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Der Israelit · 1862-04-09 · Heft 15-16 (9.4.1862) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 15-16 (9.4.1862)
Date
1862-04-09
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Bauplatzevon der Errichtung eines, besonder» Gebäudes für. .WirthschastSzwecke Abstand z» nehmen war, mußten alle .dahmgehörrgen Einrichtungen in da- Kellergeschoßverlegt werden. Dasselbe bildet daher den interessantesten und sehenSrverthesten Theil deS complicirten Mechanismus und Nieniand wird eS verlassen, ohne mit den gewaltigen Fortschritten menschlicher Erkenntnis und Fertigkeit zugleich jenen noblen WohlthätigkeitSsinn zu bewundern, welcher dieselben hier zum Heil armer Kranken und zu ihrer größer» Pflege und Bequemlichkeit in einer solchen Ausdehnung verwendet hat. Neben den großartigen Dampfmaschinen und Pumpwerken erregt in diesen durchweg gewölbten, Hellen und lustigen, mit breitem Corridor versehenen Kellern vor allem die Speiseküche die Aufmerksamkeit der Beschauenden. Sachverständige heben hier mit einstimmigem Beifall alle Einzelheiten in der Construction deS Koch- und BratofenS sowie des zur bpeisebereitung durch WasserdLmpfe hergerichteten Apparats hervor, während die Blicke der Laien besonders durch die schmucke und solide Außenseite der letzter» Einrich. tung, durch die saubere und bequeme Handhabung derselben und ihren schnell einleuchtenden Vortheil an gezogen und befriedigt werden. Dicht neben der Speiseküche befindet sich der zum Waschen bestimmte Raum. In der Wand, welche beide Piecen voneinander trennt, steht ein eisernes Reservoir, welches auS dem auf dem Boden befindlichen, von den eng liichen Wasserwerken gespeisten allgemeinen Reservoir der Anstalt mit kaltem Wasser gefüllt wird. Die Erwärmung! deletztem, das sowohl nach der Speiseals! »ach der Waschküche Abflüsse hat, geschieht mittels directer Zuleitung der Därupfe aus den Dampfkesseln, durch welche auch die Dampfkochapparate in Betrieb gesetzt werden. Die Reinigung der Wäsche, eine der wichtigsten, schwierigsten und mühevollsten Aufgabe jedes Krankenhauses, erfolgt gleichfalls unter Anwendung der Dämpfe, wie überhaupt zur Erleichterung und Beschleunigung dieser ganzen Operation alle daraus bezüglichen, neuerdings so vielfach verbesserten Erfindungen ihre zweckmäßigste Benutzung gesunden haben. Indem man nun aber alle bisse ökonomischen Einrichtungen in die untern Nänme eines Krankenhauses verlegte, mußte man dasselbe zugleich durch die solideste Construction der erstern sowie durch mannichfache andere Vorkehrungen gegen alle auS e;ner solchen Anordnung entstehenden Rachtherl? zn schützen suchen. So war eS z. B. wichtig, dar lästige Geräusch der Dampfmaschine von den durch die Kranken bewohnten Zimmern -fern zu halten. Es wurden daher zu diesem Zweck die außerhalb des Gebäudes zwischen den Risaliten liegenden Nänme benutzt, mit der Sohle des Geschosses gleichgelegt uud in gleicher Höhe mit demfelLeni-akfgemquüü sodann aber mittels eines eisernen, 'mit einernS» phattbeleg versehenen und durch Glasschetbett «nkeü brochenen Daches abgedeckk In dem einen dieser Raume befindet sich der Dampfkessel uNd .in deL Raume daneben, im Mittelrisalit, uuter Zdnmer»Z welche nur züm ärztlichem Gebrauch bestimmt, sindj stehen die zu den Dampfkesseln gehörenden PuuqseL Auf derartige humane und finnreiche Vorkehrungen zum Schutz der Kränke« und zur Fernhaltung schäkv licher Einflüsse ist überhaupt , in allen Thetle« und für alle Vorrichtungen de- HarrseS sorgfältig- Bei dacht genommen rvarden.t r än-i '-».. - .-»L Sin besondere- Interesse gewähre» ferner dis Apparate und NöhrenleÜuttgen zur Bewässern»» und Entwässerung der Anstalt sowie die daüm zusammenhängenden Watercloset- und Bads» einrich tun gen. Für Zuführung deausreichenden Wasserbedarfs ist durch einen aus dem Hofe be-i kindlichen Brunnenkessel nebst daz« gehöriger Dampfpumpe selbst in dem Fall gesorgt, daß die englische» Wasserwerke einmal den Dienst versagen sollten. Dtt Erwärmung des Wassers geschieht^ wie schon bst den Küchen angedeutet, durch Dämpfe aus den Dampft kesseln, welche wiederum zur Verhütung deS bei Vieset! Zuströmung entstehenden Geräusches mittel-eüie- Schlanggewindes durch ein aus dem Bode» steHend» Reservoir geführt werde», das sich aus dem gleichfalls hier befindlichen Hauptreservoir'-mit kalter» Wasser WK AuS diese» beiden Reservoirs gebe« NöhrenleitMrgen in die verschiedene» Etage» de» Hauses. Dadurch erhalten die Badezimmer' und Theeküchrn ihren Bedarf an warmem und kalte« Wasser, wahrend außerdem das letztere auch in dl» Wirthschastsräume, die einzelnen ElosetS und zu de» in den Krankenzimmern befindliche» Waschtisch end leitet wird. > 2 Bon den Kellern ans führen zwei in de» Seitenrisaliten befindliche Treppen bis auf den Hach? boden; auf ihnen kann man in alle obern Stockwerke gelangen, ohne die durch hohe Glasthüpenäbge? schlossen«» Corridore zu berühren. Die in der Mitte besindliche Treppe führt nur in das Erdgeschoß. Dse Einrichtung der Treppen ist für den Transport der Kranken berechnet; auch find dieselben zur Bequemlichkeit der letzter» mit Geländern, auch mit Oese« zur Befestigung von Fußteppichen versehen. Die Kranke n z i mmer sind von ^verschiedener Größe j! Aufnahme von Personen höhern Standemit bs- , sono^rnr Comfort ausgestattet. Doch lassen auch die/ ' für die anderweitigen Kranken bestimmten Räume, in keiner Weise etwas zu wünschen übrig. Pier große Zimme^ um welche sich die Wärtcrstuben und Thceküchen grnppiren, sind in jeder bfage vornehm-

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