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Der Israelit · 1862-05-07 · Heft 19 (7.5.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 19 (7.5.1862)
Date
1862-05-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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148 aus den 2"2 etwas näher eingehe^i. Es ist nämlich eine Meinungsverschiedenheit zwischen '"2 welcher -H'vLv unabhängig von ir>p2 > x und ,2"2 welcher es als in Verbindung damit nimmt, und zwar beruht diese Differenz auf eine Verschiedenheit der Leseart im in, ob nämlich '121 Z'xr'-2eder ^2pxo '2 (Vergl. zu x")2 daselbst. Das Ganze fällt aber natürlich hier dadurch zusammen, daß im vor liegenden Falle von 2>'2L2 gar keine Spur ist.*) Der Verfass.r beginnt nun, nachdem der Vernichtungskrieg gegen rmr.-2 glücklich (?) zu Ende geführt, seinen Schlachtplan gegen.27'?r>i auszuführcn. Als Tirailleurs werden die billigen und höchst abgedroschenen Redensarten von Mang st an gehöriger Andacht, von Hinderniffen, wodurch das Gebet von manchen Religiöseil zuweilen entweder ganz unterlassen (dies ist ein Widerspruch, denn wer .2^.21 außer im Einklänge mit de» p"v unterlassen zu dürfen vermeint, gehört eben «icht zu den Religiösen) oder nur oberflächlich verrichtet wird. Nun, das sind eben Lockspeisen, dis zu» Metier gehören. Natürlich gestattet 'der Herr Rabbiner auch nd'sm deS Nachts zu verrichten, ^ber (wohlverstanden!) in gehöriger Ruhe, Sammlü»g und Andacht." Wir constatiren hiebei; die Wahrheitsliebe unseres Herrn Autors, die ihm das GeHLsdniß abnöthigt, daß die folgenden Deduktionen sich »unt allen casui stischeu Vorschriften nicht ganz i» Cnklang bringen lassen möchten." »Aber, wir habe» da manche An näherungspunkte, die die Rabb. seläK uns darbieten,' meint der Herr Rabb., »und dir »sch ihrem Geiste für unsere Zeit und unsere veräußerten Verhältnisse ausreichen dürften," meint der Herr Rabbiner. Auf diesem Terra-n sehen wir Herr» O^-Ät. I. Kahn gern, und wir rechten gar nicht mit ihm; »ur solle er uns die v'NVX2 zufrieden lasse». Oberster RechLStitel ist dem H-rrn Rabb. das aLer WeltS Steckenpferd, mit dem eigentlich alles gebracht werden kann, das mißverstände '.2b nwp!? 2p.**) Der gelehrte Herr *) Ja einer Not« redet uns der Boeß-K« noch ein, daß die Kasuisten, welche nicht mit dem f^2S Hi »bereinstimmen, nicht behaupten, daß man di, 21222 vor siebt sprechen dürfe, sondern es nur für geeignet hielten, später zu thun. In der That aber behaupten dieselben dack Erstere ganz bedeutend, und zwar auf Grun'o der ausdrückliche» Bestimmung der X2"22 Meuachoth 3ü n» . **) Anm.r Lergl. MVV Lade U»sch»ch: NIVpd 2P '.17 2WP7 Np IMIN 12L.2 2221X ^2 -Z2212 ,2V.2. Dieser Leseart (ohne daß ln der Mischnah zur «e» befindliche kann man wohl auch di« «ndeutnng sein taffen, daß der Berechtigung des N1VP7 Np wirklich eine Gefahr «ln 12S.2 12212 vorausaegangeu sei» muß, «n» nicht diese Gefahr eien erst umgekehrt aude» vorasSAWmrgeae» »ermrlatlichea '>1? N1VP? Np entstehen dürfe; «i uou » vero 0 Ksa« trovnto. Verfasser ist leider so mißgünstig, uns nur einige seiner casuistischen Nachweisu-rgen" zu offeriren; da er jedoch die geehrten und gelehrten Colleges" bittet^ solche zu prüfen, und zu vervollständigen, so will ich, vorausgesetzt, daß derselbe in seiner Herablassung auch mich collegialisch eingeladen hat, wenn ich auch letzteres zu thun nicht in Stande bin" doch erstereS nach meinen schwache» Kräften zu leisten versuchen. Er behauptet, daß bei p2w der l'ermiuu» » tjuo ^»2.1 rix .2x-»'^2 in der Mrschnah angegeben sei. Dies ist nicht richtig, nicht in der Mischnah sondern in der X2"22. Derselbe wundert sich, warum »icht genau bestimmt, daß man früher betend, die Pflicht nicht erfüllt habe. Darüber kann sich nur eia Solcher wundern, dessen Belesenheit grZßtentheilim 2"2 höchstens im 22 bestht. '2*2 gebe» ihm die schlagendste Antwort, daß man nämlich in der That zuweilen auch früher die Pflicht erfüllt hat. Es wird nämlich dort nachgewiesen, drß es zwei Momente für den Anfang nämlich 222m 212p und '12: 2X2'V2 und zwei für das Ende nämlich 222.2 und cnpS'a und zwar 1 und 4 und 2 und 3 einander entsprechend, gibt (Vgl. auch Dkoss. g. Stelle. Schlagwort s'pb)! — »Es bleibt immer auffallend, daß oie Camisten.... hier bei dem wichtigen P2A so karg stad." Kein wahres Wort daran, weiß ja der rüdeste Anfänger, daß wenn, wie hier, im Sch. A. steht, man habe 22p'22 nach .2"p seine Pflicht erfüllt, unmittelbar daraus folgt, daß dies vor .2"p nicht der Füll ist. »Diese Kargheit veranlaßt unser» Kritiker zu der Annahme, daß di? Casuisten selbst darüber in Zweifel wären." kisurn teneatis Lvaroi! jetzt kommt das eigentliche Knallbonbon: so gut meint der Herr Rabbiner, wie p'ln.2''2 die Minorität rückstchtlich des Isiiüirnrs sck ^nonr berückichtigt, können wir ja auch die Minorität, welche derenvor Tag aufgestanden, berücksichtigen; also nur flugs mitten in rabenschwarzer Nacht gebetet und auf- und adgesattelt. Punktum. Der Herr PräkptoR möge mir nur eine Frage gestatte». Ich habe einmal in einem Buche so etwas von »ib'bi 02p.22 n»üm gelesen, und in einem Andern so Etwas wiex22x red .222'üb xbx .2b'b. Es muß also auch in frührer Zeit, obgleich es noch nicht so viel »häufig Reifende, Handwerker, besonders Bäcker und viele Israeliten auf dem Lande gegeben, dennoch eine ganz artige Minorität existirt haben, die auch ein nächtliche- M 22'p hatten. Und warum find die Eafmtze», »die doch sonst in ihren, auch deu geringsten Bo.schriften, Alles bis LnS Kleckste detailliren," bis Dato nicht auf diesen gescheiten Einfall gekommen? Die Antwort aber ist sehr leicht zu geben. Dieser ganze Einfall ist pures Gaukelspiel: zu dem 22*p psr gehört vor Allem, daß es wirklich Lag ist; jede fernere He-

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