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Der Israelit · 1862-10-29 · Heft 43 (29.10.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 43 (29.10.1862)
Date
1862-10-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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tunst, " die- Niemanden verletzen will /' weil sie gegen Alle Herecht sein wird.^ - - ' »Preußen/ Berlin, 18. Oct. Noch unter der Verwaltung des Herrn v. Patow war der Vorstand der^Synagögen-Gemeinde zu Aachenbei dem Finanz-Minister mit demMntrage vorstellig geworden; für die Synagogen die Stempelfreiheit der christlichen Kirchen auf Grundbestehender, eventuell künftiger Gesetzgebung eintreten zu lasten. Der Finanzminister Herr von Patow lehnte das Gesuch! ab, weil die Stempelfreiheit, .Hzelche der Z. 3 L "des Stempelgesetzes vom 7. März 1822. in Verbindung mit der Declaration vom 27. Juni 1811 im ß. 4 Nr. 2 und der nicht bekannt gemachten Cabinets-Ordre vom 16. Jan. 1827 den christlichen Kirchen bewilligt, den Synagogen nicht zustehe, in diesem Sinne auch die nicht bekannt gemachte Cabinets-Ordre vom 8. Dec. 1839 ausdrücklich entschieden habe und der vorhandene Rechtsgrund durch die Verfassungsurkunde keine Abänderung er-' litten habe. Der aachener Synagogen-Gemeindevorstand wandte ^sich nun an das Haus der Abgeordneten , dessen Commission für Finanzen und Zölle (Vorsitzender Kühne) es im Sinne verfassungsmäßiger Gleichstellung der verschiedenen Religionsgesellschasten geboten erachtet, diese Gleichstellung auch hinsichts der Besteuerung herbeizuführen und deshalb einstimmig beschlossen hat, den Antrag der Staatsregierung zur Berücksichtigung bei der, durch den Art. 101 der Verfassungsurkunde vorgesehenen Revision der bestehenden Steuergesetzgebung - zu überweisen, da die bestehende Gesetzgebung dem Anträge nicht zur Seite siche. .Der Sessionsschluß-verhinderte "die Beschlußfassung im Plenum des Hauses. (K Z.) Jnowreclaw (Prov. Posen). Ende October/- Der erfolgreichen Thäügkeit unseresgeehrten Herrn Rabbiners L. Pölkaä haben-wir ein Jnstitutzu verdanken das, wie die an den beiden ersien Tagen des SEot-Festes' abgehältene Prüfün'gder Religionsschule bekundet chät/schon jetzt segens§ Leich zu wirken-beginnt. Gleich' nach seinem Amtsantritte. bemerkte ^der-Herr'Rabbiner" den ^Mängel einer Meligionsschüle>Ä-ie sowohl -den/Schülernder Nernentarschule als 'auch ides Gymnasiums -Gelegenheit gäbediedem Juden der- -Jetztznt ünümgänglich nothwendige religiös^ Bildung zu - erlangen>^södänn auch ' den'MetterstreVenden.-die 'Mittel'-MH über die gewöhnlichen hebr.- Schuldisciplinen hinaus in die reichhaltige Literatur des Jüdenthums einzudringen. In' einer kräftigen Ansprache an die -Gemeinde ward jener Mangel als ein Haupthindernis des Gedeihens unseres ' Gemeindelebens 'bezeichnet und daran die Aufforderung geknüpstj'durch Gründung einer Religionsschule für das Wohl der Jügettd Sorge zu tragen. , Die wahrhaft erhehenden^Worte des allgemein hochverehrten und beliebten Seelsorgers fanden Widerhall in den Herzen wer-Gemeindemitglieder. Sofort bildete sich ein Comitä mit dem Rabbiner an der Spitze zur Berathung dieser Angelegenheit, durch dessen unermüdliche Thätigkeit die Vorarbeiten zur Gründung einer Religionsschule in wenigen Wochen erledigt waren, so daß" schon am 15. Juni das fünfklassige Institut eröffnet wurde. — Die ersten beiden Festtage waren Nun zur Abhaltung der ILen Semesterialprüfung bestimmt. Fast die ganze Gemeinde wohnte derselben bei und folgte mit gespanntester Aufmerksamkeit den Prüfungsgegenständen von den Elementen des hebr. Lesens bis zu den sinnreichen, prägnanten Sätzen der Mischna, von dem Uebersetzen aus dem Gebetbuche bis zur Lektüre der 'prophetischen Bücher nebst Commentaren/ Die Schüler hatten in der kurzen Zeit" des Bestehens der genannten Schule recht merkliche Fortschritte gemachtwas auch von Seiten der anwesenden Zuhörer großen Beifall hervorrief. Eine angemessene und inhaltreiche Rede des H. Rabbiners als Vorsitzenden des Schulcomites beschloß die Prüfung. ' ' So'bezeichnen schon jetzt Segensspüren die FuU tapsen unseres Rabbiners, wessen Ruf schon über vre Ostmärken unseres Vaterlandes gedrungen ist, 'so daß selbstunsere p o l n i sch e n Nachbarn-'gegen 'den modernen - Rabbiner'von' Achtüng erfüllt sind. Das will viel sägen und ist wahrlich' ein' ehrendes Zeugniß für den betreffenden-Seelsorge^ — Durch ' den großen Andrang von Zuhörern in die Hauptsynagoge aus dem-Beth hamidrasch / und wer Hilfssynagoge, welche - während der Predigtenan und ihren Gottesdienst unterbrachen, hat sich - die Nothwdndigkeit-zürMweiterüng wesHauhttempelschetaüsgestM, und' soll mit dem '-Umbau schönim nächsten

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