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Der Israelit · 1862-06-18 · Heft 25 (18.6.1862) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 25 (18.6.1862)
Date
1862-06-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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etn inspirirker Bekonjer-Wald-Eorrespondent, der sowohl Herrn M. F. wie Herrn Rabbiner S. aus P. mit den schändlichsten Beschuldigungen mit den ordinärsten Jnvektiven begeifert. Ein um das anderem«! wird der orthodoxe Jude in dem Fabrikanten und ' der Fabrikant in dem Orthodoxen verhöhnt, und j beides in der arrogantesten lächerlichsten Weise. Wie konnte der gute (?) Bokonjer auch nur einen Augenblick sich einbilden, uns zu bereden, daß gerade H. M. F. der in seiner Jugend ein 2'dri des vnri 1SW später ein p.12'2 des p'pn PX2.1 2->n O'vrw ist, der seit 40 Jahren, alle hervorragenden Rabbinen und Gelehrten der verschiedensten Richtungen in Ungarn kennt und von ihnen gekannt und geachtet wird; der in seiner zuständigen Gemeinde, so oft an der Spitze ihrer Kultus- und Schulverwaltung gestanden und in der jedesmaligen Epoche seiner Verwal tung viele segensreiche Spuren seiner wackern Bestrebungen zurückließ; dessen Nath in den allgemeinen jüdisch-religiösen Angelegenheiten oft eingeholt und stets von allen achtbaren Männern jeder Richtung sich die ehrenvollste Würdigung ersr^uete dieser intelligente .i-m p, dieser gerad'e, sollte „an dem wirklich frommen Rabbiner, der nicht nur orthodox scheint, sondern es auch ist, zu tadeln haben." Der intelligente Mann, der seit 30 Jahren, wie vielleicht kein einziger Jude mehr in Ungarn sich rn den höheren Kreisen der Magnaten mit Würde und Anstand bewegt; der die Ehre hatte mit vielen gekrönten Häuptern zu sprechen, dem ein Graf v. Karoly voriges Jahr sein Palais in Pest zu einer permanenten Ausstellung seiner Erzeugnisse gastlich aufthat, und dessen Porzellanniederlage, das Stelldichein aller hoher anwesenden Magnaten und Volksvertreter in Pest während der Landtags-Saison, ward, der die höchsten Spitzen des stolzen ungarischen Adels, Grafen Fürsten und Bischöfe in seiner Fabrik empfing, dieser gerade sollte, weil er ein orthodoxer Jude „das Privilegium auf Insubordination und Anstandsmangel mißbrauchen?" Herr M. F. von dem es in ganz Ungarn bekannt ist, mit welchen Geldopsern, mit welchem dahingebendem hohem Sinne er Jahre lang gekämpft, sein Etablissement zu einer europäischen Berühmtheit zu erheben, ^nnd gerade dieser sollte der blitzdumme, beschränkte' „Geld- und himmelstrunkene Klient" sein. Der Mann, der sich die Würdigung und Auer-' kennung vieler gekrönten Herrscher in Europas er freuet, im Besitze det erste» bürgerlichen Auszüchnungen seiües Monarchen, jder höchsten Preise der Kultur und höheren Industrie im Wettkampf der Welk- ' auSstellungen in London, Parirc. rc., errungen,' aus- ' ' gezeichnet durch ein freundliches, feine Bestrebungen höchst würdigendes Schreiben Alexanders voU Humboldt, protegirt von dem kunstsinnigen Ad^ in Ungarn und der höchsten Aristokratie in Oesterreich, von welchen ich nur den verstorbene» StaatLminister Fürst Metternich nenne/ dieser Mann der in direkter Correspondenz mit den meisten gesandten ausländischer Machte in Men steht, dieser gerade sollte nicht etwa „gegen Ketzerei und für Frömmigkeit sondern gegen den Anstand und für die Unkulturbestrebt sein —das, mein lieber Mann an dem Bekonjer-Wald — ist nicht wahr, — Daß sich eine solche derbe und wie wir sehe» lügenhafte Feder gefunden hals, die solche Verleumdungen und Dummheiten dem lesenden PubliKmt auftischen will, kann uns nicht befremden, dar über die löbliche Rebaction der „Neuzeit" einem solche» Geschwatze ihre Spalten geöffnet, daß sie sich mit dieser leidigen pomp mis-Kornpetenz-Angelegenheik mit so büsenhafter, geschwätziger Bereitwilligkeit beschäftiget, muß uns höchlich wundern. Wir sind nicht so unbescheiden in unser» Anforderung^ von der Redaktion dieses jüdischen Organs zu verlangen, daß sie sich über das Vorhandensein der von ihrer Cor-' respondenten zitirten Paragraphen im Schulchan-Äruist Kenntniß verschaffe, — das ist ein längst überwundener Standpunkt. Aber die jüdische Publizistik in Oesterreich, die es sich zur Aufgabe macht, wo irgend wo in einem Winkel des weiten Reicheein jüdischer Corpora! niest und ein Feldwebel freundlich „zur Genesung" wünscht, dies hochwichtige Ereignitz sogleich rrä n.Nnrn zu nehmen, sollte doch auch den Inhaber der einzigen, sage einzigen Porzellan-Fabrik in Nngam, wenn er auch zufällig ein Jude ist, kennen» Die löbliche Redaktion der „Neuzeit" in der Metropole de- R eich es sollte doch bei ihrer journalistischen Allwissenheit, am 25. April wissen „daß in der Beilage der Wiener Zeitung vom!0 April erzählt wird, daß Seine Majestät der Kaiser rn Begleitung seiner k. Hoheit des Grokkerwgs von Äskana am 12. die

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