Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-12-04 · Heft 49 (4.12.1861) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 49 (4.12.1861)
Date
1861-12-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2447032--01052-2456276
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Mmchlichen, geadelt und geweihet. .. l. DÄmn ist für uns die religio 5e Lhat gerade? da- Wesen des JudenthümS, gerade He bestimmte! Erscheinung des jüdischen Geistes und wir hangen um so inniger und fester daran, als sie von der Gegenwart aus dem religiösen Bewußtsein des heutigen JöraeMen' hinauSgedrängk ipird^ . >^! ES ^churfL der sReLLgionShLltzer im S»N»e der alten traditilmellen Gesetzes, es bedurfte Compendlerh in denen de« Pflichte« M /tt muo. und daher ohna- Auswahl, ohne Liebhaber«, Rechnung getragen wurd«- ^77--i-n-7i^., n : r.7?!!' '.--5,s, 's . H u-:'»! .rn» I--. ' ri, 7 ' rk-: l'8iter«eLsther>AerLiHk - 7l-»ks --i" iur rki'-:,-? ^.7;' . «..sl ru ' ,-7 '7.- i' - . -/s v 7 - LeitDen suis AeUgionsickise fir Lsr. Sekulen von Person Lasch, Oberlehrer an der isr^ Schule zu Halberstadt. 1861. Leipzig, Heinrich Hunger. Beurlheilt von vr. I. HildeS - - hkiAer.-'' . '^ ' ' "''7 ' " ' (Fortsetzung aus,Rr. 46.) .! Mm hat es zwar mindestens eben so früh, wie' die Neligiynsbücher dieses Schlages, auch schon «adere gegeben, die dem echten jüdischen Geiste einen würdiges Ausdruck gaben, wie, nächst dem ältesten 212 np!? (schon 1542), Wessely'S gewissermaßen auch dessen pud i", zBeer Freut's u'd, mnv, Fürstenthals und. FriedenthalS Schriften u. s. w.; allein dieselben sind in keiner eigentlichen, eigends für den Religionsunterricht eingerichteten Form angelegt, und entzogen durch die hebräische. Diction das Verständniß der des jüdischen Pflichtgefühles, und damit auch aller Freude, an der hebräischen Spräche beraubten, Generation..') :!-1^ ' l . ch Durch die Untenninirungen der jüdischtkWasserphilosophen^ dkrm ganze Drsvsur darin besteht,. NlleS z« verwässern, wrgzn-" spülen, zu nivellirrn, in Verwesung, eine ^22 zu dringen (um auch etwas philologisch zu sein, möge hier an die Verwandtschaft drZ StammeS ^2 und >"172 kn erinnert werden)' ist in sehr bezeichnender Weise miCdnn jüdischen Inhalte auch dessen Fern auf' ela verschwindendes Minmum herabgedrückt worden. Slü vielleicht theilwrrsr aufrichtiges/ vielleicht nur vorgebliches. Bestreben der Opposition war immer, der reine», bidlische» Sprache mehr Eingang zu verschaffen; und hiermit glaubten sie id'rtn Naud, begangen an dem wesentlichsten Lbril« ' der! ' . 2 " /I '.'-4 »7.! l! / t. er?—7!"777-?"'.:!'ipk ^7.;» ijüdischen ReLgioa beschönigen zu können. Wir s«zt«r: a» de»- wesentlichsten Theile, und wiederholen dieses nachdrückliche Bei unS gilt nämlich der Satz Und sollte es wirklich «kne unerbittliche Alternative gebe«: Entweder ei» Judeathum mit den «13 Gruadpsttchtea und de« ÄnrhroponlorphiSmuS der W-ris des ^'2^ (in der vorliezendr» Lesrart vgl. jedoch vl) za Leschuba IV. 7 od« den mundgerechteste« Dei-muS ohue wir würde» uns natürlich als Philosophen zur letzteren Ansicht bekennen, als Juden aber müßten wir «ns der ersten« anschließea. Allei« et» so grausames Entwrndrr-Oder kennt T. s. D. da- Judenthw» nicht, vielmehr ist unzweifelhaft die Sastcht deS Q*221 auch di« dr--t2'X2 und aller V'2D, weit dteinzig richtige Allein sollte riarnal Ei«S von Beide» über Bord geworfen wer» den müssen, so laßt »nS vor Allem unsere uns erhalte». 2MrK p'lN'ZTl'N N2V "1^21 N2 PPVPN2 t'.IS -P7>2 (Rabba Lad» iniUo). D iS traditionelle Jadenthum ist eia« Religion, mit der man jeden Augenblick auf jedem Schritte des Lebens zu thua hat (N2 PPOPNS .NV 1U1Q); d-ßhalb fortuad fort anregend, und deßhalb war von jeher der jüdisch« Nationaltypus der des Geistreiche«, wrßhalb auch selbst einer de« Judenfeinde, ich erlöse« wich nicht gleich wer? zu dem Geständnisse gezwungen war, die jüdische Ratio» fei doch «in« Ration von lauter Denkern. Wer aber geistreich ist, wird schon durch wiederholt angestellt, Untersuchungen, durch neue Anregungen aus dem Jrrthume heraus kommen; der Geist sorgt schon dafür (^2k -s1-?2t"f). , Wt der jüdischen PraFS aber ist auch drr„ güte Kopf verloren gegangen^ weil man mit der modernen Re» ligloa, d. h. der deS Sendschreibens gar nichtzu ttzun hat^ als höchstens, wen» man recht bigott sein will, an nicht an dtt Börse zu gehe». Da hat der Geist gar keine Gelegenheit, fich zu rrnähreu; da tritt eine Stagnation ein,, welche Niemand de« heutigen Zeit wegdiSpuiittn kann. — ckvmuvk. 6k»gig. k. 7 ist in seiner LeSart »och deuttlcher. Tr liest TON Der Sauerteig, ja der südische Sauerteig, das ttet- ' bende, drängende, fort und fort zeageade Element. — Was habe» nun die »Freigeister' mit dem Wegorrfr» dejüdischen Inhaltes zur Rettung der antiken Form, der Sprache, gewonnen? i» welcher Generation verstand man im Allgemeinen mehr unsere -.! Sprache; in der früheren, ln welcher das Studium der Grammatik gewesen sein soll, oder kn unserer Zeit?; 1» »ine« Zeit, in der man allzemrtn 2'VNI recitirte, ohne st« durch» I gängig zu verstehen, oder.t» unserer Zeit,-«» der zur Thor» Aufgrrusene, mit deutschen Lettern geschriebene Venrdietionr» abliest, deren Inhalt lhm s» bekannt ist, wie böhmische Dörfer, vös dtm'er ü'sch weit weniger versteht', als Jene von d en PiüttmV Man. hat da nicht nur das Mud mit dem Bade auSzeschüttetx sondern hintendrein «sch dl« Badewanne. in's tiefe, stille We« .«a^eworse«.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.