Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 52 (25.12.1861)
- Date
- 1861-12-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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625 So spricht Don Iizchak Abarbanel, nachdem er unmittelbar vorher seine politische Uebcrzeugung ausgetprochen hat, nach welcher er die Republik für die beste Staats Verfassung hält; aber das bestehende Komgthum ist ihm ein Königthum „von Gottes Gnaden" und die Conscquenzen desselben sind nach ihm streng aufrecht zu halten, und diese Ansicht beweist und belegt er mit der heiligen Schrift Daß die übrigen maßgebenden Gesctzeslehrer und Commentatoren, welche doch ohne Ausnahme monarchische Gesinnung hegten und hegen, von ihm in dieser Ansicht gewiß nicht nicht abweichen, ergibt sich von selbst. Wir glauben auch nicht, daß es jemals einem Juden außer PH. in den Sinn gekommen ist, die Behauptung aufzustellen, die Vorstellung eines Königthums von Gottes Gnaden, sei nicht dem Judenthum integrirend. Will Jemand andrer Ansicht sein — und alle Menschen sind rr->'."l2 haben die Freiheit zu handeln und zu denken wie sie wollen — so soll er doch wenigstens seine subjektive Anschauung nicht für Judenthum ausgeben; fragt uns aber Jemand nach dem,'was das Jndenthum verschreibt, so müssen wir ihm antworten: Das Indenthum kennt kein anderes Äönigthum als das von Gottes Gnaden (selbst wenn der Monach ein vom Volke erwählter ist), und die entgegengesetzte Ansicht widerstreitet durchaus den Vorschriften und dem Geiste der jüdischen Religion. — GrLkoäor-isr. MelsnMl. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Bezirksrabbiner Jac. Singer in Losoncz 1 fl. ö.-W.;' Bez.-Rabb. P. Singer in Palota gesammelt 1j>) fl. ö.-W.; Anonymus 1 fl. 45 kr.; durch D. We iß m Landau: von ihm selbst beim Aufruf zur Mora 2L kr.; S.Kleindergleichen3t» kr.; zusammen 1 fl. Gesammtsumme 7102 fl.« 45 kr. ZLU MAKer Armenunä MgemgkllLNgerr in Jerujsrlem. Wir haben am 20. Dezbr. ^wiederum 400 fl.' an das löbl. Centralcomitü zu Amsterdam übersandt, so daß die Gesammtsumme der du;ch unsere Vermittelung eingegangencn Spenden 3018 fl. beträgt. Durch L. Cohen, Lehrer;u Borken: Spenden beim Aufruf zur Thora 1 Thlr. 6 Sgr.; H. Löwenstein in Gemen Sgr.; S. JonaS in Schermbeck 17.^ Sgr.; H. Änschel daselbst 10 Ngr.; I. Jonas in Borken 5 Sgr.; zusammen 2 Thlr. 16 Sgr. — 4 fl. 20 kr.; abz. Porto 4 fl. 2 kr. Durch D. Weiß in Landau: von ihm selbst 16 kr.; S. Klein 30 kr. zwei Ungenannte 36 kr.; Mammen 1 fl. 24 kr. ZeitimrMachrichten und Correspondenze». Deutschland. Weimar, 12. Dezbr. Die heutige „Weimar. Zeitung" enthält eine ofsiciöse Abfertigung der Berliner „Neuen pr. Zeitung", die sich über eine zu Gunsten eines Synagogen- und israelitischen Schulbaues vom Staatsministerium ausgeschriebene Landes-C oll ec te in einem Schmähartikel über die Landeskirche wieder einmal selbst begeifert hat. Die „Weimar. Ztg." weist nach, daß die Landescollecten nicht kirchlicher Natur seyen, daß auch die Israeliten zum Besten der christlichen Schulen „stets redlich und reichlich beigesteuert", daß es sonach gegen die durch schweres Brandunglück beimgesucht gewesene Gemeinde Geisa eine „Ungerechtigkeit gewesen wäre, derselben eine solche Beihilfe durch Collecte zu versagen/ Man ist über die? Sprache der „Neuen preuß. Zeitung" weniger verwundert, als über den Correspondenten derselben, dem der Geist, der die kirchlichen Verhältnisse des Landes belebt, ein zu glücklicher zu sein scheütt, als daß er ihn unbehelligt lassen kann. Goldberg, (Mecklenburg) t 2. Dezember. Endlich wird auch in diesem Lande der 'Wunsch rege,