' der. Denkende und mitben Redcfigüren -der' O'VONO /vertraute Leser selbst erklären können. . l

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