Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1861)
- Date
- 1861-12-04
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Thai als Gebot oder EZcrbol in klaren, unzweideu- UgÄ Worten ausgeprägt.' DasSabbaLgksetz'hade ich schon als-eine solche religiös^ Thai genannt, die Aufnahme in dett Bund Israels durch die Beschulung, das Speisegesetz, Zizith, Tephillin, Mesusa u. s. w., das alles sind religiöse Tlmten, zu deren Ausübung die.Sch.M den Bekenurr^eL Judenthnms verpflichtet. Unsere Weisen haben sinnvoll die Gebote der Schrift nach den Gkirdnaßem.des menschlichen Körpers und -re Verbote r ach den Tagen im Jahre gezahlt und wollte«* damit andruten, daß der ganze Mensck» Gott angehöre» muffe, daß dieser ganze Mensch allen seinen Handlungen, die ja nicht anders als in der Zeit und mit der Zeit sich vollbringen lassem den, Stempel der Religion auszudrücken habe. Und dagegen sträubt sich die Gegenwart, sie will nur die religiöse Hcsinnupg Agd will nicht die religiöse Thal, sie hat diese letztere mit dem wegwerfenden Namen der Form des Iudenlhums bezeichnet und somit Alles gesagt, was die religiöse Tbat als einen höchst überflüssigen durch die Wandlungen der Zeiten sehr unbrauchbar gewordenen Behelf des jüdischen Lebens darstellerr muß. Und doch finden in der heiligen Schrift beide ihre Stelle, schöpfen sie beide aus derselben tz-ottesquelle für ihre Geltendmachung den berechtigten Anspruch att den Israeliten und jenes Kapitel der h. Sch., daD an seiner Stillte das gotlgezeichncte Motto trägtund uns zürnst kennet die Rache nicht; der Haß bleibe deinem Herzen ferne; fluche selbst dem Tauben nicht; das Kapitel, welches die beseligendste Lehre aller Religionen enthält PL2 ix-ö kMrri liebe deinen NLchsteu Urie dich selbst, und damit wir uns..ja,nicht über den Begriff!^Nächsteu^ Lauschen uns etwas weiter mnte«! auch in Bezug auf den Fremden lehrt Pr» r>27i»rr lrpbe ihn wie dich selbst; nun dasselbe Kapitel ist auch der Vorschriften! über unssr religiöses- Ahun voll,-ja selbst dsts SchaaLnes-Verbot . ha^ h^r «m Plätzchen gestrnden, das . Schaatnesv erbost-! welches ^has heutige Geschlecht nur noch rin Achsekzuäen üdrighat. Unsere Zeit will das sogen.,-Wesen! losgeschält von der dasselbe umschürßenden fogem Form des Judenthums, ihr genügt schon der Gedanke ohne das denselben veranschaulichenden Gefüge der, religiösen Dhat. Äls ob sich'die lustigen WelMn,b^.sonH schjyü der Herrschaft des Äeistes so ganz und gar, unbedingt bemächtigt Hätt n, als bewegten sie stch sonst schon so ga z U«.d gar, so immer nur m einer. Well Gedankens, als Hätten sie sonst schon so ganz und gar all die sinnlichen Bedingungen ihre^, Seins von sich, losgelöst und abgcsire:st,daßsie nun'äuch auf dsM religiösen Gebiete n ur dem Geiste,-, uup.dent Gedanken. nur dem Wesen des JubenthumS die Mabt über sich, den Einfluß auf sich einräumen düiften. Sehen wir ihre Bestrebungen, fragen wir nach dem Preise ihreH NiygenS, ^könnten! Äir lauschen den Schlägen ihres Herzens, uns erkundigen nach dem Hämmern ihrer Nerven — wie? ist dies AüeS für den Geist, ist dies -AÜes, ^um dem Behsrrfniß des Geistes zu genügen? Und das Wühlen in dem Esdenstaub und der' heiße Durst nach Gestus;'' Genuß, wird damit ein Verlungen. des . Geistes befriedigt? werden denn damit s,ejne Wünsche, erfüstt?^ Unsere Zeit gerade, deren, ganzer Charakter von,deMk -Materialismus gekennzeichnet wird, die den Hauchdes Göttlichen, der durch die Schöpsrnig weHet, kristallisir^, ihn unter Meßschnur und Gewicht bringt, die, von det Wirkung zur Ursache bis zur h 8chflsn Ursache den breiten Boden der Materie aussucht und gesunden 'zu'haben mahnt, unsere ^Zeit. gerade' sollte' MZ! Cchiboleth von Form' und Wesen der Religion Men lasten, sie sollte äm 'wenigsten über di^sogen. Fvrm ihr Zeter erhebest und den Geist und immer den Geist im Munde führen. Und ist' denn.' die r -tligiö That dcSJudrnthnms wirklich sö. starr ünd steinern^ wie-sie von den Predigern tag'cvlAusißer^ WeMeit verschrien wird? Umgekehrt,' das ^udeü'thüm.wiä sich deS Menschen in seiner WefLNheit'so'^ganz' und gar bemächtigen, will ihn selbst voll seiner leiblichen Seite für die Ueberzeugung von der Oberhoheit deS Geistes zu gewinnen suchen, daß es für diese leidliche Seite Bestimmungen getroffen,-die ihr best Stempel des GMes ausprägen, sie zur Mieneriü des GeiE macherü. Das Cpeisegesltz gibt hiessir den brst^n.Belegs -.Effen^ Trinken —.rum etwas Materielleregibt eS. nicht;, aber indem die Religion Dir die Speisen anordnet, die Du genießen darfst, und wt^. derum solche zeigt, die Dir zum Genuffe verboten sind, hat sii über diesen rohen Materialismus eine geistige Hülle gewoben und hat dasjenige, waS der