Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 19 (7.5.1862)
- Date
- 1862-05-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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149 läuterung wäre rem Luxus.*) Welche Unbestimmtheit und Confusion (sie!) in der Anwendung deS 1vip2, 1221-21.. . beiden Casuistenherrscht, gehr ans Sch. A. S. 55 hervor." Ich weiß nicht, wer dem Verfasser zu den Casuisten gehört, nur so viel weiß ich, daß diese Gesetzesstelle bereits in der Gern. Berachotb S. 6 (2>gl. -j'"i zur St.) steht; der Frechheit nun aber in Bezug auf die Confusion" kommt nur j die widerliche Arroganz gleich, die Worte der Schrift genauer als die 112^1.1 'Qvki inte^pretircn zu wollen, was nicht einmal Michael Äreizrnach, der doch gewiß nicht zu den Orthodoxen gehörte, für möglich hielt. Ich möchte nur wissen, wie diese hochmüthigen jüdischtheologischen Professoren, das dort unabweisliche Dilemma besser gelöst hatten. In ihrer Weise freilich, weil die so possierlichen Alexander durchschneid en, wo unsere unsterblichen Meister gelöst haben Der Leser möge diese Aufregung entschuldigen, sie ist bei solchen Bubenstreichen unvermeidlich.- Unmittelbar darauf soll der rr"o „der einige Fragen aufwirft" die Unhaltbarkeit dieses Grundes gefühlt und den Grund hinzugenommen haben, ^ri2i V*p2 ri'L'8 iMpv 'ZLv imx?r>'xn -,'2. -rv excerpirt hier nur r>iL.i^2 122, aber was braucht denn ein Rabb von ^12^1 und v"o zu wissen? Unser Reformator schreibt sich nur immer mehr und mehr in die Lächerlichkeit hinein, UNd will iN v'r22kib 121.1 iivv V'pr2 >'b.i rr"s v"2 die Berechtigung finden, auch seinerseits, (sehr bescheiden!) „nach den veränderten Zeitverhältnissen/ vv bw in der Nacht beten zu lassen.*?) Das Fremdartige dieser Gesellschaft wohl fühlend, entschlüpft er derselben sofort, und ist in einem Nu wider im Jahre 5621, wollte sagen 1861. „Dazu kommt noch, daß nach dem leiste der Thora in dem ivip2i 1222,2, i gar keine bestimmte Zeit liegt, sondern daß es mit dem ganzen Vers im Zusammenhänge nur sagen will, daß man zu jeder Zeit und wo mau sich auch befindet bievon sprechen soll." vier finden wir den Herrn O -3t. wieder da, wo wir ihn erwarten, und rechten I auch nicht mit ihm; höchstens mit seiner Jnterpre- - tation. (Schluß folgt.) Grjkoüor-isr. MdelLnstslt. Spenden zur Herstellung und VerbreUung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Ungenannter inB. 3 fl. 30 kr. Gesammlsumme 7155 fl. 2iz kr. *) Warum eS mit N'21P eine andere 'Bewandtniß habe, wrrven wir der Ordnung brr vorliegenden Arbeit folgend, weiter unten gründ.ich erläutern. *") Hierdurch hat derselbe sein DerbLltniß zn den Q'V2N vollständig ansgedrückt. Zur Mlcher Amen- und Wgttdwhmmgw » Jerulslem. Ungenannter in Mainz 1 fl.; Hermann Moritz daselbst beim Aufruf zur Thora 15 Sgr. — Durch Lehrer Bodenheimer in Gemminge« (Baden): erste Zahlung der beiden 211211 daselbst ri"ä"n) deS 10jährigen Beitrages L 2 Thlr. pr. c. zusammen 7 fl. — Durch B. Sturmann und H. I. Henfchke in Neumark in W. Pr.: In Folge de- Vorschlagaus Unterftanken in Nr. 30 d. Bl. v. I. als Ergebniß einer wöchentlichen Pfennigscollecte seit dem 1. Sept. v. I.: 6 Thaler 22 Sgr. 4 Pf.; ab). Porto 11 ff. 48 kr. (Diese Collecte nimmt den besten Fortgang; es wäre die Nachahmung sehr empfehlenswerth, ebenso wie die Entschließung der Vereine zur regelmäßigen Beisteuer). Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 26. April. Die Entscheidung der hohen badischen Kammer über die Emancipation der Israeliten hat in den Herzen derselben im ganzen deutschen Vaterlande die freudigsten Gefühle wach gerufen. Dankbar schlagen sie dem badischen Ministerium und dem wacker» Deputaten Häusser entgegen, dem Verfasser deS Commissionsberichts in dieser wichtigen Angelegenheit, der mit einer Klarheit und.Geistesschärfe das starke Material von der alten -almndischen Zeit bis auf de» heutigen Tag verarbeitete, die groß und unübertrefflich dastehen. Die Geschichte wird einst ihr ehrende- Urtheil darüber fällen. Die badische Kammer hat aber auch durch ihre Abstimmung bewiesen, daß fie edel und großherzig ist. (Fr. I.) Karlsruhe. 24. April. Nach Häusser'S Bericht über die bürgerliche Gleichstellung der Juden beträgt die Anzahl der Juden in Baden 24,099; im Seekreise sind zwei Drittel der ganzen Zahl von 166L in dem einzigen Orte Gailingen (975); da- Gailingen deS Oberrheinkreise» ist Schmieheim (566); Karlsruhe zählt unter 27,103 Einwohner» 1080 Jude».