Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1861)
- Date
- 1861-11-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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rtzeS ohne Achtsvg -vor dem Grfttze und. ohne Aus- Übung desielben, will sich verwandeln in emm Stell- > vertrUer Gottes; er will nicht herabsteigen vom Sinai mit den Gesetzestafeln in den Armen» aber er wjll^ emporsteigen in den Himmel mit Petri Schlüssels in der..Hand.- : Fürwahr, wenn heutzutage durch erne reine administrative Gefälligkeit oder, durch einen einfachen Wunsch des Rabbiners derselbe allein' vorschritte zvm Gm porh. de n der - Thora, könnte es nicht bahin kommen, oder vielmehr muß cs nicht dahin kommen, daß eines Tages der Rabbiner sich betrachtet als den Einzigen, der da würdig ist das heilige Buch zu berühren, es heranszunebmen aus der h. Lade, es zu tragen durch die Reihen der Gläubigen, es zu zeigen dem Volke, anstatt cs aus ihm zu belehren? WaS würde dann ans jener schönen, edlen Gleichheit vor Gott werden, wenn in dem Hause desjenigen, welcher zu uns Men gesagt hat: „Ihr sollt sein ein Reich von Priestern und eine heilige Nation," es nur Laien geben wurde, unwürdig zu nahen dem heiligen Tische! Fort denn mit diesen rabbinischen Götzenbildern, welche durch das Cosinm, das sie tragen, die Namen, die sie sich geben, und die Ecremonien, die sie ausschließlich abzuhalten sich annraßen. in unsere Heilig thürncr und in unser Leben antijndischc Gewohnheiten, und antijüdii'chc Idccn einsühren wollen, nebst Sakramenten, die da bc stimmt sind, ihnen einen unverletzlichen, unfehlbarer, göttlichen Charakter zn verleihen. Nein, das darf nicht sein; die heilige Religion Israels verabscheut und verdammt einen solchen Götzendienst; sie gebietet uns, nur solchen Nabbinen unsere Achtung, unsere Verehrung und unsere Liebe zu. weihen, welche, dem Beispiele ihrer Vorgänger gemäß, von Moschch Nabbenu bis Nabbenu Hakadosch ihr Leben geweiht haben der Belehrung des Volkes .ür den göttlichen Wissenschaften, und gegeben haben das Beispiel aller Tugenden, vorzüglich der Uneigennützigkcit und der: Bescheidenheit. Ersticken wir in unserer Mitte die klerikalen Anmaßungen, wie man bekämpft den Heim einer tödtlichen Pest, wie man zertrümmert die Brut der Schlange, bevor sie eines Tages verwundet und vergiftet die Menschheit. thümliches Leben, seine edle, rrnh göttliche Einfachheit, < seine stolze Unabhängigkeit und Widerstandskraft» : welche ihm seine Größe und seine Unsterblichkeit untzrden Menschen gesichert Haben, zu erhalten, daS war, vqn jeher der Zweck, der Gedanke unserer Arbeiten«. : Eiq Beleidigungen, öffentliche und private» deren; Ge» genstaud wir oft gewesen» sind weit davon entfernt» uns zu erschüttern oder uns zum Mckzuge M Le» wegen, sie beweisen uns vielmehr, wie grob das Uebek^ ist und welche Zerstörungen es schon, in unserer Mitte angerichtet hat, da doch die Wahrheit» selbst rückhaltsvoll und mit Mäßigung ausgesprochen, so viel Zorn und Haß erregte. Ter gewissenhafte, unparteiische, unabhängige Schriftsteller, welcher die Dinge tadelt, die zu tadeln sind, und die Menschen, die sie repräsentiren, wird unaufhörlich verleumde, manchmal verfolgt, lügnerisch angeschuldigt, inspirier zn seist durch die Leidenschaft, durch Bosheit, durch Scandalsucht rc. Ter Schmeichler all» in, der da znstimmt und Beifall klatscht den verabscheuungswürdigsten Menschen und den ungeheuerlichsten Thaten, derjenige» wUcher Glückwünsche Lat sür alle Gottlosigkeiten, Lobeserhebungen für alle Lügen, Kronen für alle Heucheleien, derjenige, welcher Ohren hat und nicht hört, Augen hat und nicht sicht, einen Mund und nicht zu reden wagt, der allein wird proklamirt als der loyale, aufrichtige Schriftsteller, voll von Edekmnkh und Geist. ' Wir werden um solchen Preis diese so schmählich erworbenen Titel nicht erkaufen. Wir werden sortsahrcn, unseren Brüdern darzubülen den Erfolg unserer Studien und unseres Nachdenkens. Wir glauben also tausendmal nützlicher zn sein der heil. Sache des Jndenihums und seiner Zukunft, als diejenigen, welche der Lüge und Falschheit die Maske der Wahrheit anlegen. §au jmliMrr Irmrnum! Mgrrrcobnvngen . iu JeruMern. Chajum Sender in Biebrich in Nsrdstätten gesammelt 2 fl. 38 kr. DurchS.Klein in Landau: von ihm selbst 3V kr.; aus der p'n 5 fl. 24 kr.; zusammen 6 fl. Samuel KrLmer in