Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-12-11 · Heft 50 (11.12.1861) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 50 (11.12.1861)
Date
1861-12-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2447033--01065-2456290
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Y00 kermtniß dcr Gnade Gottes die Rede ist, folgen, ließe; indem es ja bekanntlich, (wie auch i n Hand-; buch sehr erläutert) besonders die Gnade GottcS, die ore S^le. d. h. den Menschen nicht zum j Verschwinden eingerichtet haben wird^ ist, der das Argument dieser Lehre entnommen wird. Gebot VIl Cap. 4. „Wohlthätigleit und Milde"; ist im Leitfaden, entsprechend dem 2"2 nur negativ als Consrquenz begründet^ daß wir nämlich nicht nur ur.z keinen Eingriff in da- Eigenthnmsrecht Anderer, gestatten dürfen; sonderst sogar verpflichte^ seien, dasselbe zu befördern. Ich würde lieber einen positiveren Anschluß dieser Klaffe von Gesetzen an Gebot l. Cap. 4. Nro. 10. gesehen haben; wö im Anschlüsse an den sehr schönen Gedanken (das. Nro. 8), daß uns die Liebe zu Gott zur Liebe zu den Menschen führen soll, gewisse, auf diese Liebe bssondcrs angewiesene Klassen der Gesellschaft aufgezählt sind. Hieran dürfte sich das Gesetz der Wohlthätigb'it am bestsn anschließen. Ebenso würde ich an dieselbe Stelle, wo von der Heinde-liebe gel sprachen wird (Nro. 9), gleich das Verhältuiß der Nation zu ihren Nationalfeinden im Kriege und im Frieden angeschloffen haben; während, dieses Thema, ebenfalls dem 2"o entsprechend, Gebot IX. Cap. 2., unter der Uederschrift „Da- KriegSgesetz," so geistreich auch das Handbuch, diese Brücke durch den Gedanken, daß Israel gezwungen sei, für seine Wahrheit mit Gut und BlutALnzustehen, zu schlagen sucht, doch dort etwas lose angeschlossen erscheint/— ' ' . . : fetzesvorschrift, daß di' Tragstange« nicht au-,drr Lade herauskommen soll-«, aus den nationalen Beruf Israels symbolisch gedeutet wird, nicht von der Lade, d. h. dem Gesetze herauszukommen aus seiner großen, trüben Wanderung; und so viele, viele andere Stellen. Eben deßhalb aber, weil ich überzeugt bin, daß dieser Leitfaden bei' größtmöglichster Verbreitung einen sehr bedeutenden praktischen^ Nutzen für den Ausbau des religiösen Wissenin der Heranwachsenden Generation haben wird, möchte ich den Hrn. Verfasser und die viele« Freunde de- BucheS aus eine Anzahl von Betrachtungen ausmerkzsam machen, deren Berücksichtigung meiner Meinung nach dem Buche sehr förderlich fein würde, indem ich erst kurz einige relaliven Kleinigkeiten berühren will; wie, daß Einleitung Nr. 3 im Gegensätze zur durchgängig klaren und populären, den vieljährigen, begabten Schulmann bekundend.'» Ausdrucks weise eine der Fassungskraft des Kindes zu schwierige (und wohl auch nicht ganz nöthige) philosophische Specisication der verschiedenen Geistesthatigkeiten ausgenommen; eine Wiederholung (Einleitung Nr. 18 und S. 2. Nr. 5); Anführung eines halben Bibelverses (S. 5. Nro. 5), was nach dem pn wohl nicht ganz in Ordnung (obgleich auch andsrSwo, wie im Pleffner'schm Neligionsbuche (S. 33.), rn ->Vip v* u. a. m. geschehen); Mangel an Conseguenz in der Neberlragung hebräischer Wörter, theiks nach dem Idiom der Sefardim, theils nach dem unsrige» (S. 5. Nro. 3 nnd S. 7. Nro. 6 und 7), will ich vorzugsweise bei folgenden sachlichen Schwierigkeit« Nücksichtlich der Anordnung des Einzelnen und des Inhaltes überhaupt möchte ich gern sehr viele schöne erhebende u»d neue Gedanke»' des Buches hervorhebcn; ich würde aber durch diese Excerpte die Spalten dieser Blätter bei weitem überschreiten müssen. ES möge daher nur aus zwei verwiesen werden. Seite 13, daß daö Beten , nach Gebetfonneln den Inhalt des Gebetes ans das wahrhaft Heilsame für Leib und Seele hinleite;') Seite 17, wo die Ge- :iL'. -l- :' ' I) SSön ist dies' bereits v,n '^2 '22)2' ' im . angrdrutet, indem er.sagt 2222 P22'2 -22.2 ."1-2 2'22-722 M'X °?2P2 '2 ,222 ,222 -.07.2 '2 L"^ 222 2?7X 2'2'21 2'2'2'V .7.22 222WV -2 222 2'2'2'2 '^7X1 2'2Nr< W2'2'd n >kr- . r.': t verweilen.*) S. 1t. 19. wird erst von -pp 2V« . -' ... . .-j - >P1"F 222 2'22V 2')P22 2^>-222 '-U221 ,12222 13 V'V Odr^20 r<12 2P2V 2221 ,222 2M3 12p'!' x2l 2^1M .2Z2VM 222V '^22 2'2'^ 2^22 4) Ich will bei dieser Gelegenheit rürksichtltch drS im -eit» fade» 8. 19. 'Ae. 17 und 13 auS dem 2^2 rreitzletn» Ma» üv's der 22'2V 211.2, daß nämlich die Tödtuug des Thieres so schmerzlos als möglich «»gerichtet, uad alles vermiede» werden solle, was Gefühllosigkeit und Grausamkeit zeige» könnte* auf die scheinbare Kollision solchen Mstiv'S mit Misch»» Brr. S. 3. und M.'gil. l. 9. --P222 p'ü' 21SL sp dp 221i«2 121X PP2V2 woraus in der Gkmara: ^27 1'2122 22".>w 222 2'1'U xdx st'^1 2'221 22"p.2 aufmerksam mache». Be. kenntlich greift *212 daselbst Krlir wezer feines P!ut für den ). Trz Pesach '21 1P2N an. I» der . That aber. hat dleß meines Erachte rs gar keine Schwierigkeit. Außer bet dem .mit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.