Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 51 (18.12.1861)
- Date
- 1861-12-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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unbegreiflicher Weife j sie schön so lange über fitz ertrug, führe. Eie sinds? endlich erwacht und haben gesucht, diesem Uebelstande enkgegevzutreterl. - Möge Sott ihnen die rechten Wege zeigen, auf welche Weise die religiösen Interesse der hiesigen — man kann sagen großtentheilS orthodoxen — Gemeinde gegen solche Uebergriffe des Vorstandes zu wahren! Näheres später!' -"s s ' " i. -! Landau, den 10. Der. Sin herber Verlust hat unS bettoffen. Herr S. Klein, nsw, rineS der würdigsten Mitglieder unserer SeNreinde/ entschlief am Abend des 5. Tebeth zu einem bessern Leben, ^— Hürberr, bei Augsburg. Dem in Ihrer Zeitschrift „der Israelit" Nr. L8 ausgesprochenen Wunsche hat unser ehrwürdiger HerrjRabbincr, Nabbi Hayüm Schwarz, Folge geleistet; indem sich am 2. Tag Lnn die Mitglieder der israelitischen Gemeinde in der Synagoge dahier zu einem feierlichen Gottesdienste versammelten, um .Gott zu danken,'daß er das Herz des Königs und seiner Minister gelenkt habe, die Juden, von dem sschon so lange schmachvoll aus ihnen lastenden Joche zu befreien und zugleich auch für das Heil unseres geliebten Königs zu beten; diese Feierlichkeit wurde noch besonders durch die Feier des hoben Geburtsscstes unseres Königs erhöht. Der Herr Rabbiner hielt eine dem Gegenstände angemessene, gehaltvolle Rede. Diesem feierlichen Me, wohnten auch die^Spitzen der Gerichtsbehörden und der christlichen Geistlichkeit bei. — - Mögen auch bald noch die anderen, die bayerischen Juden belastende» Ausnahmsgesetze aufgehoben werden.L. G. - - Preußen. Verlier, den 9. Dez. Hinsichtlich der Zulassung der Juden zu Universitäts-Lehrämtern wurde im OoueNiura xonera!« der Ksnigsberger Uliversitat im vorigen Sommer mit einer Stimme Majorität beschlossen, die Streichung des die Ausschließung von Juden und Katholiken bestimmenden S'atulen-Paragraph en bei dem CultuSminister zu bec.utrazsn. Der „Ostpr. Z-* zufolge hat der Minister v. Orihmann jetzt entschieden, daß die Streichung, La eins' zu geringe Majorität, für dieselben sich erklärt habe,, nicht ersirkgeD Kulte. NebrigenS würde die jetzige Majorität , im ssovestrma goneralv der Albertina eine andere sei«, als die des vorigen Sommers, da Ernennungen erfolgt sind, welche die damalige Minorität zur jetzigen Majorität machen.^ Oesterr^ichischer KaLferstaat. Men, 7. Dez. Die Ulttamontanen gerathen durch die freiere.BewegUM der Presse und das sich erstarkende Corporationsleben in die unangenehmsten Situationen; AngelrgrAheittn, die dem großen Publikum für immer versteckt blieben, werden nun auf den offnen Markt gebracht, und kein Unbefangener wagt eS, sie zu vertheidigen. Wie viele wußten es in der Residenz, daß das Mortarisiren ncugeborner Kinder förmlich legalisirt ist? Durch die Verhandlungen der Comrmalverttctuug wurde es bekannt, daß den Gebärenden im allgemeinen Gebär- und Findelhaufe, wenn sie der jüdischen Confession angehörten, die Kinder weggenömmen, getauft und verheimlicht wurden. Den Beamten dieser Anstalt wurde das strengste Geheimniß anbesohlen, und sie durften keiner solchen Mutter einen Wink oder Nachweis über das Leben und den Aufenthalt ihres Kindes geben. Ueher die möglichen Conscquenzen eines solchen Verfahrens, das zur Blutschande führen kann, werfen wir einen Schleier; daS Unchristliche eines solchen Vorgehens, einer Mutter die Existenz ihres Kindes zu verheimliche», kann gar nicht g leugnet werden. Der Staatsminister erließ alsogleich die Anordnung, daß jeder solchen Mutter auf ihr Verlangen der Nachweiszettel über den Aufenthalt ihres KindeL von Amtswegen auSgesslgt «erde» müsse. Ueber diesen humanen Schritt gibt es nur allgemeine Anerkennung; allein hiermit ist die Verordnung, solche Kinder, selbst gegen den Willen ihrer Mutter, oder der sich freiwillig meldenden Väter, katholisch za taufen , nicht beseitigt, und dieses Mortarisiren findet unausgesetzt Statt. Mau vermuthet, daß außer dem Widerstande des CleruS auch die Verhältnisse des Gebar- und-Findelhanfes, das wie Alles einen con, fefstoncllen Anstrich rm ErziehuugS- und VersorgungSweseu der Kinder behauptet, einer Aenderung entgegengehen. Eine EtaaiSanKalt, durch die Steuerznstüsse aller Staatsangehörigen ohne Unterschied der (Hierbei rtse Beilage.)