Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1862)
- Date
- 1862-10-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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XL.'- rücken, im Bewußtseyr ihrer Nicht zu schweren Auf-., gäbe ihrer Zukunst frotzeiHegWgHeu, Mtder^ der -vergebens nach MMeK sucht, Mn UMein „ liches Ziel zu gelantzenfdR bRertsMllksriutzlös erschöpft hat,Mit beklommenem Herzen seiner Z ukunst entgegen. Er erblickt in ihr nur die düstern Spiegel- Liwer seiner Veraanaenbeit. dieselben unbeantworteten Fragen,ÄMeskW» xunerktarMen Rachseli ^Ävas^ hat- Gott KWiesem nnglucklichen^Zsrael vor? Zu welcher Sendung ist es aufbewahrt? Und so steht der Jude rathlos, gedemüthigt und. gebeugt an dem, Scheidewege der Zeiten; zagend und bangenh wirst^ er seinen. Blick in die Zukunft und mit. bleichen,, zitternden Lippen fragt er: s>p 'riv, wann werden diese unerklärlichen Räthsel zu Ende sein?" .Ver- / zweifelt steht^der Jude an dem Meilenstein der Zeit, ein^erlasiener, Müder,^lebenssattev Pilger> und" hän- - beringend stagt er:, was wird werden?,. Werden.,endlich die Leiden Israels aufhören? Wird. endlich eine -Erlösung^ dieses Volkes eintreffen? Er fragt-und fragt abermals und nirgendwo läßt sich eine: Antwort, vernehmen. Er fragt die Geschichte, sie schweigt, er fragt die Natur, sie ist stumm; er fragt die Menschen, sie. ziehen.höhnend, die Schulter. .-.Nur die Religion, .chitz^sMierung' ,W/für alle Leiden üyh^Heilüiig für alle Munden/ sie laM ihre freundliche/trösiende Mukterstlmme. vernehmen '/i liebevoll- - und ermüthigend; ruft sie ihm zu: „Vertraue der ewigen Gerechtigkeit Gottes und^ sei getrost," ^,,,,ist. auch^ein Anfang.Fein, wirst' du/'döch^am Ende mm "sö^größer werden."" Ja,,-so'gewiß es ist,' „daß.die Wege der',Vorsehung gerecht" und j daß - „die nicht <zü Schanden werden^, so auf' 'Gott vertrauen," so gewiß ist es, daß; Israel endlich erlöst, daß. sein Fluch , endlich gebannt, daß .-ÄS/MtPel^seiner) 'tausendjährigen Leidensgeschichte , -endlich: HeWE werde» wird,.Mß'endlich die Nacht M nes- Geschickes einem plötzlich hereinbrechenden glän- ^rKeü'HMWuroMweichm-MbHm die 'allbelebende Sonne':der Freihelt aufgehen wird. Ein. Volk/ dqs für seinen echten Gottesglauben'so. viel gelitten, das Men' Verfolgungen und Gefahren löwenmüthrg, ge- Mvtzt im/felsenfesten 'MeHchÜtterlicheMVWWn' auf die Hilfe der unsichtbaren'Allmacht, ein) solches Volk kann nicht zu Grunde gehen. Mag auch sein chinschwaches.LebeysschiEeist-Muf dem sturmbeweg^ ten Oceane des Weltlebsns von, wilden-Wogen hinünd hergeschleudert, an Klippen -und Felsenriffe gedrängt werden; es' wird' nicht untergehen; jener große . Steuermann per Welt wird, das..'tobende, Element besiegend, es mit sicherer Hand durch Brandung und. Sandbank rudern und in ven glücklichen Hafen einlaufen lasten. Israel wird erlöst Meroejr; sein Wessiasreich wird gegründet' werden. Aber.' seine, Erlösung "wird nicht, wie manche Mgler'der. Neuzeit'W haupten, in der Einräumung von Menschenrechten, dMNtzsich die Juden fast inMen>Ländern, wohin sie : ingrimmiges Schicksals gßschAldert, bereits zu erfMen.chaben uMimmer "mehMersreuen werden, bestUeA'Wahrlichl 'wer' so henkt/ wer von nationaler Freiheit und- Glückseligkeit solch einen engherzigen, verknöcherten, verNmmerten und verkrüppelten Begriff hat, der W nicht nur kein wahrer Jude,..sondern auch EkeisiMensch f f dem> irgerch Reisiek edleve' Regung, irgend ein befferes, heiliges G'fühl zugetraut werden kann. Nein, so lange da» Juoenthum unter fremdem . Himmel., in aller Herren Landern zerstreut und ^zersplittert *Rbt, an fremdem Herde sich wärmt und fremde Zungen redet, so lange ist es in Verbannung, im Exils und von seiner nationalen Bestimmung fern; mag) ihm? auch Alles, was das Leben bequem, angenehm und gemächlich macht, emgeränmt und mögen seineSkkavenketteniN'goldeneAchselbänderundseine mittelalterlichen. Schandlappen in blitzend Ordens- -sterne verwandelt werden^ Israels Endzweck ist nicht, auf: der, Stufenleiter des. irdischen Glückes die höchste - Staffel/zu erklimmen: und)im Strome der Alltäglich- . keitrunterzugehen. Seine Zukunft muß sich verschieden von der aller andern Nationen gestalten ebenso Wie seine Verganzenheit,verschieden und - wie? steine nationale. Gesammtentwickelung I und. welthistorische Bedeutung: eine ganz' eigene und! eigenthümliche M Israels 'Erlösung kann ünd wird daher nur durch ein augenscheinliches, unmittelbares- Eingreifen des ., .göttWMWmxs'. stn., das^ nach^ Ewigen...Naturgesetzen. unaufhaltsam förtrollende / Rad der Geschichte zu Stande kommen. Nür' dürch ^iw außer aller mMch-^ Wen Berechnung . liegMdes Wunder HM in LA Na^ tur. tvie in, der). Geschichte waltenden/ allmächtigen Gottes kann und wird das Jüdenthum sichverjüngen, zu seiner einstigen Höhe gelangen und steint erhabene national-religiöse Mission erfüllen. /Wenn Gott nicht das' Hausvrbäuen/roird, bemühen sich'vergeblich die BäumeisterF Der große Baumeister der, Welt, der die Erde gegründet und das Firmament ausgespannt, er allein wird.Zas. WerkMftrer- Erlösung vollbringen und den TeWet unserer Freiheit Mffühxen., „der Heilige Israels und sein Erlöser," 'er,' „der Hüter Israels,-^der „nicht schläft und--nicht schlnm-- mert"; er, der vor Jahrtausenden der Stammmutter Israels .zurief^ : ^Endlich wird -deme - Hoffnung in ErMung gehen und deine Kinder werderc in ihre Heimath wiedereinziehen, er wird; wie der treue Hirt seinei zerstreute ^Herde sammelt ünd'-sie -Üusi diegrünL . Weide führt, aus,/allem Ecken, und - Enden der Welt die zerstreuten Söhne Israels zusammensammeln und sie als eine-beseligtemGemeinschaft 'einführen in das gelobte Landler Verheißung," wo sie, durch Sprache, Sitte-uiib.ihre ureigenen national-religiösen Jnstitntionensich als) eine freie selbstständige Nation, fühx lerÄANach > den Worten her. heiligen Schrift, „ein Prie-?