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Der Israelit · 1862-07-09 · Heft 28 (9.7.1862) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 28 (9.7.1862)
Date
1862-07-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Berufes, der UNS gewöhn .und unser rrLabener! König, dosten, Senvboten.qn die Mionen w» sind, läßt uns nicht untergehen. Kräftig blüht unser hochheiliges Bott zu allen Zeiten; aber um diese Dlülhe zu erhalten und die edelsten Früchte zu zeitigen, bedarf cs der vollen ungeschmälerten und unverstümmelten Gotteslehre. Samaritaner, Sadducäer, Beo- Lhosianer, Karäer, EabLathiancr und alle Seelen und Scctirer sind thcils verschwunden, theils bedeutungslos geworden; dieses Geschick wird auch im , Lause der Zeiten die modernen Serien erreichen mp' wnbre aber dfls Wort unsres Gottes wird ewiglich )besiehenj - ' . j ' Die ZvüenMge vor Sem k. Grosrkn Zrrjke äes Mnlons Asrgsu. In zweiter Berathung am 15. Mai 1862. (Rach dm Ptnogrvphischn» Bericht»») , . , (Fortsetzung.) ' Herr Fürsprech Bürli. - : Herr Präsident, meine Herren! .Herrn FcerS Anschauung in dieser Angelegenheit und die Art und Weise, wie er derselben Ausdruck gegeben hat, ift .au Richtigleit und Gefühl unübertrefflich, so daß in dieser.Beziehung der Gegenstand erschöpft ist. Ich weyde mich daher einem andern Standpunkt dieser Frage zu, und zwar dem praktischen, demjenigen,.rvis sich die Frag? in im sinn Kanton macht, i,»-.Volke entwickelt worden ist und noch gegenwärtig so^tbesrirben pird. .. ES war kurz vor der ersten Beralhnng des gegenwärtigen Gesetzcsvorschlages für Gleichstellung der Juden im Kanton, als Herr Steigmcicr im Begleit dcS Gemeindeschrcibers von Ober Endingcn zu mir kmn und mich ersuchte, doch im Großen Ralhe auch darauf hiuzuwirken, daß die Interessen der Christen in den beiden Gemeinden, wo die Juden wvlnen, bei Verathung des vorliegenden Gesitzcövorschlagcs nicht hintangesetzt werden, namentlich die Inden in der Gcmen-dcversanmlung nicht mitzuvelhandiln hätten nnd daß dieselben auch nicht als Ortstü'g-r aus zunchmen seien. Ich war damals zuerst anderer Meinung ur.d hielt dafür, daß es nur gerecht sei, imnn diejenigen, die in einer Gemeinde steuern müssen, auch zu den jenigen Gemeindeversammlungen zugelassen werden, welche die Säuern beschließt; ich überzeugte mich je ^doch, daß, hier den bestehenden PerhäUnisses Rechnung gctrage^ werden muffe, und daß zwischen den israelitischen Ortsgemeinden und de» M den gleiche« Orten bestehende^ christlichen ^GeckÄkden KmPrW bisherige Verwaltung der letztem slch<2ndkr,SchrMö» gezogen werden müsseü./In .diesem SinM'stMmte ich mit geringen Abänderungen »umregierungSrätblichen Vorschläge. Änd wurde dersilbe'äuch gegenüber den . Anträgen der Mehrheit der'KömmisflöK Att großem Mehr beschlossen^ Damals stimntte.Hetr Aidmann.Stekameier dazu und war, wie alte anwesenden Zuhörer seiner Gegend, mit der gefaßten SchlnßttahMe M zufrieden.- ' ' . "' ' <- Fragen wir nun,' wie dennoch die Agitation begönnen habe, so ist die Aptwott dahin'zu geben/däß dieselbe zuerst entstanden sei durch die Verfügung Me hohen Regierung, daß in Endingen ein eigeüer isr. Gemeindsbantt ausgesteckk «erde» solle. Da> sanLrn in jener Gemeinde die nächtliche» Ruhestörung«» statt, welche in keiner Weise z» billigen, aber einigermaßen zu entschuldigen sind. - > - - ' »rc Die Ruhestörer wurden dem Gericht überwiesen und von demselben und zwar sehr gelinde zestasr. Dessen ungeachtet wurden die Agitationen M E Judenfrage erst jetzt recht fortgesetzt, und eS traten Endingen an die Spitze derselben ein Mensch,« der sich Garibaldi nennt. Gewiß ist noch Äitt keinem Namen eine ärgere Täuschung getrieben worden^Ms mit diesem, denn Garibaldi ist ti» Maun'/ bMUe Nationalitäten hochachtet, die Freiheit für ste.nnstrßbt und nicht verfolgt. r -c Bei der ^ubestagiiation bllcb cS abtt'-'nicht; zwischen den Füßen des Gartbaldi schaut ernPfettefuß hervor, besten Träger die Jubensräge nur^tzenutzt, um zu einem andern Ziele zir gelangeNWm andere , und zwar egoistische ultraMontanel Kecke zu verfolgen. Deshalb stimme ich nicht zu ettcerE Verschiebung dieser Frage, ich halte es vielmehr.M^bie dringendste Pflicht des Großen Rathes, diese U8ge! heute schon zu erledigen, und für ein Unglück "tzes j ganzen Lande-,'wenn cS nicht geschieht. DedMeÜsch! auf jenem Pferdefüße hat sogenannte Volksversammlungen ln Lcuggern und auf dem Kaps gehalten, deren traurige Resultate ror uns liegen; nicht'die Judenfrage ist cS, die hierin die Hauptrolle Melt, sionellen Trennung, mit dem begraben geglaubte» Haß der Konfessionen entgegengähnt.' Der Träger hievon ist der Betschästler Schleuniger und CoMp. der Nämliche, der vor noch nicht tanger Zeit wegen des VerbrechekL des Meineidbestraft, für Nachlaß seiner Strafe die Gnade beS Großen NaiheS anstchle und sie erhielt. Herr Präsident, melne Herren, warten sie nur noch zu'und erledigen sie diese Angelegenheit, nicht' durch 'eine

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