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Der Israelit · 1861-11-06 · Heft 45 (6.11.1861) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 45 (6.11.1861)
Date
1861-11-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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-er unvergleichlich reine» Ethik, wie sie aus de» Lehren und aus dem Leben unserer Weisen geflossen, in einen kurzen Gottesspruch zusammen. Sein Selbst vor Sünde bewahren um — vor Sünde bewahrt zu sein; es zu sein, ohne, daß das edlere Bewußtsein erst jedesmal durch ängstliches Vorhalten streng mahnender Dogmen und den Stachel des Gewissen« geweckt werden müßte, damit es bei jeder sündhafte» That, bei jedem sündhaften Gedanken sein Veto einlege. — Das Thierische an uns und die ganze Aeußerlichkeit des Lebens, kraft der Macht, die unS die steigende Erkenntniß deS LebenswertheS — durch — über uns selbst gibt, beherrschen, um diese beherrschte Natur, weit entfernt sie abzutödten, immer mehr zu beleben, das heißt - sie immer mehr mit jener vergeistigenden Macht zu erfüllen, die, indem sie an innerer Steigkraft des Ideals znnimmt, nur weniger, und zuletzt gar keiner Anstöße, von äußern Machtverhältnissen und darum auch nicht des Herrscherstabes über dieselben bedarf; — kurz, die thierische Natur, fort und fort aus dem lautern Vorne der M'n und der daraus fließenden führt zur R ü stung und Rüstigkeit zum Kampf gegen Sünde, zu rm'n; die Rüstigkeit im' Kampfe führt zum Siege in diesem' Beste tun gS-- kämpfe, gegen strafbare Schuld, zur Reinhaltung von derselben zu rmps; Hl. nnps führt zur Selbstcnthaltung von solchen straflosen Handlungen, die z« strafbaren bringen können — zu rw'-D; IV. nnrn-»s — zu zu jener Geläutertbeit und Reinheit deS innersten Gedankenkreises; ^.12 zu rimip, zur geistigen Durchdringung der äußern Welt und ihrrsonst rein materiellen Inhaltes, vom StandpnnVe dieser vollkommen reinen, innern Naturwelt aus, welche jene äußere, profane, geistig bekleidet — bereitet v-rp — zu sich erhebt (vgl. -svu 'p-.n z.' St.) .iL'Np führt nothwendig zu rwp zur Bescheidenheit — zur schönsten Bekleidung in die sich.-romp, in die sich vw'22 Gott selbst, wie ein alter jüdischer Sänger so herrlich singt, hüllen kann. Bescheidenheit ist der Gegensatz von Selbstüber* ' schätzung und Selbstüberhebung, welche, natürlich immer mehr schwinden müssen, je mehr non? die Außenwelt zu sich selbst erhebt nnp führt zu rirn' edlem Natur, befruchten, bis diese zeugungsfähig, , zur naturellen, gleichsaminstinktmäßigen das Gute und Edle aus sich selbst erzeugt und, auf : ME, vor Allem was sündhaft ist. Hat nemllch uns rückwirkend, unser ganzes Denken und Thun, l der Mensch durch . . . d,e Ankämpfungen zum Segen der Menschheit fruchtbar macht, so, daß! kjn Nur Iiwchkn brdeutcnd; wie wir, so wie wir früher unsere N-Iui an dein aus- w). wartS leitenden Bande d-s S°!I-S-Ges-b°z g-I-Uet! „ Aschen - O»kel°s. Se.. haben, uns dann getrost von dieser selbst leiten, ja ' Lrwit. 26, 23. beherrschen lassen dürfen; — alles Dies findet nach unsere» Wersen, in dem erwähnten, kurzen Bibelsprüche seinen unverkennbaren Ausdruck. Damit wir aber sehen, daß dem wirklich so sei,; und daß wir'S hier weniger mit einer halb entlehnenden, halb anlehnen^L» Hermeneutik, als mit ossen und klar; dargelegter Wahrheit zu thun haben, folgen wir dem sichern, gemessenen FolgcrrrrrgSgange, -Pen Nabb! Pinchas Len Jair, um diese unoerkennhare Gottesidee vor unseren Augen aüszubauen, antritt. (iLi-l.) Von da sagt Rabbi PirichaS ben Jair,; lernen wir, n-r;r> führt zu Klarheit, zu klarem Bewußtsein der Pflicht und der herantretenden Sünde — rv->'.il; I. das Erkennen der Pflicht und der Sünde!. Dvn^Nl Klarheit, verw. mit immer rin Klar , III. — frei — remmachen, reinsein von sirast! barer That; daher oft alS Attribut zu! Gen. 2«),5^! Epod. 25, 29; und w. a. wahrend ursprüngliche Reinheit ' wie in Gen. 2,7; Herstellen der ursprünglichen Reinheit Lew». 16, 33; RcinhrU, auch von unlauiern Gedanken bedeutet und! darum als Attribut zu 2.^ Ehabakuk 1; Prow. 22 und i v. a und nur einmal zu 2^^ Hiob 17, und auch da nach rinn - ' ' '"7 ° ' ' ' '! 1! Auffassung deS Midrasch, antropvmorphistisch, auf Gott bezogen, gebraucht wird. j; . VI. ^^2 im Chaldäischrn stets — »(sondern; vgl. On«, kelos Gen. 1. 4.; zusammenhängend mit dem bäbräischen — ^^2 ubbrrchrn, Ies. 53 absiechen Micha 3, 3; und i — nNäreu —. von der ursprünglichen Gesammtwahrheit, und i nach ihren Gesehen aus dem dunkel vorliegenden Gegenstand« I und über denselben ein klares Urtheil bilden re. rf. f. auch 's N12-Q 'v'rLkll'.!!

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