Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 18 (30.4.1862)
- Date
- 1862-04-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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142 ausschließlich des Nachts zu legen was, wenn, wie fast Alle annchir.en, die angeführte r<n"i2 die Basis l .1^ hat gerade zu gegen dieselbe (x2'N2i i;^2r) ist; aber selbst nach dem vereinzelten - vis n.i auch nicht im Entferntesten gestattet ist,! denn i'^-s.i müssen jedenfalls bei Tage gelegt werden.! Wollen die Reformer uns ein neues Jndenthum ani empfehlen, so sollen sie es wenigstens mit offenem Visir thun und keine lammfromme Maske annehmen. Es steht daher unwandelbar fest, daß so lange nicht eine der Besorgnisse;?i2X' oder p»i27>^> i»i' ^12 iv stattsindet, was, wie gesagt, heutzutage bei unseren Communanicationsmitteln sehr selten der Fall ist, auch kein nächtliches p-'S»i-Legen selbst ohne .1212 gestattet ist, und wer solches erlaubt, thut einen imii iD'x; denn i'i,2 prn i2?-.i. Der pfiffige Verfasser will zwar der Quelle, das Motiv der Vermei düng „eines die hcrabwürdigendcn Aussehens" insinuiren, was ihm als n,ii.i vx .121x2 zur reforwatorischen Cousiquenz, da eS ebenfalls sehr genirt und auffallend erscheint, in den im Postwagen rc. zu verweilen, so rc", eine sehr erwünschte Veranlassung gibt. Das ist aber Alles Lug und Trug. Don. einen» Aufi'ehenerregen rc. re. ist!in den Quellen gar keine Spur zu finden; und kann schon deßhalb nicht zu finden sein, weil unsere Altvordern noch nicht so unglücklich waren, sich der nm2 zu schämen. — Literarische Mittel., wie das vorliegende, muß aber jeder ehrliche Mensch Heuchelei und Verdrehung nennen. Zur Lösung des 2. Bedürfnisses, daß pv'si und zwei ganz unabhängige religiöse Verpflichtungen seien, cilirt zwar der Verfasser den bequemen 2v>.i iro; jedoch citirt er ihn nur, so weit er ihm dient, und bricht in der Dritte ab, wo derselbe das Gcgentheil von dem zu sagen ausängt, was der Verfasser gern von ihm wissen möchte. Er kopirt nämlich aus der in Schuchlan Aruch 58. 1, in 7/2 citirten Stelle des »72b, daß diejenigen, welche das zu spät lesin, weil sie noch auf r'-'sr-.i warten, sich irren. Ist denn aber zu spät und zu früh dasselbe? .-»'2 bemerkt ausdrücklich daselbst, daß dies nur dann der Fall sei, wenn die Zeit des dadurch zu Ende gehet; sonst aber müsse man auf die fH'en warten, dies steht ausdrücklich im Sch. A. 25, 4. und 37. 7. ohne irgend welche Meinungsdiffercnz. Vgl. ^i'rr zur betreffenden Stelle, wo ausdrücklich bemerkt wird, daß nach ''1 wenn die Verbindung der 1*5'en mit v"p möglich ist, ohne dieselbe mangelhafte Pflichterfüllung sei, wie dies auch besonders ausführlich eben derselbe v,2^> schreibt, und die Bemerkung hinzusügt rh, xip' rHi? s"2x nrön Leser, wie gefallen Dir diese Mittclchen l (Fortsetzung folgt.) Züll Mfchtr Armen- und VilgcrwsdnnWU in ' Itrulnlrm. ' i Durch Lehrer Jakob Salzer aus ErmerShausen: Philipp Salzer aus Sulzdorf 10 fl. B. B. Scheuer in Mainz bei Aufruf zur Thora 1 fl. 45 kr.; Ungenannter daselbst begleichen 18 kr. Zcirungsnachcichteil uüd Correspondenzev. Deutschland. Wcinßeim, im April. Die diesjährige öffentliche Prüfung an der hiesigen Lehr- und Erziehungsanstalt für isr. Knaben unter Leitung des Herrn vr. Plato, fand am 30. und 31. März, 1., 2. und 3. April d. I. statt. Die Anstalt, welche erst seit 14 Jahren, unter schwierigen Verhältnissen, gegründet wurde, umfaßte am Schluffe dieses Semesters 64 Schüler, welche je nach ihren Fähigkeiten in drei verschiedene Klassen und deren Unterabtheilnngen, cingetheilt sind. Das Nähere dieser Ei.rtheilung, sowie überhaupt die Untelrichtsge genstände, sind in der eigens zu diesem Zwecke herausgegebenen Einladungsfchrift, ausführlich angegeben. Die Prüfung der Zöglinge nahm die ersten 3 Tage in Anspruch, und fiel glänzend in allen Beziehungen, zur außerordentlichen Zufriedenheit der Eltern, Behörden und Lehrer aus. Von der Großherzoglichen Regierung wurden drei Prüfungscommiffionen ernannt, mit der Bestimmung, der Prüfung auf Staatskosten öeizuwohnen und über die Leistungen dieses Instituts, die zur Anwendung gebrachte Lehrmethode u. dgl. m., der höchsten Behörde des Landes amtlich Bericht zu erstatten. Bon diesen drei Prüfungskommissionen waren bei der Prüfung anwesend: Herr Oberkirchenrath Mühlhäpser, Herr Oberrath Altmann von Carlsruhe und Herr Conferenz- und Bezirksrabbiner Fürst von Heidelberg. Außer diesen Herren waren ein Theil der Elte? n der Zöglinge, sonstige Freunde der Anstalt, Herr Oberamtmann v. Trüffel, der Herr Stadtbürgerwelfter, Freiherr von Schwarzkoppea und nech viele christliche, jüdische, hiesige und auswärtige Notabilitäten bei der Prüfung anwesend, welche mit vielem Interesse und g oßer »