Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 17 (24.4.1862)
- Date
- 1862-04-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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185- Vortrag aus exegetisch-moralischen Büchertt niw 'Ivo Thorakenntruß von Neuem verbreitet wird* Er hinterließ keine Nachkommen. Seine gute« Werke verpflanzen den Namen de- Frommen auf die Nachwelt. — Strzelno. Schon seit längerer Zeit hat sich hier die Kunde verbreitet, der Herr Rabbiner Pollak sei von der jüdischen Gemeinde in Jnomraclaw gewählt, und werde bei seinem Umzuge dahin auch unsere Stadt berühren. Ist schon, jede Ausnahme eines Rabbiners in jüdischen Kreisen ein Ereigniß, dem man mit Spannung entgegen sieht und an dem auch die Mitglieder der benachbarten Gemeinden innigen. Antheil nehmen, so hat man die Nachricht von der endlichen Anstellung eines Rabbiners in Jnnowraclaw hier mit um so größerer Genuglhuung, ja mit freudigen Gefühlen ausgenommen. Denn wer kennt nicht die Zerwürfnisse, die im Schooße der dortigen Gemeinde wegen der Wahl eines Rabbiners herrschten; wer erinnert sich nicht der jahrelangen Kämpfe zwischen den Parteien, der orthodoxen und der freisinnigen : wer staunte nicht ob der großen Menge von Candidaten, welche, um die Vacanz sich bewerbend, hinkamen, Predigten hielten, nnv von allen denen war es bis jetzt Keinem gelungen, die Stelle zu erhalten. Der Eine war wegen seiner Freisinnigkeit von den Orthodoxen nicht für würdig gefunden, der Nachfolger des frommen, berühmten Rabbi Spiro zu sein; der Andere mißfiel den Freisinnigen, und so stand die große jüdische Gemeinde, mit der Pibel zu sprechen, die Mutter in Israel, jahrelang verwaist, von Parteien zwar nicht zerrissen, doch gelockert, das einigende Vaud, das Haupt der Gemeinde, der Seelsorger, der sie durch über zeugendes Wort und liebliche Rede versöhnen könnte, war nicht da. Daß sie durch einen solchen Zustand ein Muster den kleinen Gemeinden nicht sein konnte, ist leicht einzusehen, was um so schmerzlicher war, als sie ja sonst als Muster der Frömmigkeit und Eintracht leuchtete. Als es nun aber hieß, die-Gemeinde habe endlich einen Mann gefunden, der wegen seiner talmudischen Gelehrsamkeit und wissenschaftlichen Biioung den Ansprüchen beider Parteien genügt, daß diese sich ausgesöhat, geeinigt und diesen Herrn Rabbiner Pollak zu ihrem Seelsorger gewählt haben, sÄ berührte uns dies angenehm, und mit innerer Befriedigung sahen «ir.isie am 25. d. MtSU außer dem Gemeinde-Vorstands und dE Repräsea^ tanteN auch die Wortführer beider Parteien vöN Jnomraclaw hierher «ach Strzelno eiltet, - Nnt d«t' Herrn Rabbiner Pollak, der schon äm 24.' Abende mit seiner Familie hier anlangte, Mpfängech' mU ihm dinirten und ihn gleichsam im TMRphes-rickD- Jnomraclaw, seiner neue« Heimath führten^' - Referent bedauert, daß er, durch ÜmflÄM ÄN* hindert, dem Herrn Nabbiner seine Aufwartung ÜiHt machen und also nicht die Ehre häbenkönstte^fh«'' kennen zu lernen. Doch begleite« seine denselben, daß dessen Eingang glüÄichsei, daß"ü>ö ihm gelingest möge, eine dauernde Versöhstung ünteL^ drn Parteien zu gründen, daß seine Gaat'fruchÜarrE Boden finde, um echte Frömmigkeit und wahre' klärung über seine gastze Gemeinde ausbreiE ztj? können.*) ' . Oesterreich,sch er Ka iferstaat. Kreditsch, den 1. April. Mit Bebauet« «ad zu meinem größten Erstaunen ersah ich aus W E Ihres geschätzten Blattes, mit welchen 'vagenNtchAsagenden Gründen H. Isaak Wife, Rabbiner cmnati in Amerika gewillt ist^ die MederverehA' lichung einer von ihrem Manne sträflichercheise oM^ lassenen Frau, gleichsam snn» faxo« zu' gestatte^ weil sie bereits die staatliche Bewilligung hkezst'er^ halten hat. Gefertigter stimmt daher'mit Jhrestt^ Gutachten vollkommen Überein, daß' FraN Harris Silbermann aus Chicago, (so wie jede ändirt^ reA gionsgesetzlich verehelichte Fra«), sich nicht eher «ke^ derverehelichen darf, bevor sie nicht von ihteck! gatten Adolf Unger einen gehörigen.12^.121 n-w schricbenen vz nach Vorschrift überreicht erhalten" haß^ oder im Falle derselbe nicht mehr am LebensesN sollte, sein wirklich erfolgter Tod durch Zeuge» eoHt* statirt sein wird. Um so mehr finde ich mich absr veranlaßt im Interesse dieser unglücklichen Fra», die Anm. d. Red.: Indem wir uns drn Wünschest deR. Resercntm ans.liließm, gratullren wir zuglrick der lZemrhrd« Inen raclaw zu der Acquisition eines so würdigen Nabhlnen. wke, H. L. Pollak (bi5ber N.Sbmer ln Kremsie in Möhren),'der' unS cm theurer Freund und maliger StudicagenoKe