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Der Israelit · 1862-03-05 · Heft 10 (5.3.1862) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 10 (5.3.1862)
Date
1862-03-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7A sigen Aufenthalles verfügte, waren unbeträchtlich und genügten kaum zur Deckung seiner Lebensbedürfnisse. Ohne festen Haltpunkt in der Gemeinde, fast ohne Freunde und Verwandte in seiner unmittelbaren Umgebung, war er in seinem Wollen und Streben ausschließlich auf seine eigene innere Kraft angewiesen. Und doch muß der Einfluß, den er auf die Gestaltung der hiesigen Zustände, sowie auf die Handhabung religiöser und humanstischer Interessen auSübte, ein merklicher, bedeutender genannt werden. Stets mar er mit Ansichten, Nathschlägen und Unterweisungen bei der Hand, wo es galt gemeinnützige Zwecke zu fördern. Er drang ein in alle -noch so zarten und verborgenen Verhältnisse, um das Werk des Friedens lzu gründen. Seine in schwungvoller Begeisterung vorgetragenen Mahnworte ertönten gelegenheitlich gegenüber dem Greise wie dem Jünglinge, dem Manne wie der Frau, die sich allmählich daran gewöhnten, seine Aeußernngen als den Ausfluß tiefer religiöser Innigkeit zu betrachten. — Die rühmlichste Seite seines Wirkens erwarb er sich jedoch durch seine rastlose Bemühungen zu Gunsten unserer nothleidenden Brüder im heiligen Lande der Väter. Auch in früherer Zeit sind von unserer Gemeinde Spenden an die Armen Palästinas über mittelt worden. Allein eS geschah dies in kärglichem Maßstabe und äußerst unregelmäßig. Ihm war es Vorbehalten in dieser Rücksicht einen neuen Weg zu bahnen. Größtenteils seiner eigenen aufopfernden Thätigkeit verdankte er eS, daß cS ihm ermöglicht wurde, seit einer Reihe von Jahren den jährlichen Betrag von 10Ö fl. ö. W. durch Vermittlung des Hrn. vr. Hildesheimer, Rabbiners zu Eisenstadt, nach.loinp.i zu übersenden. Wer das Terrain kennt, auf dem er gewirkt, die Hindernisse, die ihm entgegenstanden und die er zu bekämpfen hatte, die Ausdauer und Zähigkeit für sein Princip, die er hierbei an den Tag legte, der wird ihm gerechte Würdigung und Anerkennung nicht versagen. Der Staub vom geweihten Boden, der seiner letzten Anordnung gemäß auf seine Leiche gestreuet wurde, repräsentirt in würdiger Weise die Liebesgluth des Entschlummerten für die Scholle,/an hie sich für das jüdische National-Bewußtsein so viele düstere und heitere Erinnerungen knüpfen. .-."221111 inn' rirt »m. Emänurl Nasch, Bezirks-Rabbiner. Rußland. :1: 'Ik, j; «ir -i Von der polnischen Grenze, Ä2. Fedr. Am Donnerstag besuchte der Erzbischof, das jüdischr Hospital und daS Armenhaus. F^e uillet o rr. ..u : . r-.'l , ir Siücxlekrim unck Kb-nsMeln ms Uxlmm! m»L von Joachim Pollak, OrtSrabbiner in Trrbltzsch.!! N. Juda Hanaßi sagte: die menschliche Gesell» - schast bedarf zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse sowohl der Gewürzkrämer als der Lohgerber; glücklich der- > jenige, der sich vom Gewiirzhandel ernährt, minder glücklich aber, der sich nur durch die Gerberprofesslöa seinen Lebensunterhalt erwerben kann. Eoenso benöthigt das menschliche Geschlecht zu seiner beständigen Fortdauer sowohl männlicher als weiblicher Individuen. Glücklich jener Vater, dessen Kinder nur männlichen, minder glücklich aber jener, dessen Kinder nur weiblichen Geschlechtes sind. (Da mm so wie in physischer Hinsicht die Existenz beider Ge>- schlechter erforderlich, ebenso in socialer und politischer» Hinsicht die Verschiedenheit der Stände und Rangstufen in der menschlichen Gesellschaft nöthig muß sich auch jeder Einzelne mit dem Gedanken trösten und zufriedensiellen, daß er nicht minder akL sein glücklicherer Nebenmensch zur Realisirung deL göttlichen Zweckes im Weltplan und zur Beförderrchz des allgemeinen Wohles beiträgt.) ' . Auf die Frage: Wer reich genannt z» werde» verdient? antwortete N Tryphon ganz einfach: Derjenige, der viel Aecker und Weinberge, und eben so viel Sklaven zu deren Bearbeitung besitzt. Nicht so sagte N. Meir, nur Derjenige, der von feinem Neichthnm, den er auf gottgefällige Weise genießt, ein Seelenvergnügen hat, kann reich im wahre» Sinne des Wortes, genannt werden. R. Akiba aber sagte (wahrscheinlich im Hinblick auf seine eigene edle Frau Nachel, Tochter des sehr reichen Be» Kalba Sabua) nur Derjenige ist wirklich reich, der ein frommes, tugendhaftes Weib besitzt. (Denn der, welchem dieses große Glück nicht zu Thcil wird, ist bei aL seinem Neichthum nur arm und bemitleidenSwerth). N. Elieser pflegte zu sagen: Strebe nicht nach Erlangung öffentlicher Äenuer und Würden, bleibe vielmehr so lange als nur möglich in dunkler Zu? rückgezogenycir, und du wirst auch um so länger am Leben bleiben; (und in diesem Sinne sagt auch dev Talmud auderSwo' Welch ein zweideutiges Glück ijr

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