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Der Israelit · 1862-06-18 · Heft 25 (18.6.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 25 (18.6.1862)
Date
1862-06-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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196 74 Sgr.; '-.-^.2 und sonstige Gaben von dort 26 Sgr.; zusammen Tblr; abz. Porto 4 fl 51 kr. (Die Redaction erlaubt nch in Bezug auf Obiges darauf aufmerksam zu machen, daß ''PL'.-. und sonstige Gaben, die in der Regel zur d rekten Vertheilung an die Armen des h. L. bestimmt sind, ihrer bisherigen Bestimmung nicht entzogen werden dürfen.) Ungenannter in Ederheim 2 fl. ZeiMiwMllchrichltN und CorrrjpondrnM. ' V '' ' Deutsch and. Karlsrhe. 1. Juni. In würdigster Weise schli ßt sich der von Hofrath Prof. Adolph Schmidt erstattete Bericht über die Vorlage betreffend die volle bürgerliche Gleichstellung der Juden, an die Abfichten der Regierung und an die von der zweiten Kammer betbätigten Anschauungen. Der Berichterstatter geht von dem Gedanken aus, daß die Zurücksetzung drr Juden bisher ganz vorzugsweise aus Gründen der Religionsverschicdenheit stattgesunden habe und daß neben diesem Hauptgründe die Momente der verschiedenen Nationalitäten und der verschiedenen Lebensrichtung weit in den Hintergrund treten. Der orthodoxe christliche Staat des Mittelalters sah in dem Juden nur den Ketzer und vergaß den Menschen. Der moderne Staat dagegen kann einen Menschen von dem Gleichgenusie des Rechts seiner religiösen Ueberzeugung wegen, so wenig zurückweisen, als er ihn seiner Haut wegen „zur Sache- („servus 63t res") dkgradiren kan». Christlich ist der heutige Staat nur, soferne seine Einrichtungen unter dem Geiste des Christenthums gebildet, von ihm durchdrungen find und insoferne er der christlichen Religion besonderen Schutz und vorzugsweise Anerkennung angedeihen laßt. In rechtlicher Beziehung ist der moderne Staat confesfionSloS. Baden hat dieß anerkannt durch das Gesetz von 1860 über die rechtliche Stellung der Kirchen; die volle bürgerliche Gleichstellung der Juden ist nur eine Folgerung davon. Großherzog Friedrich wird vollenden, was Karl Friedrich begann. Ein CommissionSnütgiied wird bezüglich des AllmendgenusseS die Sanderansicht begründen, oaß die Gewährung dieses Rechtes an die Israeliten (ähnlich wie 1831 an die früheren Hintersassen) dem historisch-rechtlichen Begriffe des Allmendeigenthums widerspreche. Karlsruhe, 3. Juni. Die heutige Sitzung der ersten Kammer war eine nicht minder bewegte als die der zweiten. Gegen das Emancipationsgesetz machte sich principiell die Anficht des Herrn von Türkheim, unterstützt von Graf Kageneck, geltend, der dem Gesetze vorerst die Zustimmung nicht ertheilen und die Ergebnisse der neuen GewerbS- und Niederlaffungsprincipien abwarten will. Mm will nicht, wie ein Redner sagt, „Wohlthaten auf Kosten anderer Leute austheilen.* Gegen den Eintritt in den Allmendgennß hatte Herr v. Stotzingen ein besonderes Separatvotum ausgearbeitet. Indessen siegten auch in diesem Hause die Anschauungen der Regierungsvorlage und des von Hofrath Schmidt erstatteten Commissionsberichtes. Der Antrag des Herrn v. Türkheim fand nur die Unterstützung des Grafen Kageneck; gegen den Eintritt in den Allmendgenuß (nach zehnjähriger UebergangSfrist) stimmte» außer den genannten Herren noch Herr v. Stotzingen und Geh. Rath Fromherz, gegen das ganze Gesetz die Herren von Türkheim, v. Stotzingen und Graf Kageneck. Mainz, 3. Juni. Unser Mitbürger und Gemeinderath, Herr Leopold Goldschmidt, (Nraelit) hat der Stadt Mainz eine Schenkung von 35,000 fl. gemacht, deren Zinsen im Bettage von 1000 Thlr? alljährlich unter die hiesigen, einer Zulage am meisten bedürftigen Lehrer aller Eoufesfisne» vertheilt werden sollen. (Mainz. Ztg.) Oesterreichischer Kaiserstaat. Aus Ostungar», im Juni. Ein bekannter talmudischer Spruch lautet: irinp'rn' ipvd wvr» Gewisse hierländische Zettungskorresponbenten, solche selbst, die nichts weniger als aus talmudischem Boden stehen, haben diesen praktischer, Rath vollkommen beherziget. So oft einen dieser ichreibseligen Herrchen die Lust anwandelt, daungarisch-jüdische Volksschulwesen oder die humane Bereitwilligkeit der Magyaren zur Emancipirung ihrer israel. Mitbürger so

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