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Der Israelit · 1862-07-23 · Heft 30 (23.7.1862) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 30 (23.7.1862)
Date
1862-07-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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s. J»h,-a»g. TO. E i » Centralorgan für das orthodoxe Jndenthnn». Herau-gegebe» von' vr Lehmann iu Mainz. Mainz, den 23. Juli 5622. (1862.) Diese Zeitung erscheint wLSenlllch einmal, Mittwoch-, in mindesten- 1 Doge». Preis de- Jahrgang-: fl. 2. 30 kr. rh. Halbjährig fl. 1. 15 kr. rh. Vierteljährig 38 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter, nehmen Bestellungen an. Oesterreichisch« Banknoten laut LourS. Diese Zeitung wird nur iu Verbindung mit dem ^Jsr. Snzeigeblatte* abgegeben. Sollte direkte Franko-» Zusendung unter Streifband gewünscht werden, so find an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. L. oder 5 fl. 1ü kr. rh. oder 6 fl. äflerr. franko einzusende». Ja-all. Leitende Artikelr Zeichen der Huld. — Die Judenkage vor dem hohen großen Rache deS Kanton- Aargaa (Schweiz) I (Fortsetzung). — Orthodox-isr. Bibelanstalt. — Bau jü- : diicher Armen-nnd Pilgern o'munaea in Jerusalem.! ^ritungovachrichten und Correspoudenren r D«»tfchlanm: Aus Bayern. — Preußen: Berlin. — Oesterr. j Katserstaat: Droby. Prag. — Rußland: Warschau. — Holland:Amsterdam.—Türket:Belgrad.—Afrika: I Tanger.! Inhalt des iSr. Au,zeigeblattes. Zeitungsnachrichten nnd Correspondenzeu r Oesterr > Katserstaat: SuS Ungarn. Aus Unganr. — Italien: j Florenz. — Frankreich: Paris. — Palästina: Jerusalem.! Leitende Artikel. Zeichen -er Huld. Mainz, den 11. Juli. Wie wir bereits mehr fach in diesen Müttern erwähnt haben, währten die religiösen Kämpfe innerhalb der hiesigen Gemeinde bereits länger als dreißig Jahre, bis dieselben im ' Jahre 53 zur Ausscheidung der orthodoxen Elemente und zur Constituirung einer besonderen isr. ReligionSgesellschast (orthodoxer Richtung) führten. Mit > Welchen Schwierigkeiten die Erreichung dieses Nesul- : tates und die Fortentwicklung desselben verknüpft war, davon kann man sich anderswo kaum eine Vorstellung machen. Welche unsägliche Mühe hat es nur Anfangs gekostet, ein Minjan zur Abhaltung des Gottesdienstes nach hergebrachtem Ritus erlaubt zu erhalten! Endlich ward in Jahre 56 unser prachtvolles Gotteshaus eingeweiht, und doch stand die Religionsgesellschaft noch völlig rechtlos da, dis sie im Jahre 58 Corporationsrechte erhielt und ihre Statuten von S K. H , dem Großherzoge, bestätigt wurden. Seitdem erfreut sich durch Göttlichen Beistand die israelischen NeligionZgesellschaft der gedeihlichsten Entwickelung, die Mitgliederschast mehrt sich von Tag zu Tag, die Synagoge ist stets gefüllt, die Zahl der Schüler und Schülerinnen in der Unterrichtsanstalt hat sich mehr als verdoppelt; ja, die Physiognomie der Gesammtgemeinde ist in Folge des moralischen Einflusses der feftzusammenhaltenden Orthodoxie eine andere geworden; es gehört nicht mehr zum guten Tone, das Judenthum als antiquirt zu betrachten; die alten Gemeindeinstitutionen sind Dieder im Aufblühen begriffen; bei den hohen Behörden und bei der gefammten chr Bevölkerung steht die Religionsgesellschaft in höchster Achtung. So wurde

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