Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 25 (18.6.1862)
- Date
- 1862-06-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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lös neuen religiösen Erkenntniß ab; also je mehr wir unsere Kleinen an dem Born der Erkenntniß trirken laffen, desto mehr werden wir ein kräftiges, andauerndes inneres religiöses Leben schaffen, das allein unserem Gottesdienst seine Erhabenheit für die Zukunft zu bewahren vermag. 2".i N212, .1212. Na chbemerkung der Redaktion: Wirhaben j noch einige Worte über den, vom geehrten Herrn Einsender besprochenen sogen Chor hinzuzufügen. , Bereits im Jahre 1831 wurde in Mainz von einem j der modernen Richtung ungehörigen Vorstände Chor- ' .gesang eingeführt; als wir im Jahre 1856 unser,! aus unfern eigenen Mitteln erbautes Gotteshaus ein weihten, dursten wir den Chor nicht emendiren, ohne - uns der Gefahr auszusetzen, viele Gemüther unserm Gottesdienste und damit der heiligen Sache des Zu; denthums zu entfremden. Unsere Schwester-Religions-! gesellschaft in Frankfurt a. M. befand sich in derselben Lage und ging uns darin, wie in vielen andern Dingen, mit ihrem Beispiele voran. Wir sorgten jedoch dafür, daß der Chorgesang auf ein Minimum beschränkt wurde und in der That mehr das in ästhetischer Weile geregelte, alte Institut von Chasan und Meschorerim ist. Es wird vom Chore nichts gesungen alö Lecha Dodi, die Gesangesstücken beim Herausnehmen und Zurüöstellen der Thora, Hodu und un Hallelgebete, und Jigdal an de» Festabenden. Literarischer Bericht. O'ven '2.2 Metrische Uebersetzungen aus Bibel und Gebetbuch. Frankfurt a. M. 1862. In Commission bei I. Kauffmann. In unserer Zeit, in welcher die schöpferische Kraft des Geistes ihre mächtigen Schwingen entfallet, und die kalte Vernunft, eine weite, unbestrittene Herrschaft ausübt, bleibt leicht von der großen Menge unbeachtet und unbemerkt das reichere Leben und der edlere Schatz, so ein frommes und reines Gemüth in sich schließt. Vor den großen Schöpfungen des menschlichen Geistes stehen wir erstaunt, geblendet, — die zarten Blüthen eines stillen Seelenlebens ziehen uns nur vorübergehend an; jene dürfen auf allseitige Förderung und Aufmunterung zahlen; diesem wird höchstens nur ein flüchtiger Beifall, eine allerdings kaum verlangte Anerkennung zu Theil. Aber es gibt auch noch Wesen, welche, unbeirrt von den Strö! mungen der Zeit, das kostbare Gut eines frommen! GemütheS nach seinem wahren und inner» Werthe , zu würdigen wissen, und in ihm den treuen Spiegel ' des eigenen Lebens und StrebenS, den Abglanz der Wahrheit und Liebe, des kindlichen Glaubens und der frommen Sitte erblicken. Sie werden auch die Gaben dankbar hinnehmen, deren Wurzel ein gläu- . biges Herz, deren Frucht reine Liebe ist, und in deren heiligem Ursprung gleichgesinnte Geister sich sympathisirend begegnen. - 7, Das Merkchen, welches wir hier dem Publikum vorführen, ist das Erzeugniß einesolchen srommep Gemüthes. In den geweihten Stunden einer stillt« Muße, in der Zurückgezogenheit von dem kanten Geräusche des Le> enS hat der Verfasser, ein edler, leider zu früh dahingeschiedener Jüngling, seine schönste Erholung, seinen höchsten Genuß in der Uebersetzung unserer an poetischem Ergüsse so überaus reicher, biblischer und nachbiblischcr Literatur gesunden, und waren solche nie für die Ocffentlichkeit bestimmt. Die Hinterbliebenen, welche hierdurch das Andenken einer frommen, theucrn Seele ehren wollten, und von der gewiß richtigen Voraussetzung ausgingen, den Freunden hebräischer Poesie, denen die Ursprache, worin sie geschrieben, weniger geläufig ist, eine willkommene Gabe zu kietcn, haben sich entschlossen, die>e löblichen Dichtungen einem.größeren Publikum durch Vervielfältigung zugänglich zu machen, und den durch den Buchhandel erzielten Erlös dem „Ban jüdischer Armen- und PUgerwohaur.g.n in Jerusalem« znzuwenden. Das W^rkchen zerfällt in 4 Abteilungen; nämlich: 1) Tnir,; 2) rnivsn; 3) 2'i>nn; 4) 2NN2 NÄM Einsender gibt aus jeder Abtheilung eine Probe, um dem Leser einen Einblick in den Geist der Dichtungen zu gestatten. Er hält sich überzeugt, jeder Gebildete wird sie mit Befriedigung durchlefen, und das Andenken dessen segnen, der auf freundlichen Wegen uns zurückführt an die älteste und unversiegbare Quelle alles Wissens und aller Cultur. — t. .Grtkoäsrür. MdelrryMtt Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: vr. S. Wormser, Bezirksrabbiner in Weilburg (Nassau) 52j kr. Durch Rabbiner M. Berlinger in Braunsbach gesammelt 39 st. Gesamt, tsumme 7221 st. 41j kr. * Mrr Micher Armen- und WgtrloodnunM m JeriilLltm. I)r. S. Wormser, Bezirksrabbiuer in LHeilburg (Nassau)! 52j kr. Durch S. Cohen, Lehrer in Borken:) beim Ausruf zur Thora 1 Thlr. 14 Sgr.; Sal. Jonas in Schermbeck,?^ Sgr.; Ungenannter 5 Sgr.; H. Lö menstein in Gemen