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Der Israelit · 1862-04-09 · Heft 15-16 (9.4.1862) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 15-16 (9.4.1862)
Date
1862-04-09
Page
– (sequence 11)
Language
German
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H. Ordiirsteik Afl^ bümmä 11 fl. SS kr.; abz^ Porto 11 fl. 27 krs-Abr.-Soinl in Großlang:» heim, gesammelt bei einer bei Jacob Roscuthal in Wiesenbronn 3 fl. 30 kr.; von ihm selbst 21 kr.; zusammen 3 fl. 51 kr. Durch Th. Stern in Fulda gesammelt bei einer bei Löb Goldschmidt in Heubach bei Fulda 13 fl.; ad-. Porto 12 fl 51 kr. Durch Rabb. E. Psckard ia Randegg: Jft Guggenheim daselbst 2 fl. 20tr.; Frau Habetta Rothschild.daselbst 56 kr. (für n"r> in Jerusalem die beiden Gekannten 28 kr.); üuS der Sparbüchse von B. L. u. B. H. P. 1.6 kr.; zusammen 3 fl. 32 kr.; abz. Porto L fl. 8 kr.; vr. S. Eichenberg, Direktor des Drüssel'schen Handelsinstituts bei Marktdreit 3 fl. 30 kr. Durch Löb Forchheimer und Süsel Stern, Cultusvorsteher zu Heßdorf: In Folge einer Ansprache des Herrn Lehrer Goldbach daselbst: Löb Foftchheimer 1 fl. 45 kr.; Süsel Stern 1 fl. A0 kr.; David Weichselbaum 1 fl. 30 kr.; Hirsch Schild 1 fl.; Isaak Strauß 1 fl.; Joseph Weiersheimer 1 fl.; Moses Nordmann 1 fl.; H. ehrer Goldbach 36 kr.; dessen Sohn Moses Goldbach 6 kr.; B. H. Baumann 30 kr.; Sondel Stern 30 kr.; Joseph Schild 18 kr.; Männlein Schild 18 kr.; Baruch Samuel- Stern 18 kr.; Abraham Josel Stern jS kr'.; Simon Adler 18 kr.; Abraham Stern, Breiterhändler, 36 kr.; Moses Bamjberger 6 kr.; Baruch Josel Stern 30 kr; Hone Helle 1Ä kr.; Abraham Samuel Stern 12 kr^; Abraham WiUheimer in Adelsberg 12kr.; L. E. Oppenheimer aus Würzburg beim Aufruf zur Thora 18 kr.; zusammen 13 fl. 5i kr. Zeitungsnachrichten und Corrcspoiiücuzen. - > Deutschland. Frankfurt a. Main, 25. März. Mit dem gestrigen Abend schloß Herr Rabbiner Hirsch seine diesjährigen Wintervorlesungcn über den Pentateuch. ES sind dies keine Vorlesungen, welche mit pomphaften Phrasen und Lobanpreisungcn in den Zeitungen annoncirt werden, und denen bcizuwohnen zum „guten Ton" gehörte. Auch sind es nicht solche, wie sie etwa ein Professor vom Katheder herab vor Studenten hält, und worin er seine oft barocke Schulweisheit auskramt. Man denke sich ferner nicht darunter eine vage magere Erklärung der h. Schrift, die es sich so leicht als möglich macht, um möglichst viel abznwicktln, was man wohl schon daraus folgern kann, daß bcl zwei wöchentlichen Vorlesimgen innerhalb vollet vier Monate im Ganzen elf EaptteL behandelt wurdest- „Wie wenig!" wird Mancher spreche»^ aber wir entgegnen ihm : „Aber diese» Wenige ist gut, ist ausgezeichnet.» Denn vor Allem ist hervorzuheben die strenge Wissenschaftlichkeit, mit welcher der Herr Rabbiner zu Werve geht: jedes Wort wirb bis in die Urbedeutung zurückoerfslgt nnd mit ähnlich lautenden vergliche», so daß man erstaunen muß über die ungeheure Sprachenkunde nud de» philosophischen Forschergeist, welcher hierbei sich offenbart. Ohne dem Texte auch nur im entfernteste» Zwang anzuthnn, gelangen wir, vermittelst der äußerst, schärft sinnigen Deduktionen des Herrn Rabbiners nicht selten zu Überraschenden, von der gewöhnlichen Versio» abweichenden Resultaten. Das Verfahren ist nichts destoweniger so einfach und einleuchtend, daß. ma» sich oft sagen möchtet „Die Sache liegt so nahH und doch ist Niemand darauf verfallen.- Aber da» ist ja eben die vielgerühmte Originalität, die über» Haupt in allen Eeisteswerken dieses würdigen Mannes zu Tage tritt. Ein weiterer Vorzug, welcher, die Vorlesungen so beliebt macht, ist die sinnreiche - und zu gleicher Zeit einfache Erläuterung der M de» einzelnen Stellen gehörigen Midraschim. WaS ihnen endlich einen so hohen und mächtigen Reiz verleihet, besteht in dem Aufrollen der Geschicke und Geschichte unseres Volkes, „die an dem Leben der Erzväter ihr Prototyp hatten," in der das Herz und Gemüth innig ergreifenden Sprache, welche (natürlich am rechte» Orte!) mitunter von attischem Salze gewürzt ist. < Wird es, hei solchen Umständen, befremden, haß man mit Spannung dem Augenblicke entgegenharreh wo ein Anschlag au der Synagogenthüre die Eröffnung der Vorlesungen anzeigt? daß der Zuhörerrau» immer fast überfüllt ist? Männern und Jünglingen aus allen Ständen der „orthodoxen * jüdischen Ein-, wohnerschaft Frankfurts begegnet man hier, Neichen und Armen, Gebildeten und Leuten aus dem Volke. Niemand geht unbefriedigt weg, Ir er hat ctwa- NeueS gehört und gelernt. Möge es Herrn Rabbiner Hirsch noch viele, viele Jahre lay!g vergönnt fein, durch seine Vorlesungen, w-lche! tiefe wissenschaitlihe Forschung mit dem Geiste des positiven JudenthumS verbinden, belehrend und ermunternd zu wirken!

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