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Der Israelit · 1862-01-22 · Heft 4 (22.1.1862) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
3 (1862)
Issue
Heft 4 (22.1.1862)
Date
1862-01-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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28 für dle Zulässigkeit der Orgel beim Gottesdienst hat vernehmen lassen, und damit wiederum bekundet, wie sie sich zur Tradition verhalte, aufs Neue es ganz besonders betonen, daß wir mit unserm religiösen Bewußtsein auf dem Fclsengrunde der heiligen Tradition stehen, daß dle Wurzeln unser- LebenZbaumes aus dem Boden der jüdischen Vergangenheit ihre Nahrung saugen, daß unsere Hoffnung auf eine Zukunft, in der der Opserkultus wieder hergestellt werden soll, mit ein sehr wesentlicher Punkt des Glaubens ist, daß wir darum unsere nationale Wiedergeburt aus der Hand des mit Sicherheit erwarten, und daß solange diese uns fehlt, wir mit gerechtem Schmerz auf Israels jetzigen Zustand blicken, der bei aller staatlichen Freiheit, die die Neuzeit uns gebracht hat, uns doch Nicht die Mittel darzureichen vermag, -um dadurch eine wahrhafte Seldstheiligung an uns zu vollziehen. ' —. - -! Literarischer Bericht. Wortz udtzrl ätz litzwyjscltzn WA§ S^r ZM AiM.-IsddinUs I. D. - Ln Wlüvrdulig. Der unermüdliche Fleiß dieses hochverdienten Lehrerin Israel hat seit den jüngsten Jahren die rabbinische Literatur mit mehreren Werken bereichert, deren Werth bei Männern von Wissenschaft und Wahrheitsliebe gebührende Anerkennung gefunden hat. ' Jü dem ersten derselben, v'vV wrr-v 'o, hat der ehrwürdige Autor dem Sopher nicht die nackten Regeln des gesetzlichen Verfahrens kalt und trocken vorgezeichnet, sondern vor Allem die Wichtigkeit des Berufs und die Schwerkraft der Verantwortlichkeit desselben Ln würdiger, eindringlicher und überzeugender Rede dargestellt. Es sind die Dinim nicht ein schales Exeerpt aus den wui.irr, sondern eine völlig neue aus v'ö und «"ms mit sorgfältiger Forschung gewonnene Zusammenstellung in edler Sprache, klarer Fassung und verständlichem Ausdrucke. Nebstdem, daß dem Laien gar manche heilsame und wohlbeherzigenSwerthe Lehre darin geboten wird, findet auch die Technik ihre ausführliche und gründliche Behandlung mit beständiger Verweisung auf die in der Tradition beruhenden Anordnungen der Gesetzeslehrer, so daß auch die bloße Handthätigkeit durch solche Beziehung und Nachmessung aus der niederen Sphäre eines einfachen Handwerks emporgezogen, und der Beruf des Sopher seine hohe Weihe und Würde erlangt, die der prägnanten Bezeichnung deS von der rnvä verliehenen Namens wore wnho entspricht. Diese- .iZ'2, N2222 abgefaßte, und in zweiter Aussage mit Erweiterungen und Verbesserungen bereits weithin verbreitete gemeinnützige Werk, aus dem nicht der Sopher allein, sondern auch der Torah-Kundige mannigfache Belehrung und Anleitung schöpfen kann, möge vornehmlich auf Herz und Willen unserer Brüder den mitbeabstchtigten Einfluß üben, daß die heiligen Pflichten nnw .zHs-r sorgfältiger beachtet, und der von denselben geforderte -»so.-,, durch dessen Vollkommenheit wir allein unserer heiligen Verbindlichkeit genügen können, nicht wegen kleinlicher Geldopser vernachlässiget und dadurch außer dem 7N32 ^ivd noch der rkrw w-w -uv'« begangen werde. ll. Das zweite, von diesem hochverdienten Autor edirte Merkchen, gering an Umfang und reich an Inhalt über die drei besonderen Pflichte» der Ehefrau«^ unter dem Namen 2pp' n'pyrt hat seinen Weg in die Nähe und in die Ferne genommen, und gewiß überall eine herzliche Aufnahme gesunde«. E» mag seit undenklicher Zeit das erste seiner Art sein, das sein Entstehen der Fürsorge und der gewandte» Feder eines im Nnfe tiefer Gelehrsamkeit weithi» bekannten Rabbiners verdankt. Abgefaßt in Mischdeutscher Schrift») und in gewählter hochdeutscher Sprache, ist sein reicher Inhalt wohl geeignet, die Aufmerksamkeit des weibliche« PublienmS auf sich zu ziehen. Die sorgfältige Lectüre desselben, sowie die öftere Wiederholung derjenigen Abschnitts welche unter Laien bisher noch wenig bekannte, dessen ungeachtet aber im Leben häufig vorkommende abnorme Verhältnisse fast bis in'S Einzelne beleuchten, möge dazu beitragen, daß der religiöse Sinn für die Beachtung der strengen Absonderung-- und ReinkgnnaSaesetze wieder wach gerufen werde. Die ReformbestreblMtzeu der letzten Jahrzehnte haben nicht bloß alle poptive«, speciell Mischen Elemente ande« 1 Anmerkung: DleS ist hiefür die einzig geeignete Schrift, wie st« auch für V21l! — — und INlia-Ueberse-Lag die empfeblen-wertheste ist. Welche Erleichterung für die Schule gewährt dle Vorbereitung auder Interlinearübersetzung der 22S», auch für de» VOM - Unterricht wäre eine solch« erwünscht: — «elch« nützliche Uebuag und Belehrung bieten die vortreffliche» rmrm von rt2'2 PVP 22.1»'2 t — Welch reichen Stoff in Nel.^ Moral, Geschichte re. findet der Literat in der Ueber» teaaung dr< Althochdeutsche» int Neuhochdeutsche 1» der jüd.«d. Schrift! Nah diese mit der verwandte» jüd.-d. Lurrentschrift gehöre, z» den Mitteln «lndeitllcher Derkaüsfung der National« angehSriz«. Ettewe und Lehrer! hattet darank. daZ Sur« Töchter und Schülerinnen in denselben genügend geübt werde»!

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