Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 27 (2.7.1862)
- Date
- 1862-07-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Jahrgang ^^27. .'rk.-'.c ,,,, E in >!- ' di!y -..A' GersLVslorgan für das orthodoxe Zudentham. » : ^<-.r I . .... HerauSzkgebe» vo» --..r r-r Id». Lehman» in Main). 17 : r ' ) < . ..': .!?. rnl. Mainz, den 2. Juli 5622. (1862.) Diese Zeitung erscheint wLchrntlich einmal, Mittwochs, kn mindesten- 1 Bogen. Preis des Jahrgangs: fl. 2.30 kr. rh. Halbjährig fl. 1. 15 kr. rh. Vierteljährig 38 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Oeflerreichische Banknoten laut Tours. Diese Zeitung wird nur in Verbindung mit dem „JSr. Anzrigeblatte* abgegeben. Sollte direkte Franko» Zusendung unter Streifband gewünscht werden, so find an die itzpeditiou pro Jahrgang S Lhlr. p. E. oder - fl. 1kr. rh. oder K fl. sperr, franko «inzuseude». ... . Inhalt. Geltende Artikel: Die Samaritaner, «ine historisch« Skizze. — Die Zudenfraar vor dem hohen großen Rathe dr3 Kantons Aargau (Schweiz). — Ortbodox-isr. Bibelanstalt. — Bau Mischer Armen- und Pilgrrwohaungra in Jerusalem. geitungönachrichten und Csrrespoi»deoze»r Deutschland: Mainz. Mannheim. Inhalt des isr. AnzeigeblatteS. LeitungSnachrlchteu und Korrespondenzen: Deutschland: Lauphrim tWürtemdrrg). — Oeprrr. Kais erst aat: Wien. Wien. - Wien. Hermannstadt (Siebenbürgen). — Rußland: von der polnischen Grenz,. FeurUeton r Die Juden in Jtaiien. — Proben ans dem Werke WVV2 *V» Leitende Artikel. Di§ SsMSijilLN(is. (Line hipor. Skizze.) Eine vorzügliche Lehrerin ist die Geschichte; sie lehrt uns, daß unser heiliges Volk trotz aller Wechselfalle der Jahrhunderte seiner Bestimmung fortlebt; sie lehrt uns aber auch, daß alle Secten und sectenartigen Bestrebungen, die sich von ihm loslösen, hoffnungS- und zulunstslos zu Gründe gehen. Die älteste Wische (israelitische) Secte ist die der Samaritaner; noch existiren wenige Nachkommen derselben; die einst so Zahlreichen sind bis auf 106—200 Personen zusammengeschmolze«. Sie wohnen in Nabln - (NeapoüS, Neustadt, im Gegensätze rur alten Stadt Sichem) und bringen, seitdem im Parrfer Frieden 1836 alle» Unterthanen der Pforte freie Neligronsübung gestattet worden, alljährlich auf dem Berge Gerisim das P eßachopfer dar. Dieser Feierlichkeit wohnte unlängst der Prinz von Wales bei. Ueber me Reise desselben wird der „Times* u. A. berichtet: Der Prinz verließ mit seinem Gefolge die Stadt Jerusalem am Donnerstag den 10. April um 3 Uhr Nachmittag-, lagerte in Bethel und reiste den folgenden Tag über Shiloh nach Nablus, wo er am Vorabend dcS sama- Manischen Paffa-FesteS ankam. Am Morgen wurde der JakobSbrunnen besucht, am Abend erstieg die ganze Gesellschaft den Berg Gerizim und wohnte dort dieser alten Feierlichkeit, welche die einzige directe Überlieferung deS altjüdischen Paffa-FrftrL ist, bei. Die samaritanische Gemeinde war aus einer nicht weit vom Gipfel liegenden Terrasse versammelt. Ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang fingen die Gebete an, und man sah sechs Schaafe von weißgekleideten jungen Leuten herbeisühcen. Als die Sonne hinter dem westlichen Bergrücken niederging, stimmten die jungen Leute plötzlich einen wilden Gesang an, zogen ihre langen, hellgeschliffenen Messer und schwangen sie in der Lust. Im Nu waren die Schaafe auf den