Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 38 (17.9.1862)
- Date
- 1862-09-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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wegen üöthwendig,weil die Erfahrung bestätigt, -' daß im Allgemeinen das höchst wichtige und sehr rigorose! Speisegesetz in neu constituirten Gemeinden weit weniger respectirt werde, als m alten, bei denen es Leim größten Verfall doch immernoch einen sehr gewissenhaften Bruchtheil gibt, es aber vor Allem darauf ankomme, daß den zarten Kindern, nicht schon gleich die' Wohlthat in Verbindung mit dem Verrathe an dem Heiligsten angeboten werden müsse. Nun sind die Müsterhauptschulen in Fünstirchen, Pesth, Kaschau und Preßburg eingerichtet. Die ersten drei Gemeinden gehören zur neuen Richtung und sind alle mehr oder weniger jungen Datums, Preßburg jedoch, welche Gemeinde allerdings in jeder Beziehung den Anforderungen der Traditionellen entspricht, Wird anderseits durch eine solche Fülle von jüdisch humanistischen Anstalten, besonders durch die hochberühmte Hochschule zu sehr nach andern Seiten in Anspruch genommen, als daß man von derselben die Freitisch- Versorgung einer verhältnißmäßigen Anzahl von armen Schulkindern der an Jsraeliten-Gemeinden besonders reichen Statthalterei-Abtheilung nicht verlangen kann. Wir stimmen ferner mit dem Herrn Corresp. vollkommen darin überein, daß der Schulfond eben nur Schulfond bleiben und keinem noch so dringenden andern Zwecke, wenn es diesem heiligen Institute der Schule gegenüber überhaupt etwas Dringendes geben sollte, was ich sehr bezweifle, zugewendet werden darf; auch gibt es .wohb hierüber mur .e ine üngetheitte Meinung, wie dies auch' aus'einer chEmnken/MnM in einem österr. politischen Tagblatte, geführten Controverse, wo aber das Prinzip von beidenSeiten zugestanden wurde, hervorgeht. Ich unterschreibe ferner die Dispositionen des Corresp., daß » sich diese Schulfondsfrage in die andern: a) Rabbiner- und Lehrerseminar; b) Subvention von Gemeindeschulen; o) Pensionirung von Lehrern, Lehrerswittwen und Waisen^und nur in diese 3 sondern. - Endlich finde ich ganz vortrefflich und wahrheitsgemäß, (nur daß es mir nicht als „am Wichtigsten- Dringendsten und Heilbringendsten" erscheint), was derselbe von der Notwendigkeit der Lehrer-Pensionirungen sagt. Die Schilderung des Correspondenten ist haarsträubend und grauenerregend, er hat aber nicht zu schwarz' gemalt, es ist Wohl auch , „draußen-im Reichs ganz besonders aber in Ungarn in dieser Beziehung: ein namenloser Jammer-?und kann.man die Bestrebung den letzten Jahres -diesbezügliche Gemeindeanstalten zu gründen, nicht genug loben und/ anerkennen. - r.-'-AM wichtigsten, dringendsten'und heilbringendsten nun erscheint mir .mit . dem Herrn RedKtenr dieser '-Blätter /"und dem Herrn Corresp: diametral entgegcug'eseW die Errichtung eines auf traditionellem Böden stehenden' Rabbiner- Und-Lehrerfeminars.' Diefen Änindlich'wichtigen, auf die Gestaltung des jüdische« GemMdelÄens so außerordeutlichschinflußch reichen Gegeilstand chier zu erledige« ist ebenso wenig möKch, wie rathsam. Ich muß mich dahersauHrdoK Minimum beschränken und mehr andeukeM.unMÜM regend als erschöpfend bleiben. Worin liegt din ler-i der-nür zu offen zu TagDliegende Wunde der ZM was ist die Quelle jener Zügellosigkeit, mit desdierMß Meinden in Religionssachen Vorgehen? Weit: wenigen in dem Uebermuthe der Gemeinden als in dem der geistlichen Führer, welche theils aus Frechheit/ theils aus Ignoranz, weil sie die Gesetzesvorschrift mitunter nicht einmal lesen können, jeder Verlegenheit dadurch aus dem Wege gehen, daß sie sich überdas Gesetz stellen. Davon haben selbst Gemeinden zu erzählen, welche nach Tausenden zählen. Lxevaxjs. suot ockioea. Kleinere Provinzialgemeinden, die natürlich auch „gebildet" sein wollen, befinden sich in. der traurigen Alternative, entweder ihr Bischen „Bildung", in die Schanze zu schlagen, oder mit dem Rabbiner, der dort ja oft sehr gut weiß, was geschrieben steht, die impertinentesten „Prmzipiensehden" anznfangen Warum dort ja und hier nicht? Ja sehr einfach, weil dort kein Rabbiner ist und hier ja. Ja. da und da ist es ja mit Zustimmung des Rabbiners geschehn! des Rabbiners? — was ist dies? — Eine sehr schwer zu beantwortende Frage, seitdem selbst eine größere Gemeindein welcher sogar bis dahür emeber größten Koryphäen Ungarns gewirkt. Hatte, ^?uatürlich auch rmr um - der Prinzipiensehd^-wil^ len Weggehen mußtch^ sichso vergessen hat, einen geistreichen Mitarbeiter eines, .politische«- TagblutWin der wohl nicht ganz ungegründeten Voraussetzung-; daß derselbe Wohl ein guter ,-Deutscher" (Predigers sein muffe, zum „Rabbiner" berufen hat., MM wahr, daß es einem Rabbiner nach unserer Anschauung durchaus keinen Abbruch thnt,-wenn er bis-W seiner Berufung, zu seinem LeLensunterhaht^ an einer politischen^ Zeitung mitgearbeitet, ganz ebenso wenig als wenn er bis dahin, KMsmann, Schuhmacher oder Bäckermeister gewesen war. -- - Mr finden darin ebenso sehr unfern Stolz M der RöM stolz darauf war, Bürger zu besitzen, die nur enEchritt von der Pflugschaar zur Dicktatnr über das schon, damals: der Anlage - nach mächtigste Volk der Mde hatten; ja/ich mochte sagen; Gott selbst es nicht verschmähte, Moses von den Schafherde wegzurufen, damit er, der Führer deA-geistig mächtigsten Volkes auf Erden i Werder ^DasrrLst wohl Mes wahr>- abera:— es muß dunnder/Rabd biner, das heißt, der durch mür durch der Lehre ^zus gethane - und ungehörige Zeitungs-Correspondärtz Schuhmacherodcr^Bäcker die - FähiBeiL/befitzen> Rabbiner zu -seinzl?-es kann/wohl eM /MoseL M SMMrw sein; i kein Ändere^ aber als ein Mases ein Möses werden. WerW RabbAer und was-macht