Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 17 (24.4.1862)
- Date
- 1862-04-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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134 strM für isr. Lehrer zn erweitern. Letzteren Wunsch hörten wir auch aus dem Munde des als gelehrten Pädagogen rühmlichst bekannten Gr. Oberstudienrath Herrn vr. Wagner, welcher sich über die Leistungen der Anstalt in rühmlichster Weise ausgesprochen hat. Möge ein so naheliegendes nnd allgemein gefühltes Bedürfnis nicht länger seiner Befriedigung entgegenharren. Hier fände sich sür mit Glücksgütern gesegnete Leute. ein fruchtbares Feld für eine Aussaat, wovon und j-y sicher zu erwarten waren, hier gilt sicher der Ausspruch unserer Weisen: . Ich bin mir der Zustimmung aller Betheiligten gewiß, wenn ich schließlich dem Direktor Herrn vr. Joel die wohlverdienteste Hochachtung Md Anerkennung für sein herzgewinnendes Wirken und Walten ausspreche. Seine Gebete sür das fernere Wachsen und Gedeihen der Anstatt, denen er in so warmer und: ergreifender Weife Ausdruck verlieh: möge sie der Allgütige erhören. Möge Er aber auch — das wgr das Aebet .aller Anwesenden??7- Hrn. Vr. Joi-l Wundheit und Zkrast verleihen, und das Glück, stets PYN sv: tüchtigen und würdigen . Männern, wie er sie jn den,, in schönster Harmonie mit einander wirkenden und verkehrenden Lehrern*) fand, in seinem Mühe- und dornenvollen Berufe unterstützt zu werden, ri') i K. c»:rl ,. - Aus Westphalen, Am 12. Adqr I verlor unsere Provinz eine ihrer herrlichsten Zierden, durch den zu Beverungen erfolgten Tod des Herrn Schafti DWW, dessen hohe Frömmigkeit und überaus edler Phsra^r eS verdirnm, in diesenBlättern, deren streng arthydoxen. Prinzipien gsmäß sein Leben war, Erwähnung. zu finden, und Einiges über ihn, wenn auch nur skizzenhaft — nicht sowohl als lobspendendeflRelrolog, sondenz nur als einen der Wahrheit Huldiger». Tribut zu berichten, r n . Gehpren zu Brakes von äußerst frommen Ettern, gerügte ih.n^ die bloße Befolgung der ReligionSpraxiL fljcht, und.er strebte von frühester Zugend, M eigZNM HerzenStyeLe yn-.'zy n-r-»' danach, sich e r L Unter dirfes »ruh mehrere sehr takentvylle P -r e u ß e uauch Thorakenntniß zu verschaffen, damit des Wissens Licht ihm auf den Weg der Pflichten, als voranleuchte. Glücklich schätzte er sich deßhalb, als es ihm bei seinem spätem Niederlaffen in Marburg möglich ward, bei dem bedeutenden Talmudistsn Itabbi Steeg daselbst, täglichen Privatunterricht darin zu erhalten, wo er eS denn, schon im Manucsalter stehend, durch angestrengte Aufmerksamkeit dahin brachte, in den meisten unserer moralisch religiösen Schriftwerke iwa '->so wohlbewandert zu sein, deren erhabenen Inhalt er auch fortwährend, sowohl durch eine gediegene Religiöfität als auch durch eine weithin berühmte Muuifieenim Wohlthun bethatigte. , Beides bekundete er auch späterhin, als er seinen Wohnort mit dem in Beverungen vertauschte, wo es sein Erstes war, der Gemeinde durch das splendide Geschenk von 1700 Thalern, den Bau einer herrlichen Synagoge zu ermöglichen, wobei er eS sich später noch ein Namhaftes kosten ließ, daß am Ea^ bat nicht daran gebaut werde. Aber auch in seinem Privatleben war er stets darauf bedacht, bei einem glühenden Eifer für die isr. Religion, auch Humanität und HerzenSgüte sonder Gleichen zu bewähren. Streng gegen sich selbst msp i'-rnv bis zum höchsten Rigorismus, war. er leutselig nutz liebreich belehrend gegen Andere, wenn diese auch einen andern religiösen Standpunkt als es der seinige war, kinnahmen, und mit Recht wandte unser greiser Oberrabbiner Sutro in Münster, der einige Worte des Trostes brieflich an die Wittwe richtete, das Epitheton auf ihn an Muno wro wo wn eines Chaßid, der keine Mizwa, keine der Pflichte» welche die heilige Thora uns vorschreibt, unerfüllt ließ. Gewiß, ein bei jetziger Zeit höchst seltene- Lob! Aber wahrlich nicht zuviel sür einen Mann, dessen ganzes Streben nur daraus gerichtet war, wie er seinem Herrn wohlgefällig fein könnte nn dessen Mildthatigkeit sich auch noch bi» über den Tod hinanerstreckte, indem er die wohtthätkgen Austatten unserer Provinz: Da- Waisenhaus in Paderborn, kM2«7 u. A. m. reichlich bedachte, und in seinem Wohnorte sogar noch Gorge dafür trug, daß durch einen, täglich u. für alle Zeiten stattfindeuden