Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 45 (6.11.1861)
- Date
- 1861-11-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2446984-2447028--01002-2456222- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
642 dcr äußern Siunenwrlt r rk a n nt, rüst ig b e küm p ft, besiegt und von sich fern gehalten,^hat er kraft der TvVip mittelst diesen Kampf, auch ohne Herausforderung wieder ausgenommen und fr kämpft mit der edlen Waffe des Geistes und erringt sich i Vergeistigung, des scheinbar Geistlosen, Heiligung, Jdeabsirrr: g, des scheinbar rein Profanen, Materiellen; ist er also dem "222 -nin' r«7„ treu, mitallenrAisswandeder ihm aus .1^12 fließenden Kräfte nachge^ kommen, so stellt sich guch das "Hb2 t<2w sicherlich ein und macht das „du bist gehütet" zu einer Wahrheit. Hat sich die sorgfältig bewachte, durch niii veredelte Natur im Menschen aus dieser äußern Niederwelt, eine andere hohe Welt geschaffen, so schafft gewiß auch diese hohe Weltanschauung, der.moralischen Natur im Menschen, eine neue, erhaben reine Bachs, zu weitern erhabnem Phasen in dcr moralischen Sclbsterziehung. Gottes- und Weltanschauung tönen immer mehr zu einer schönen, heiligen Harmonie zusammen, die des Menschen Brust mit Seligkeit erfüllt, derart erfüllt, daß neben ihr nur noch die Furcht vor dem, was disharmonisch — was ihrer innersten Natur zuwider — vor —- Sünde Platz hat. Tiefe Furcht ist keine imaginäre, ist keine menschliche Schwäche, sie ist eine Stärke, ist vorzügliches Merkmal einer geistig erstarkten, vollends veredelten jüdischen Natur, die das Unedle (und! Alles ist ihr unedel was Sünde ist, wiewohl dies andern Naturen anders scheinen mag) vermöge der ihr innewohnenden Abstoßmigslrast von sich abstößt, ' weil sie, als reinen Spiegel der erhabenen Seele, jeder Makel, jeder Anhauch, der von der Sünde kommt, sehr empfindlich trifft, da sie auö siebenfacher Läuterung hervorgehend, himmlisch, rein Metall ist, dem erhabensten Gepräge ihres Schöpfers cntgegenharrct. r<2i gehört zu dem eigentlichsten Wesen, einer sich verjüngenden, hdhcrn Natur. Diese edle Furcht ist dem Tugendhclden bei seiner moralischen Wiedergeburt angeboren, wie die Furcht — bas Widerstreben vor Unkcuschhcit - der keuschen Jungfrau ('2 2"2 1V'2) 171222 821 28-? 12127 —Furcht vor Sünde lernen wir von der Jungfrau, lehren unsere Weisen. 82i 28-? ist Dasys einer neuen Slusenreihe, einer hohem Lebensweise, die derGottcSgrlchrte, Gottcöcrkornc beginnt, 82i 28-? ist Scheideweg zwischen gewöhnlichem und ungewöhnlichem Streben, zwischen gewöhnlichem und ungewöhnlichem Erlangen geistiger Einsicht und geistigen Lebens > die der i"i, der wahrhafte, Geheimnisse enträtselnd Gottesgelehrte lebt pnu* 13 r"i f vnii wis?vr>2 ('-r 8*2.1212) *82i i8ii ir->28 82i cidkr» führt zu 1:1^21 oder feine höhere Potenz ist — rni'Orr, das ruhige, sanfte, harmonisch Liebliche, mit sich zum Abschluß gekommene Leben, das an Vollendung erinnert, das selbstbewußt mit einstimmen darf in jene überirdische Harmonie alter Wesen, in dcr kcm Miß ton, kein Konflikt zwischen Lehre und Leben, in der nur — Anmuth und Liebe walten, und selige Ruhe der Vollkommenheit, mittelst klarer Beschauung der geheimsten, unsichtbarsten Fäden, zwischen Lehre und- Leben, die der Gott der Herrlichkeit aus Anmuth und Liebe gewoben. —§ ";.i„ und "121,, sind nach Auffassung unserer Weisen, fast identische Begriffe; so untrennbar sind sie von einander in ihrer Eigenschaft als Merkmal wahrer Gottesfurcht V'V 218 72 : 822 -2 82.i 'i 128 2biz.'2 *1 121 '82V 2'LV 81' rri.iV P11'2 v7p ('2 2"2 12'2) 1'81' 7z.' obip 1>1 —121—die unaussprechliche Liebe GotteS, welche der am seligsten empfindet, der sie nicht nur empfindet, der sie in dem heiligen, nur wenigen Auserlesenen bekannten Willen Gottes mit feiner Schöpfung — durch — sein Gesetz (im) für dieselbe — mit vollem Bewußtsein sieht, in erhabener Gottesnähe, zu der ihn die moralische Stufenleiter, deren Sprossen uns Nabbi Pinchas überzählt, gebracht hat — -.21 und die Anerkennung des -.21 als oberstes Prinzip, ist für Alle, auch für die, welche noch die untern Sprossen erklimmen und noch r i-l c zu 211*21 .112, im eigentlichen Sinne des lcs, gekommen, Richtschnur und Maaßstab in Letzte und Lebe». Es gibt eine ' Lehre, die dem 121 entspricht und wieder eine, die ' ihm nicht entspricht, und ebenso verhält sich's mit der! Praxis. Jsi's die Lehre um ihrer selbst willen (.1112,! 12V7) so ist's die Lehre des -.2.1; ist's die Lehre, die! keinem selbstischen Zwecke, sondern dem Allgemeinen! dienen, sich andern mittheilen will, (ivbb .1112), so ist ' die Lehre des. 12.1; wo nicht, nicht. Die praktischen DierrsteSleifiunzen, welche am meisten, auf Len sie liebenden rückwirkend, feine sittliche Vollendung fördern, daher das „12.1" anstreben (2'i2.i 2i7'22) *) flehen! *) 722---- zv Nekfe bringen; daher bn;----entwöhn«»