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Der Israelit · 1862-04-09 · Heft 15-16 (9.4.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 15-16 (9.4.1862)
Date
1862-04-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IIS rage ich empor und bin bedeutend an AuZdeh mng." Tie Spreu spricht: »Das Wichtigste bin ich, denn ich stehe hoch an der Spitze, und Alle: Blicke sind auf mich gerichtet." Die edle Frucht aber, das Meizenkorn ruht versteckt in dei Hülse und schweigt. Da kömmt die Ernte herbei; die Stoppel wird dem Fuße des Wanderers Preis gegeben, das Stroh dem Liehe untergestrcut, die Spreu verweht der Wind, aber das Korn wird eingeheimst und sorgfältig aufbewahrt. Wie das Weizcnkorn im Weizenfelde, also Israel unter den Heiden. IV. '2l) P1.12 1^5 '.12L"1 'Nlllll 1^82 '81V 'MIN. Wik kennen die Kraft der Thora; deßhalb wollen wir nicht weichen von dem Heiligen, gelobt sei Er, und von seiner L hre, wie es heißt: „nach Seinem Schatten trage ich Verlangen und will in ihm ruher^ und Seine Frucht ist süß meinem Gauniem." Sa lasset uns wohnen im Schatten des Allherrn und uns laben an Seiner Lehre Frucht! Gönez (Ungarn). Ja, es wird kommen die. Zeit, in der offenbar werden wird aller Welt der Heiden Thorheit und Israels Weisheit, Oiups np2 'n ipiv oi8 )2 ip2Z i"w8' die übertünchte Cioilisation der Heiden schwindet wie ein Hauch, und ihre Weisheit vermag die Prüfung nicht auszuhalten. Daher sind alle heidnischen Völker der Reihe nach verlören gegangen von der Erde, und die sich noch so stolz gebläht mit Reichthum, Macht, Kunst und Wissenschaft — sie sind nicht mehr. ^8iVi 8i.i )2.i121' '2 2pp' jHn .1)82 8> ivV ri82L '1 ,ri)m v2'§ nicht wie diese ist Jakobs Antheil, denn der Bildner des Alls ist Er, und Israel seines Erbtheils Stamm, der Ewige Zebaoth sein Name. In allem Streben, selbst in dem auf's Irdische gerichtetem^ ist das des Israeliten ein höheres. Sein Leben ist von Gottesgeboten durchzogen, die da die Sprossen sind der zum Himmel emporführenden Leiter. Im Bezug auf das Irdische heißt unser Volk 2pzn,.ader schon ist Gott sein Antheil der da ist sein Versorger ^2.1 irri'; doch ein Gottgeweihter Streiter ist Israel inbm V20 ^8ivi und Gott sein Hort und Hirt, der da ist der einzige und alleinige Herr aller Wesen und Kräfte rnrarr '1 iv«. Zu dieser hohen und erhabenen Bestimmung hat uns die Erlösung aus Mizrajim geführt, damit wir erlangen Sittlichkeit anstatt der Sünde und des Lasters, Wahrheit anstatt der Lüge, Ewigkeit anstatt Vergänglichkeit, Weisheit anstatt Thorheit. Ach! gar Viele'unserer Brüder und Schwestern sind abgekommen vom Wege, welcher hinsührt zum erwähnten Ziele und sind in Gefahr, dem alten Heidenthume wiederum zu verfallen. So möge denn an Alle wiederum ergehen der Ruf 22!- ippi '121 i"p2 Q2'i' wvv nvs ziehet ab eure Hände vom Götzendienst, da ihr das Peßachsest bereitet, denn H2ir>r 2"n 11m in ^>22 .V'ILVV 8L' 81.1 1^82 1O8P N8 k1181^ Die geistige Befreiung aus den Sclavenbanden de- Götzendienstes soll sich zu jeder Zeit erneuern. So wollen wir denn sprechen, wie dereinst unsere Väter sprachen als sie dem Allherru folgten: 1:8 1V1 .1'2'p.l 10 PN U8 i'8 -j2's!- .111.1 bv .1112 PPM' GkrftfftiäuaL offne Einwilligung Ler Ks». (NN12 5p2 N) Es liegt hier ein Fall vor, wo der Satte sich veranlaßt sindrt, seine Ehegattin mittelst or zu verabschieden, diese aber durchaus dazu' sich nicht verständigen will. — Ich erlaube mir daher, de» ganzen Sachverhalt nebst den vom Gatten zur Motivirung seiner Trennung angeführten Faeten unterstützt von einem Auszugs hierüber amtnch vernommener Zeugen Ew. Gohlehrwürden mit dem Ansuchen vorznlegen: Sie mögen im Interesse unserer heilige» Religion diese» zur genauen Erläuterung unserer diesbezügliche» rituellen Dogmen nicht wenig Zrvichtigen Gegenstand wegen Zulässigkeit einebp2 m," ".1.112 der öffentlichen Behandlung ehrwürdiger Herren Nabbine» relp. Sachverständiger übergebe» —ip A. H. i» G. vermählte sich am 8. November 1349 mit R. S. aus S. P. Das ehelich friedliche Zusammenleben dieses Ehepaares artete bald i» Unfriede, und spater in Zwiespalt aus, so daß eS im Jahr 1854 zu einer Trennung mittelst „vr" komme» sollte DurÄ Vermittelung einiger befreundeter Personen jedoch wieder versöhnt, übernahmt R. H. geb. S. die schriftliche Verpflichtung, all ihre» Obliegenheiten als Gattin pünktlich nachzukommen, ihre« Garten A. pflichtgemäß zu behandeln und ihre Haushaltung möglichst zu beschranke», indem sie gleichzeitig freiwilli; erklärte, daß an allen zwlsche» ihr und ihrem Gatte» A. H. bis nu» vorgesalkeue« Zwistigkeiten a-zig und allein sie schuld war; daß sie eine solche Lebensweise führte, welche ihren Gatte» dazu berechtigte, sie mittelst Scheidebrief z» verabschieden: und daß sie dir ihrem Gatte» zugedracht« Mi gijt durch ihre Unwirthlichkeit und unnütze» An-M gäbe« während ihrer boshaften Stunden völlig verbrauchte und vergeudete, weßhM sie auch 'au ihr« dießsalls b» sichenden Schriften als Null und nichtig erklärte Sie erklärte schließlich ihre» Gatte» A. H. für berechtiget, sie ohne weitere- Einvernehmen au» fernem Hause za verabschiede», wenn sie de» hiemit übernommenen Verpflichtungen nicht pünktlich nach-'

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