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Der Israelit · 1862-07-02 · Heft 27 (2.7.1862) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 27 (2.7.1862)
Date
1862-07-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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210 Rücken gelegt und ihnen die Kehle! durchschnitten. Die jungen Männer tauchten ihre Finger in den Vlutstrom und bezeichn?en dar ii all n 5 n^ertt Stirne und Nasen. Darauf i am haZ Abh5ateu r nd Braten,? — das erstere in einem Trog,' das letztere in einem Loch in der Erde. Der Prinz und der größte Theil des Gefolges kehrten zn ihren Helten zurück, nur ein oder zwei Gentlemen blieoen die Nacht hindurch auf dem Berggipfel und sahen zu, wie am frühen Morgen die Samaritaner, wie zur Neise gegürtet und beschuht und mit Wenderstäben in der Hand, in Eile das Paffa-Mahl einnahmen." — Der Ursprung und die Eatwickelung der Secte der Samaritaner oder Chutiim wird schon in den biblischen Büchern erzählt. (U. B. d. Könige, c. 17, v. 24.) Nachdem der assyrische König Salmanasser das Reich Israel zerstört und die Israeliten in die Gefangenschaft fortgeführt hatte, brachte er heidnische Völker nach Schomron (Samaria) und zwar von Chuta, Iwa, Hamat und Sepharväjim. 'Kiesen führte später der assyrische König Sanherib, welchen das Buch Esra Asnavar nennt, (Esra c. 4, v. 10) und dessen Sohn Esar Hadon noch andere Völkerschaften zu. Sie alle verbanden und vermischten sich mit den zurückgebliebenen Israeliten. Als sie nun im Lande Israel wohnten und Gott nicht fürchteten, da sandte der Allmächtige Löwen wider sie/ welche viele von ihnen tödteten. A.uS Furcht vor den Löwen, bequemten sie sich däzü, von einem LSr. Priester, welchen ihnen der König von Assyrien sandte, zu lernen, wie sie Gott anbeten sollten. Daneben behielten sie ihre Nationalgötter bei, so daß sie Gott fürchteten und zugleich ihren Götzenbildern dienten. Ws die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrten und den heiligen Tempel in Jerusalem wiederauszubauen ansingen, wollten die Chutaer sich mit ihnen vereinigen; aber Sernbabel und die anderen Häupter erwehrten sich solcher Gemeinschaft: .Nicht euch und uns liegt es ob, ein Haus zu bauen unserm Gotte, sondern wir allein zoollen bauen dem Ewigen, unserem Gotte, wie es uns befohlen hat CyruS der König von Persien." Mit dieser Zeit waren die Chutäer die erbittersten Feinde der Juden. Sie suchten in jeder Weise den Bau des heiligen Tempel- und der heiligen Stadt zu verhindern, verleumdeten dle Zurückgekehrten bei den Königen von Persien, vielfach nicht ohne Erfolg; der Bau des Heiligthums ward durch sie gehemmt und. verzögert z-aber Gott nahm sich seines Volkes an. Die Juden wurden von Tag zu Tag kräftiger, mächtiger, die Samaritaner aber wurden immer schwacher, bis sie in der Gegenwart kaum noch der Beachtung werth erscheinen. Indessen baute» sie zur Zeit des NehemiaS einen Tempel auf dem Berge Gerisim. Einen Enkel des Hohenpriester» Eljüschib, der mit einer Tochter des Hymniken Sanb'allat vecheimjhet war und sich von dieser seiner heidnischen Frau nicht trennen wollte, vertrieb NehemiaS. Dieser richtete den Samaritanern ihren Tempel ein und ward der Hohepriester desselben. Der Tempel bestand bis zur Zeit Alexander de» Großen, also zwei bi- 300 Jahre. Die Geschichte der Zerstörung ihre» Tempel» wird im Talmud, Joma 69 o. erzählt:' " Der 25. Tag des Monats Tebeth heißt der Tag des Berges Gerisim; an ihm darf man nicht trauern, es ist ein Halbfeiertag. ES wollten nämlich die Chutäer Alexander von Makedonien veranlassen, das HauS unseres Gottes zu zerstöre« und hatten schon dessen Einwilligung erlangt. Da erhielt der Hohepriester Simon der Gereichte Kunde davon. Er hüllte sich in die priesterlichen Gewänder, die Vornehmsten Jerusalems begleitete» ihn; alle trugen sie Fackeln Ln ihre« Händen- Go zogen sie dem heranziehenden Könige die ganze Nacht hindurch entgegen; auch die Samaritaner zogen ihm von der andern Seite entgegen, bis der Tag anbrach. Als der Tag angebrochen war, fragte der König ßbe Chutäer, auf die Juden deutend, die er von ferne erblickte: „Wer sind diese da?" Jene antworteten: „„Es sind die Juden, die sich ander Dich empört haben."" Als sie aber nach AntipatriS gelangte» ging die Sonne auf und sie trafen stuf einander: Da erblickte Alexander Simon den Gerechten. Sofort stieg der König von seinem Wagen herab und bückte sich vor ihm. Staunend fragten ihn Heine Begleiter: „Sin so großer König soll sich vor drefe» Juden neigen?- Alexander öwer sprach: „„Da» Bild dieses ehrwürdigen Greiseschwebte mir bet allen meinen Siegen vor. — Warum seid ihr nur entgegengezogen?"" fragte er huldvoll die Juden.. „Großer König, entgegnete der Hohepriester, da» Haus, in welchem man betet für Dich und Dein» Negierung, daß sie nicht untergehe, wolle» Fremde Dich verleiten, daß Du es zerstörest." „„Von wen; redet ihr?"" — „Diese Chutäer sind*-, welche Per vor Dir stehen." — „Sie seien euch Übergeben." — Alsobald banden die Juden ihre Ankläger an de» Schweif ihrer Pferde, schleiften sie über Stock und Stein, bis sie kamen nach dem Berge Gerisim; sdort zerstörten sie den Tempel der Chutäer pflügte» den Platz, auf welchem er gestanden und befäete» ihn, gerade sowie Jene ehatten machen wolle» mit dem Hause unsres GotteS; den Tag aber, a» welchem diese wunderbare Rettung vor sich gegangen bestimmte man zu einem Festtage. — . Bon dieser Zeit an konnten sich die Samaritaner nicht wieder erboten. Sie greisen nicht allem nicht in die allgemeine Weltgeschichte ein, sonder» auch

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