Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 3 (1862)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1862)
- Date
- 1862-01-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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29 EultuS, sondern selbst aus dem häuslichen Leben verdrängt. Nur daher kommt es, daß die sonst frommen Mütter ihren Töchtern, die an die Schwelle ihres eigenen ehelichen Lebens treten, die erforder* liche Unterweisung häufig nicht mehr ertheilen. oder mit ihrer Belehrung von den sich klüger dünkenden Töchtern verlacht werden. Sollte aber eine Gleichgiltigkeit gegen diese Absonderung-- und Reinigungsgesetze je denkbar sein, die auch nur diätetisch betrachtet von überaus hohem Werthe sind, den die größten Aerzte aller Zeiten anerkannten! Wie sehr haben wir uns allesammt, die wir dem Hause Jacob's angehören, die sorgfältige Beachtung dieser heiligen Anordnungen angelegen sein zu lassen, deren Uebertretung das heilige Offenbarungswort unseres himmlischen Vaters selbst mit der Strafe der Ausrottung bedroht hat!- ' - - ES lastet demnach auf der Nichtachtung der Niddah -Gesetze die gleiche Ahndung wie auf der Entweihung des heiligen Versöhnungsfestes. Müßte nicht jeder Funke jüdischen Bewußtseins im Herzen Dessen erstorben sein, den die Furcht vor dem 2i'i ni2 nicht mehr erschüttert! Lasset uns, Söhne und Töchter Israels, dem ehrwürdigen Verfasser der 2p-' ri'2^ .ii'Lw Dank wissen, der in unserer Zeit, in welcher der Hang zur Bequemlichkeit und der Wahn, durch Nichtachtung religiöser Vorschriften zu den sogenannten Aufgeklärten zu gehören, so manche heilige Satzung in Vergessenheit gerathen läßt, in seiner immer wachen Fürsorge für das Seelenheil unserer Glaubensgenossen als treuer Wächter ruft und mahnt, kehrt und leitet. „Jüdische Gatten und Gattinnen, heißt's am Schluffe des beherzigenswerthen Vorworts zu diesem lehrreichen Merkchen, Flur und Thal sind ohne Schönheit, ohne Gedeihen, wenn nicht der Sonne Gold über dieselben sich ergießt, der Sonne Glanz darüber nicht strahlt; nun gibt es aber eine noch weit herrlicher strahlende, weit bedeutenderen Segen bereitende Sonne, die mächtig und erhaben strahlende Sonne der göttlichen Religion. Und es können weder häusliches Glück, noch häusliche Freuden und Wonnen in Euren Lebensbahnen für Euch und Eure Kinder erblühen, wenn nicht die himmlische Sonne der g. Religion ihr beseligendes Licht in Eure Herren und Kreise sendet. Israelitische Gattinnen und Mütter! Erfüllet Ihr treulich die uns Allen gemeinschaftlich obliegenden heiligen Pflichten der Religion, so erfüllet um so mehr auch diejenigen, mit deren Ausführung der Herr Euch vorzüglich beglückt, die lediglich Eurer Gewissenhaftigkeit anvertraut sind. Ja, mit heiliger und unverletzlicher Gewissenhaftigkeit bewahrt diese heiligen Kleinodien, wie sie seit Jahrtausenden in Israel als unantastbarer heiliger Schatz von unfern frommen Voreltern bewahrt worden sind. Ja, lasset die Ehe» unserer frommen Ahnen Muster und Vorbild unfein; Eben, die ei» Paradies auf Erden waren, auf dessen Boden die LebenSbäume echter Frömmigkeit, reinen Sittenadels und wahrhafter ehelicher Herzinnig- und Einigkeit mächtige Wurzeln schlugen, um> die köstlichsten Frühte ehelichen Glückes und ewiger Glückseligkeit zur schönsten Reife brachten. Diesem Muster und Borbilde folgend, strahlt uns das schönste Morgenroth entgegen, das der Herr durch Seine» Propheten verheißen: Jes. 61, S. „Und bekannt wird unter den Völkern ihr Same, und ihre Svrößlinge in Mitte der Nationen; Alle, die sie sehen, erkennen sie, daß sie ein Same sind, den der Ewige gesegnet.« — . ' . M... Bon dem dritten Werke U2iv .invsk 'iM Ir b'r» rvx2 fl-r pn?', in welchem Herr D. - Rabbiner S. B. Bamberger '*2 nur als Erklärer erscheint, liegt uns zur Zeit der erste Theil vor, der aber zugleich schon die Einleitung zum Ganzen enthält. In diesem vortrefflichen Vorworte voller Klarheit und Gediegenheit entwickelt Herr Obberrabiner Bamberger seine bewunderungswürdige Vertrautheit nicht nur mit den Quellen und Schriften, denen wir über den berühmten b"2i rmr'i y*'i besondere Mittheilung hinsichtlich seines Lebens, seines Wirkens und seiner Werke verdanken, sondern auch mit de» kleinsten Notizen und kürzesten Andeutungen, die sich an verschiedenen, aber zahlreichen Stellen der a»pois und ihrer O'Vi22 zerstreut finden, und die über Verhältnisse dieses berühmten Autors Aufschluß geben, welche dem gründlichen Forscher von großem Interesse sein müssen. Welche Berichte nur immer über das Leben des großen b'rf"'i, über desse» Lehrer und Schüler, über dessen IheilS dem Inhalte, theils aber auch nur dem Namen nach bekannte Werke aufzufinden waren, hat der hochverdiente Commentator zusammengetragen. mit Scharfsinn gesondert, das Wahre und Wahrscheinliche von dem Unzuverlässigen wohl unterschieden und für . daals glaubwürdig Recipirte Autoritäten cittrt, die wie '"V1 ,1'2X2 ,.1'!1 ,r'22i ,«'2Lki ,PM1 und 11V allgemein in höchster Geltung stehen. Der Ausschluß, wie der Gesammtname ni22k 'iM, und insbesondere der des Textes v'iM 1x2 und des CommentarS pi' p.i2' entstanden, bildet den Schluß des vortrefflichen Vorwortes und liefert zugleich den Beweis, wie 1111 im Hause des Herrn Oberabbiuer Bamberger '"2 heimisch, und vornehmlich -a '1 '112V an ihm erfüllt, sei, von denen der älteste Sohn .1122k 11.112 2".i"n ^2 sich dar große Verdienst der Herausgabe dieses von den «"11 v'pois vielgepriesenen Werkes b"r niru f"'i.i2 erworben,