Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 30 (23.7.1862)
- Date
- 1862-07-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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234?. derselben, welche noch vor wenigen Jahren die re-! formatorische AuMrerr! den Absud der Gemeinde zu bezeichnen sich nicht enHlödete, in diesen Tagen ein Zeichen der Allerhöchsten Huld von Seiten un- ' seres Landesherrn zu Th eil. Der Vorstand hat nämlich die vom Herausgeber d. Bl. am 3t. Mai d. I.; zum Gedächtnisse der höchstseligen Großherzogin Mathilde in der Synagoge gehaltene Predigt dem Großherzoge übersandt und ist darauf mit folgender Allerhöchsten Zuschrift beehrt worden: An den Vorstand der israelitischen Religionsgesellschaft zu Mainz. Recht sehr danle Ich Ihnen für Uebersendung der Rede, welche Ihr Prediger vr. Lehmann zum GÄächtniß. Ihrer Königlichen Hoheit d?r.höchstseligen Großherzogin Mathildes Meiner theuern, unvergeßlichen Gemahlin, in der auerkennungSwehrtheften Weise gehalten hat. Die Gesinnungen, welche in dieser Gedächtnißpredigt sowohl, als auch in Ihrem Begleituugsschreiben ausgesprochen sind, konnten Meinem Herzen nur tröstend und erhebend sein in dem tiefen Schmerze, welchen Gottes unerforschlicher Nathschluß Mir auferlegt hat. Empfangen Sie auch bei dieser Veranlassung die Versicherung Meines aufrichtigen Wohlwollens.* Darmstad^, den 3. Juli 1862. 4 gez. Ludewig.; Auch im Aufträge Seiner Majestät, des Königs Ludwig von Bayern, hat der Herausgeber dieser Blatter folgende Zuschrift erhalten: - -r Euer Wohlgeboren! - »r;... ' , ... . Seine Majestät der König Ludwig haben mit Ihrem Schreiben vom 30. v. M. auch die Predig^ erhalten, welche Sie aus Anlaß des so betrübenden HinscheidenS I. K. H. der Groß Herzog in von Hessen Allerhöchsidemselben übersendeten. ' Seine Majestät lassen Ihnen für diese Zusendung recht freundlich danken, mit Rührung dabei der allgemeinen Liebe gedenkend, welche der verewigten königlichen Tochter noch über das Gcab hinaus folgte' > : / ' . Genehmigen Sie die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung, mit welcher ich bm Euer Wohlgeboren ergebenster gez. v. Hütte», r. Rgs.-Rth. Ludwigshöhe, den b. Juli 186L. Die Iuäenfrsge vor Lew k. Grosse» JaLke äes Hüntons Asrgss. In zweiter Berathung am 15. Mai 186L (Nach de» stmographisch« Berichtnr.) (Fortsetzung.) Insofern die h. Bundesversammlung, fügt endlich der Bundes lath bei, diesen Ansichten beitritt, so dürfte es genügen, den Buadesrath zu beauftrage», der Bundesverfassung in diesem Sinne Vollziehung zu geben." Das, Herr Präsident, meine Herren! die gutächtlichen Ansichten des schweizerischen BundeSratheS über die Angelegenheit schon im Jahre 1856. Ich gehe aus die Prüfung ihrer Richtigkeit, namentlich in Beziehung auf das Ortsbürgerthum nicht ein, sondern theile sie nur mit, um zu zeigen, wie man die Frage, welche wir heute erst zu lösen an die Hand nehmen, schon vor sechs Jahren außerhalb de- Kantons, '.und zwar in den Kreisen der Bundesbehörden, angesehen und in welch* bedeutendem Umfange man den Begriff der bürgerlichen Stellung und politischen Berechtigung der Israeliten dort schon gegenüber dem Kanton Aargan aufgefaßt hat. Im September 1856 sodann kam die Angelegenheit vor den beide« Räthen der Bundessammlung zur abschließlichen Verhandlung. Und wiedemm sin» auch hier die Anschauungen und Motive, welche dabei von dm Vertretern des Schweizervolkes geltend gemacht und in die Waagschaale oer Entscheidung gelegt wurden, für unsere heutige Diskussion sehr dein erkenswerthe Fingerzeige, die wir unmöglich übersehe» dürfen. Herr Präsident, meine Herren! Sie wolle« mir erlauben, Ihnen diesfalls einige Stellen audem betreffenden Berichte der nattvnalrächlichen Kommission in Erinnerung zu bringen. »Die politische»