Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 42 (22.10.1862)
- Date
- 1862-10-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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334 brachte und Gratulationsbriefe, die Herrn Tännenbaum von allen Seiten zukommen, beweisen, daß er sich die Achtung und die Liebe seiner'Schüler erworben hat.- Möge er sich nun noch lange einer glücklichen Ruhe zu erfreuen haben. > - ' . . kressburAer, Hilfslehrer: Preußen. Hslle a. S., 5 Tischri. Am 19. September Hwrr rr'!v)- feierte der allgemein beliebte- und geehrte Cantor unserer Gemeinde, Herr I. Lewandowsky <^nb.-,p-r vNiVi sin) sein 25jähriges ÄmtsjMläum» Beim Antritte seines Amtes zählte unsere Gemeinde kaum mehr als zwanzig Mitglieder und ist jetzt zur Anzahl von achtzig, außer den vielen auswärtigen Mitgliedern herangewachscn. Wer ben Jubilar Annt, weiß, wieviel er während dieser Zeit nicht nur als echt jüdischer Beamte, sondern auch als Mensch des Guten und des Edlen gewirkt: Unsere friedliebende Gemeinde, die bei jeder Gelegenheit ihren edlen hohen Sinn an den Tag legt, dies anerkennend/hat aufs glänzendste ihre Theilnahme an diesem Feste bewährt. Herr L. erhielt außer den vielen Geschenken von einzelnen Mitgliedern und sogar von solchen Personen, die gegenwärtig nicht mehr unserer Gemeinde angehören, durch den Vorstand ein ansehnliches Geldgeschenk in Gold und von den Schülern unserer Neligionsschule eine prachtvolle silberne Tabaksdose. Ueberzeugt, daß wir Herrn Lewandowsky einen Gefallen erweisen/ so wenig als möglich von seinen Leistungen wie von den vielen Beweisen von Liebe und Anhänglichkeit, die ihm an diesem Tatze zu Theil wurden, zu sprechen, wollen wir dem edlen bescheidenen Männe wünschen: ä"? iwv. O e st e r r e i ch r s ch e r Kais e r st a a t. . PeO. Der Direktor des Blindeninstituts, Herr Johann v. Halfany, wendet sich in einer Erklärung gegen den Referenten der Tagesneuigkerten in „Sürgöny" ob. einer: von: demselben gemachten Bemerkung, daß das Blindeninstitut damitumgehe die aufzüuehmenden neuen isw Zöglinge abgesondert: (im zweiten Stockwerke) unterzubringen. Der Herr. Direktor tritt voll Eifers gegen-eine .solche Insinuation auf,, die trifttgsten Beweise nach jeder Seite hin änführend, daß in dem Institute^ keinerlei Unterschied in Bezug auf' dasMlaübensbekenntniß anerkannt wird/ Die neue eingMümte Lokalität im zweiten Stockwerke ist gär nicht für neue Ankömmlinge bestimmt, sondern wird für Zöglinge' in Bereitschaft gehalten, welche schon durch das fünfte oder sechste Jahr im Institute weilen. Dies Letztere würde nämlich der Fall sein, wenn durch die eintretenden neuen israelit. Zöglinge die früheren Lokalitäten zu enge würden. Stets würde aber das Princip gellen, durch den Religions¬ und Sprachunterschied bei den Zöglingen sich nicht bestimmen zu lassen. (Neueste Post). Frankreich, l Paris. Wir Lheilen hier nach dem Ilniv. Isi'. folgendes Decret mit, das die administrätiven Angelegenheiten der französischen Israeliten regelt: Napoleon, durch die Gnade Gottes und den Willen der Nation Kaiser von Frankreich re. — lieber den Bericht unseres Staatssecretärs im Departement des öffentlichen Unterrichtes und der Culte. In Anbetracht der Decrete vom 17. März und 11. December 1808 und des Reglements vom 10. December 1806. In Anbetracht des Gesetzes Vom 8- Februar 1831, cher königlichen Ordonnanzen vöm 25. Mai 1844 und vom 9. November 1848, der Decrete vom 15. Juni 1850 und 9. Juli 1853. In Anbetracht der Vorschläge des Centralconsistoriums und der Bemerkungen der Departements-Conststorien. Nach Anhörung unseres Staatsrathes haben wir beschlossen und beschließen wie folgt: Art. 1. In allen israell Gemeinden, wo bisher nur ein miulstrs oiLoiaut (Vyrbeter) vom öffentlichen Fond unterhalten wurde, kanwäufBeschluß unseres Ministers über Vorschlag des Centralconsistoriums ein Unterrabbiner eingesetzt werden.- . - Art. 2. Die- Unterrabbiner müssen wenigstens 25 Jahre alt sein: Sie werden-ernannt durch die Departementconsistorien. - Die - Studienbedingungen) Functionen und: Rechte der'Unterrabbiner werden vom Centralconsistorium geregelt unter Genehmigung' unseres Cultusministers. Die für die Vorbeter entworfenen Disci?