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Der Israelit · 1861-12-18 · Heft 51 (18.12.1861) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 51 (18.12.1861)
Date
1861-12-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Confessioircrhalten, dürfte amallerwenigsten einem solchen sittlich empörenden Acte materieller Rücksichten wegen ihre Sanktion Verleihen. Unbegreiflich ist es, zLaß der Clerus nicht . seM darauf-dringt, ihn. von solchen gehässigen und inhumanen Functionen, zubefreie». (Nat:-Z.): , - Prag, im Novbr.. Vor zwei Jahren. verschied Hier Herr W. A. Taußig, gesegneten Andenkens, und testirte 80,000 fl., zur Erbauung eines israelit. Hospitals; jetzt nun schreiten die Erben zur Ausführung, so daß wir lbald ein, unsrer großen Gemeinde würdiges Krankenhaus besitzen werden, zumal da auch der Gemeindevorstand bedeutende Zuschüsse zu leisten entschlossen ist. .. (Hamaggid.) . LcurDerg, 3. Dec. Aufsehen macht hier folgender Vorfall: Ein junges Juden Mädchen aus der Hrovinz, von einer Gräfin zum Uebertritte zur. christlichen Religion beredet, entfloh aus ihrem väterlichen Hause und ward in ein hiesiges Kloster. gebracht. Der Mutter ^gelang .es nach vielen Bemühungen, den.AüsenIhaltsort ihrer Tochter zu erfahren; allem vergebens bat sie, man möge ihr eine Unterredung mit derselben gewähren. Sie wandte sich daher an den Statthalter, der ihr sogleich eine Zusammenkunft mit ihrer Tochter im Beisein eines Beamten verschaffte. Kaum hatte dieser versichert, daß ihrer freien Willensäußernng nichts ^im Wege stehe, als .das Mädchen erklärte, nur die Furcht habe sie an diesem Orte zurüägehalten, den sie je eher je lieber verlassen wolle. Zufolge dieser Erklärung i wurde das Mädchen sogleich entlqssen, worauf sie ins väterliche Haus zurückkehrte. (Oest. Z.) u/. j.'r - Zürich-, 2. Dec.. Laut der „N. Z. - Z.^ hat die. Negserung beschlossen, dem Gr. Rath einen .Gesetzesvorschlag; in Bezug auf die Verhältnisse der Zuden vorzjtlegen, gemäß welchem, .hie bisherigen Beschränkung«! in Bezug auf die Niederlassung und den Verkehr derselben ausgehoben und sie m dieser Beziehung dje gleichen Rechte wie die Christen genießen sollen.- - ,i: lBeLlage z« Mro. Hollands siE --öl- .-r'-t -5. . : ZImfterdaM: Unlängst starb Hier) allgemein betrauert, unser verehrungSwürdiger, und hochgelehrter Rabbinatsverwalter, R. David Susan p'i; einer seiner. Schüler, N. Jakob Kontent, wurde nunmehr zum zweiten Nabbinatsassessor erwflhlt.--^- Das Waisenhaus der hiesigen portugiesisch«! Gimeinde war in Verfall gerathen; die'Kosten des Neubaues, im Betrage von 22000 si., zu-.welchem die Stadt einen Platz geschenkt hat -bestreitet die hochherzige Frau Judith Texeira, Wittwe dessel. Herrn Nbr. Ara bia de Castro- Auch die hiesige deutsche Gemeinde wird ein neues Waisenhaus bauen; eS sind, zu demselben bereits Spenden? kur Betrage von 10,000 fl. gezeichnet:. ' (Hamaggid.)-! Frankreich. Paris.. (Pariser Briefe VI) Schon wieder hat die Kirche eine arme Judenseele. dem.-Höllenfeuer entreißen wollen, schon wieder sollte eine Tochter Zions eine. Schwester in Sion werden; so war nämlich der fromme Gedanke des Herrn Abbö Ratisbonne; aber Schade die Themis scheint keine Freundin von Proselytenmacherei zu sein; denn sie hielt die Augm diosmal. hübsch osten und vereitelte die Pläne, .-rr- Wer ist jener Abbä!? fragst du. iHöre!" Vor einigen Jahre lebte im Elsaß cm ManN, der hieß Ratisbonne und war Jude. Eines Tage-, ich weiß nicht ob er gerade keine Geschäfte hatte, sah er zum Fenster hinaus, da hörte er Musik, eine Prozession zog um die Straßenecke, Kops an Kopf, In der Mitte aber geht ein Bischof mit goldbetreßtem Ge- .wande, umgeben von Weihrauchdünsten, flammenden Kerzen und einer gläubigen Menge. : Auch der Jude, stand da, M, und ruhig, aber Ln seinem Herzen voll Ehrgeiz stürmte es. — Der Jude wollte Bischof werden,, ließ Ich taufen und ist jetzt Äbb6. — Doch der gute Mann wird alt und grau unkt möchte noch was werden, er muß sich'deshalb bemerkbar machen; da 2r aber von der Wissenschaft oder die Wissenschaft!oön ihm nichts will, auch , in dem fnchern Juden immer noch ein Handelsgeist übrig geblieben ist,, so sucht er, wahrlich ein heißes Geschäft, die der Hölle verfallenen jüdische Seelen dem Himmel zu gewinne«. S 1 -es JsraelLL).

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