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Der Israelit · 1861-11-20 · Heft 47 (20.11.1861) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 47 (20.11.1861)
Date
1861-11-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Huttenheim 4 ff. -Durch I. Sänger in Hatfallen die Arme schlaff und ohnmächtig, herab,'-«re berstadt: Frau Eva Hirsch 1 Thlr.; Frau He-! einem Simson, von dem dieGottheit gewichen. Aber lene Hirfch 1 Thlr.; Fräulein Röschen Hirsch i Thlr. j einmal sollen ja endlich die Raben aufhoren, dek Jacob Epstein 15Sgr.; Hermann EgetS.15 Sgr.; i Berg zu umkreisen, einmal soll der Zauber ja gelöst Fräulein Nosalie EgerS 15 Sgr.; I. Friedlän-! werden, und der verbannte Kaiser Ruhe finden und der 10 Sgr.; Hermann Schoyer 10 Sgr.; Joseph dann in Glanz und Herrlichkeit mit seiner Familie Dessauer 1 Thlr.; I. H. Dessauer jun. 7 Sgr. j für ewige Zeiten leben: warum soll unsere Gemeinde 6 Pf.; M. Rüben 10 Sgr.; Fräulein Friederike nicht auf ein gleich günstiges Geschick hoffen dürfen, Rüben 7 Sgr. 6 Pf.; Enoch Näthanson aus warum sollte sie jedesmal aus ihrem Erwachen irr Hamburg 10Sgr.; M.E.Abrahams auSHaag z neue Lethargie versinken müssen? Und ein solcher 22 Sgr. 0 Pf.; H. I. Meyer 15 Sgr«; Louis! halbw ach er Augenblick ist inderThat fürste einmal Meyer 7 Sgr. 6 Pf.; Aron Meyer 5 Sgr.; PH. Kohn 7 Sgr. 6 Ps.; B. Herzberg, Pferve-! Händler, 15 Sgr.; Lajos Heimann 5 Sgr. 5 Pst; von Zwei Knaben Emil und Joseph Baer aus ihren Sparbüchsen 5 Sgr.; M. Plato l5Sgr.; B. Herz- Lerg 5 Sgr.; Frau W. Hirschfeld 10 Sgr.; P.! L. Blank 20 Sgr.; I. Schimmelburg, Buchhändler 15 Sgr.; M. Frank 15 Sgr.; von einigen Ungenannten 1 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf.; I. Sänger 10 Sgr.; zusammen 15 Thlr. 5 Pf. Zeitungsnachrichten und Correspondeuzrri. Deutschland. Kassel. Wenn der alte Kaiser Friedrich Barbarossa in seiner verzauberten Residenz Kyffhausen einhundert Jahre geschlummert hat, dann erwacht er allmählich, blinzelt, reibt sich hie Augen und fragt, , ob die^Raben noch um ,das Schloß fliegen? Und wenn diese Frage bejaht ist, danU gähnt Keine Majestät, nickt mildem Kopfe, schlummert wieder ein -und darf dann nach abermals hundert, Jahren-erst! die goldneu Tage der Erlysung erwarten, i — In einem ähnlichen Zustande der Verzauberung! befindet sich seit langer Zeit unsere Kasseler Genreiude. Sie schlaft nicht, sie schlummert nur. Aber es ist ein langjähriger Schlummer, der alle Glieder lahm und träge macht; und wenn der Körper guch daun und wann erwacht, sich zu ermannen versucht, jM.ner wieder senkt sich das,Haupt, und immer wieder wieder gekommen. Seit einigen Monaten regt sich unser Gemeindekörper, und wer weiß — kommt man ihm im Kampfe mit seiner zähen Natur zu Hilfe, ob er durch lauten Zuruf nicht frisch und munter wird? Diese unerwartete Veränderung ist aber durch den Wechsel des Vorstandes vor sich gegangen. Neue Herren, neue Rechte, neue Thätigkeit. Man fühlt lebhaft, daß Etwas geschehen müsse, ein Co nitö hat sich gebildet, Gemeinde-Versammlungen sind gehalten worden, viele Vorschläge durchkreuzen sich, mancherlei Ansichten machen sich geltend, der Cultüs soll verbessert werden, „die Orgel eiugesührt/, »die bürgerlichen Rechte nach Außen vertreten," „daS Schulwesen gehoben/ „die Gemeinderechte gewahrt/ und Gott weiß, was Alles noch geschehen muß. —- Wo aber so viel geschehen soll, da geschieht häufig am Ende gar nichts, und es wäre für unsere Gemeinde daher wohl grrathen, wenn sie sich die vielen Arbeiten aus die Zeit vertheilte, die dringendsten nur einstweilen in Angriff nehmen, und mit den minder wichtigen es noch bewenden ließe, bis zu einer spütsrn Zeit. Um aher eben ciye vernünftige Auswahl zu treffen, dazu gehört nothwendig, daß man sich einmal darüberorientice, was denn u naufschiebbar, und was von untergeordnetem Interesse sei, damit man! in der Hast sticht Palt des Goldes altes Messinge greife, und die Naben wieder für lange Zeit noch weiter unsere Häupter umschwirren. « Und da! meinen wir denn, daß das Aller unwesentlichste das sei, was man im AiPenblltst ganz besonders betont: Die Verbesserung des Cill- 8 LuS oder jnit andern Worten die N eformirung» . des Gottesdienstes. In wessen Herz die.Äüuscht » lebhaft wogen, dessen Geist läßt sich leicht -von trüg- N licher Hoffnung blenden, und keine gemachte ErfahrunS I

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