Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 50 (11.12.1861)
- Date
- 1861-12-11
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2446951-2446984-2447033--01071-2456296- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
'-t f » ' 'kljlN Westen Zeiten, aufbewahrt werde;, und. möchte^esdiese Stätte nicht etwa.nur in der Synagoge zrn-.) den, sondern, m den geheiligten Räumen einer^ jüdischen, vom Geiste der Thora getragenen! Schule! , > Getlbronn) den 24.Novbr. Gestern feierten! die hiesigen Israeliten ein schöner Fest. Nachdem dieselben durch hohe Entschließung des k. Kkltmim-I steriüms zur selbstständigen Kirchengemeinde erhoben! und drei Kirchetmorsteher bereits gewählt worden) ' stiftete einer derselben, Herr M. Uli mann, der- Gemeine eine neu geschriebene Gesetzesrolle,' deren feierliche Weihe zugleich mit dem ersten gesetzlich ge-' ordneten Gottesdienste am gestrigen Sabbath in sinniger Weise verbunden wurde. Bei dieser Veranlassung hatten wir' Gelegenheit, unsern Rabbiner, Herrn vr. Weimanik) daS erste Mal zu hören, dessen Predigt allgemein ansprach. ' U Mittags versammelte man sich zu einem gemeinsamen Mahle in der Nose, wobei ungezwungene Heiterkeit herrschte) mehrere passende Toaste ausge * bracht und Herrn Liebm. Straus;Kaufmann dahier in Anerkennung seiner vielfachen Verdienste umdie hiesige isr. Gemeinde ein schön gearbeiteter, mit finnigem Bibelsprüche versehener Werner Pokal' unter zweckentsprechender Anrede durch Herrn De. Weiinann überreicht worden ist. U.' j' '. * )'»'r' .. . SZürzbur g, Channka, 5622. ber.Winterszeit, tritt, das. .schöne Eigweihnngssest, Chapnkq, air den jÄraeliten.heran,, und der aste Sprich bewährt sich, von ^Neuem. »Men Söhrzen Israels war es hell m ihren Wohnungen j* . , - .. Wcnp nun . stM der .Lichtgnch ^deä Chanuka- Festes uns, erzühst. vom Sieg des. Lichtes über die Finsternis;, so wurde uns, diesmal am ersten Chauuka- -Tage (den 2L. Ropember) dzrrch die hohe Feier des sümzigsten Geburtstages. WereS heißgeliebten Honigs durch die geist- und, g-Fankenreiche Festrede .^ hpch vürdigen Herrp OderrabbinerS 2. B. Damberger dahier g.zeigt, daß wir in diese-u Jahre, ein solches Doppelsest begehen,. indem .unser..rrchmgefrönter ^''.ogig iu ^diesevz-.Iahze zu, den anderen schon empfangenen zahlreichen Wshltbaten, die unLnSspcech- .lsche neue Äohtthat hinznsüzte., die sol^ng.e,und so schwer auf uns M/ndeu Ausnahmsaefetze.chr; .(» ir Qtv 4 - 7. " V". Mitten in irllzüstllch ^er A'nsassigmachrtng nud lie- GewerbebM^ beS äufruh^eru;r-,r?. k> r«,-UV . vv.. , , Am. 2K.. November, Morgens M Uhr, begau» in der festlich geschmückten, glänzend erleuchteten Synagoge ein zur Ehre des: hohen.Geburtsfestes besonders veranstalteter Gottesdienst, i wozu , sich die. ganze Gemeinde,, Kreise, Männer, grauen,. Jünglinge, Jungfrauen,, sowie viele Fremde eingefnnden hatten^ eine große Anzahl »ichtjüdifcher Zuhörer -ns alle» Ständen hatte sich dieser schönen F?ier ebenfalls angeschlossen. u.r . ... . , Nachdem mehrere sehr gut gewählte Psalmen von der andächtigen Gemeinde gebetet waren, wurde! die Festrede von dem auch in den weitesten Kreise» bekannten und berühmten Herrn Oberraöbiner S. B.! Damberger gehalten; hierauf von demselben das so inhaltsreiche Fürstengebet für Ihre Majestäten, den König, die Königin und das ganze königliche Haus mit tiefbewegter Stimme gesprochen, worauf ' zum Schlüsse ebenfalls eine Recitation trefflich ge- - wählter Psalmen sich auschloß. Wir können nicht umhin, den verehelichen Lesern dieses geschätzte» Blattes aus der meisterhaft abgefaßten Predigt des berühmten Gelehrten, der als Gefetzeslehrer und Gesetzeskundiger zn den Sternen erster Größe am Horizonte der jüd. Nation gezählt wird, Einiges hevvorzüheben und hier mitzutheiken.- / Änüpfe'nd ' an. ems». aiK Heu ^Psalmen vortrefflich. gewähltem Texte, zeigte der Redner, mit welch' aufeichtlger., Freude und reger Theiluahme . ves Herzens ein. solcher gotkgesegneter Tag begrüßt werden müsse, welche tiefe, religiösen Gefn hte nufere Herzen besttlen nu'issen,an dem. Geburtstage unseres Königs mit» Landesvaiers', welcher sowohl durch unsere hl. Religronsbestirnmü lgen, als auch durch semen erhabenen, leuchtenden Lebenswandel, als Abbild' der. himmlischen Güte üird' Gerechtigkeit/und als Stellvertreter Gottes geheiligt ist. Der geehrte Redner.schilderte dann mit ergreifenden Worten, wie ' an' diesem Tage' Mitlronen treuer Kinderhorten,, um die fernere Erhaltung und Beglückung des. heißgeliebten Lande-Zv aterS' im Gebete vereint stehen, wie aber besonders, von den Bekennern des jüd/ Glaubens Pflicht der hl. Nellziön und Pflicht ' der heiligsten Dankbark it es.erheischt, für die un-