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Der Israelit · 1862-06-03 · Heft 23 (3.6.1862) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 23 (3.6.1862)
Date
1862-06-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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evLfsWdetky Gemüther wieder zurückführen werde. — Möge mau doch endlich sich die Ueberzeugung zu eigen Machest, daß eS sticht de/e äußere Glanz des Gottesdienstes, unh picht das Jmportixeu fremder Institutionen ist, dze den Abgesallenen und Indifferenten, die wahr- Weihe der Religion, die sie verloren haben, erthelle. Per Netz der Neuheit mag wohl anfänglich, wie p)ir etz in Berlin, zu Frankfurt vnd au anderen Orten gesehen, die Magen herbeilocken, halb dMe ahep die pene «Synagoge tr-tz Orgel, Choräle und dMWx Gebete perödet dastehen. Nur das Leben nqch tzem Gesetze, die wahrhafte Feier dyr Sqbb-te;Upd Festtage stich die Momente, -hie daerhobene GeyrstH zu .einem neuest xeligiösen Wen erwecken Lösest. L. Öesterreichisch-r Kais^rpaat. Wien, 22. Mai. Der Gemeinderach von Lemberg hatte bekanntlich kürzlich eipe Petition .an dgs Ministerium beschlossen. Ln der dasselbe ersucht rvereen sollte, für eiue gesonderte Abstellung des LsraeMschen stnd dechristlichen Recruten-CosttingenteZ Sorge zu fragen, «eil sonst .die christliche Bevölkerung immer viel stärker herangezogen werde. Nach ryhiger Ueberlegung hpöen die Stadtverordneten jetzt auf den Antrag des RejchSräthSabgeordueten Dr. ZiemialkovSky die Mendung jeM Bittschrift fistirt und ein cmS Christen und Juden zusammengesetztes Comitö gebildet, welches die Stärke der beiderseitigen Conttngeznte im Wege der freiwilligen Vereinbarung festsetzen soll. HVlxp, 24. Mai. Aus Kronstadt wird unter dem 17. ,d. folgendes schone Beispiel confessiouellrr Toleranz gemeldet: „Die hiesige israelitische Gemeinde hat gestern Nachmittag die Weihe ihres neuen Tempel? begangen. Magistrat und Repräsentanz von Kronstadt hatten der israelitihhen^.Gemeinhe ln toleranter und pom Geiste der Menschenliebe beseelter Weise den Tempel zü.ihrem Gottesdienste übersaffep. Die Theilnahme -an.dtzser Tempelweihe voy Seüe her christlichen Vevölkerstng unserer /Stadt mar ein/ sehr große. Auch.Waren alle Mlüär- und Civilautorisüten, chic protestantische Gejstlichkeit, die Kommunität rc^ dahri .vertreten. Hlrrß Mahrey. Wse jpPöhmen, so fangen^ cjechische Beamte nun auch in Mähre» an, de» .deutschen Einwanderern-, böhmisch concipirte Zustellungen zu schicken und Bescheide ist dieser Sprache hinauszugeben. Sa wird dem „M. C." auS dem Orte, wo der Spargel so ausgezeichnet gedeiht, berichtet; daß ein dortiger fayatisch-czechischer Beamte ritte« deÄsch-n Juden eine Vorladung in böhmischer Sprache zustellest ließ. Der Jude, welcher den Bescheid Nicht verstehen konnte, schrieb in Hebräischer Sprache dyrauf: »Wird nicht verstanden." Der Beamte ließ ganz entrüstet den Inden zu sich komme» «nd herrschte ihn an; »Was haben Sie da auf die Vorllüumg geschrieben? dar verstehe ich nicht.? — „Verzeihe» Sie Herr Wuyct, ich habe auch Ihre Zuschrift nicht verstanden. Und mein Geschreibsel heißt: Nicht verstanden." — Der Beamte sagte hierauf einfach:»- Sie können gehen." Der Jude machte eine ehrfurchtsvolle Reverenz und ging seiner Wege. ' .? Au- Ostullgarn, Ende Mai. In -er Voraussetzung, daß Ihnen die Details der am 27. und 28. v. M. in Pest stqttgehabten ersten nngartschi-raelitischen Landes - Lehrer - Konseretttz bereits zur Genüge bekannt,*) gestatte ich mir bloß meine unmaßgebliche» Bemerkungen betreffs zwei anderselben hervorgegangenen Beschlüsse hiemft hex Oeffentlichkeit zu übergeben. Durch die ganze Dauer der Konferenz dem Gange Her Debatten^mit vngetheilter Aufmerksamkeit folgend, kan» ich wohl nicht umhin, den löbl. Wer anerkennend heryorzuhebep, von dem die ganze Versammlung durchvibrirt Mw; so oft die Hebung und Kräftigung dehierländischen iKr VolkSschulweseuS zur Sprache gekommen, tzydye genügte dieser schöne Wer keineswegs, UM manchvon Seiten der geehrten Konferenzlejter gemachten Vorschläge mit männlicher Würde und Selbstständig keit zurückzuweisen. Poch, wir wollen, wie berMz Eingangs augedeutet, an diesem Orte npr zwei MW» al^ wichtige Punkte berühren: a) Die Einführung de- Ungarische al- Unter* richtSsyrache; d) Die Ernennung ein^S NedahtiostScymit-'st hg Hufs her Herausgabe.einer ungarischest BiLesübersetzung, zu dessen Präsidenten Herr .L-A aus Szeged in bestimmt/wurde. *) Wlr bitten dm geehrtm Lorrespi. dmte» u« «kae» do» kafllrttn Perichk.' - ' .

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