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Der Israelit · 1861-11-06 · Heft 45 (6.11.1861) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 45 (6.11.1861)
Date
1861-11-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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538 oder weniger gründlichen,-theilS aus reinen, theilS ans sehr unreinen Quellen geflossenen Abhandlungen, die er erfahren, beruhen lassen, nnd' nur diejenigen, seiner in der Praxis sich äußernden Disziplinen berühren wollen, die für uns „Uneingeweihte", bei der jedesmaligen Hauptfrage? Lrr rr.-x 1/7.-? Maßgebend sind. — Diese so wichtige Frage kann nämlich bei aller Verschiedenheit der Gesichtspunkte und der Anschauungen nur durch das vollkommenste Ucbcreinsrimmen mit uns über die Cardinalpuukke der aus der traditionellen Lehre fließenden, religiösen Praxis, beruhigend, beantwortet werden.! Ich muß also mehr den praktischen Thcil des Chassidismus erfaßen, nach der biblischen und talmudrschen Bedeutung der Eigenschaft „Chassidus" auffassen, um an denselben ankmipfend, den richtigen Maaßsiaö für Lesen und Bedeutung des Chassidismus zu erhalten, dem wir nicht beiznftimmen vermögen. Es ist vor Allem nothwendig auf den „Chassidismus" näher einzugchen; ich habe aber nicht nöthig, jenen großen Männern, die im Interesse der Wahrheit pro und contra Chassidismus und die Berechtigung seiner Wissenschaft geeifert haben, unter denen ich bloS ^x ,xvxzp '"->.->21 2"22-> 'x:p2X2 'vT:''"» ,2 2 22' nenne, nachzueifern, und noch viel weniger, die Dictatorhöhe zu besteigen, von welcher herab jene Chahädim-Spötter über Männer den Stab gebrochen, die uns „Nicht-chassidim" durch ihre tiefe und ausgebreitete Kenntniß 2"V2 und ihre von der in Rede stehenden Hasst? ducheu Leberesweise unbehinderte, musterhaft fromme Praris zu jeder Zeit uns unsere volle Verehrung — wenigstens zurückhaltende Pietät vor solch .hohen Eigenschaften abrwthigen. Liegt ja auch hierin ein io schöner Vorzug der Orthodoxie und ihres Organs, daß sie gegen berechtigte Meinungen überhaupt, 'besonders wenn diese von 2 27wr 2'x-o getragen sind, Toleranz, ja wahre Pietät bewahren, so lange diese Meinungen und Anschauungen nicht mittelbar- oder unmittelbar in die jüdische Praris hmübergreisend, diese selbst in ihren Cardinalpur.ktcn bedrohen — wo es daun Pflicht der Orthodoxie wird, die Stimme zu erheben, heilige Pflicht ihres Organs Kontrole zu üben. . . . - . Wir werden nun sehen, daß wir uns auch diesmal einer solchen Pflicht entledigen, indem wir uns vor Allem den Begriff Chassidismus definiren, dann die gewonnene Definition mit deö traditionellen Bedeutung des Wortes vergleichen und dann endlich, vom Standpunkte des Chassidismus selbst aus, die Praris jener Leute kurz beleuchten die, selbst getäuscht, oder Andere tauschend, Chassidim sein wollen, es aber nicht sind und nicht sein können P Schauen und beschauen, erfassen des göttlichen Gebotes, nach seinen offenbaren Beziehungen, die vor allem in der Praris, die sie bedingen, erwachsen und zur Geltung kommen' können — und dann wieder: betrachten des fertig vorliegenden nach allen seinen Theilen erfaßten Gebotes, seinem höher» Ursprünge nach, der zugleich Ursache und EndM seiner Bestimmung für nns, und für die von unS, influirte, scheinbar rein matierelle Schöpfung enthält — düs sind die beiden Höhepunkte, von welchen aus wir die erwähnte Doppelrichtung aus dem Wege der Glaubenssorschung und der Glaubenspraxis, wen» auch nur ganz im Allgemeinen übersehen könne». Dieser Standpunkt ist auch wirklich von unser» großen. Koriphäen der Moralphilosophie, bei Bcurtheilung drs Chassidismus resp. seiner Wissenschaft cingehalten worden; und wenn R. Zsak Moses Satnow in ..S'fath emeth" Schlagwort.2x2 Anmerkung das. diesen Hanptunterschied des Anfchauens, Erfassens, u:.d des Beschanens der göttlichen Gebote an den Unterschied deS Ewidcnzansdruckes „>'22' rm" und „'ui xrr" aickehnt, so ist dies eben eine sehr interessante Anlehnung, deren Gegenstand dem Ideengange jener Koriphäen entlehnt ist. — Im ersten der beiden Falle sind wir selbst und unsere einzurichtende, stets zu verbessernde Praxis, Objekt der Betrachtung, die wir nach Maßgabe, der einmal unverrückbar bestehenden „Axiome" und des daraus fußenden von uns zu erfassenden Kansalverhäktnisser in unserer Lehre anstelle«. Im zweiten Falle wird diese Lehre selbst mit jedem, ihrer eiuzeknen Gebote, die bis jetzt, ohne daß wir um das letzte „Wie so"? gefragt und uns deS transzendentale» Verhältnisses des absoluten Reals „zu dem absolute» Ideal bewußt waren, aus unser ganzes Leben und alle seine Äußerungen eingewirkt — Objekt der Betrachtung. Im ersten Falle, steht der Schauend- Erkennende tief, tief unter der Geisteshöhe aus der» der göttliche Wellplan aufgerollt liegt, mit allen «in--

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