Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 43 (23.10.1861)
- Date
- 1861-10-23
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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M vothandeue Kraft gehörig zu vectheilen, und zu pvlenziren weiß. Freilich ihut's hier, bei so vielen bindernden Nebensächelchen, die beim Abgänge eimr würdigen und gewürdigten Hauptsache stets Gemeinde gegen sich haben, bis ihnen ihre Leistungen! das Vertrauen derselben gewinnen werden; Thatßrche, daß der Frauenvereiu, der sich schon früher hier gebildet hatte, nunmehr eine Mädchenschule cröirt und Masse da sind, und den l praktischen Mann,j S; bereits den Concurs aus die nathigen Lehrkräfte qMm der sich's heransnimmt, anstatt zu verzweifeln, zu »erbessern, mit den winzigen Stecknadeln einer Person- > lichen Naneune, einer Familien, einer Parteizänkerei i :c., todffrechen - freilich thuts hier practischer Verstand und entsprechende Bildung allein nicht; aber dieses alles. gepaart, mit wahrhafter Gottesfurcht und! der daraus fließenden Energie — das thut es. : Bei dem Manne nun, der seit 3 Monaten Rabbiner in uuseeer Gemeinde ist, findet sich dieses edle Paar — wir köiinen's nun nicht blos nachcrzählen, sondern hehanp-en — in schöner Harmonie vereinigt, und es zei^t bereits den Sege l seiner Fruchtbarkeit. Das Chaos in den hiesigen Gemcindezustäuden war zu groß, als daß es bereits überall klar und geordnet sein könnte. Ei,re Gemeinde wird nicht aus einmal geboren und auch nicht wiedergeboren. Nichts Geringeres aber als die Wiedergeburt hat den rituellen und intellektuellen Institutionen in der hiesigen Gemeinde, hat der hiesigen Gemeinde gefehlt, der man nun, nachdem die — Wehen sich ganz pünktlich eingestellt, aber auch — Dank dem geweckten, bessern Sinne der Gemeinde vorbei sind — getrost, beseligt von der Hoffnung aus eine bessere jüdische Zukunft für die hies. Gemeinde, entgegensetzen kann. Diele Hoffnung begründet sich heute nicht mehr ausschließlich ans die Kraft des öffentlichen Wortes, die allerdings seit 3 Monaten sich bedeutend verjüngt hat, sondern aus Thatsachen. Thatsache ist es iräw.l ch, daß nunmehr in der hiesigen Gemeinde auf dringendes Verlangen des H. Nabb. und bereitwilliges Nachkommen der Gemeinde ein besonderer Scharren besieht, worin bloß -r^-Fleisch verkauft wird, wodurch so viele verhütet werben, die sonst, selbst bei strenger Anstich! mehr oder Zünder siattsinden und .auch hier stattgenmden haben; Thatsache, daß die .-.^2, die bisher in einen fast unbrauchbaren Zustand gerochen war, nunmehr renovirt ist; Thatsache ferner, daß die Schule, von deren bisherigen Leigeschrieben hat, wodurch dein großen nicht zu verantwortenden Uebelstande abgeholsen wird, daß, wie bisher,! jüdischen Mädchen keine andere Wahl bleibt als, entweder eine christliche Schule, oder gar keine zu besuchen. Bei der Stiftung dieses letzteren Vereines, so! wie bei Cräirung der Mädchenschule, hat sich der Humanitätssinn und die jüdische Mildthätigkeit der iSr. Frauen der dies. Gemeinde aus eine erfreuliche Weise bewährt und haben wir in dieser Beziehung, besonders die Namen der Frau Geiger und Fra» Schosser, zu registriren. Es ist endlich Thatsache, daß der H. Nabb in der Nacht des mpVni einenmv'7^-Verein gestiftet hat, der sich, wieichhare, lebhafter Theilnahms erfreut, und den Zweck haben soll — vor der Hand — arme schulbesuchende Kinder zu bekleiden, resp. mit Schulrequisiten zu oersorgen und dieselben mit der Zeit — wenn, wie es sehr zu wünschen und nach dem, was ich über den Schulplan vernommen, auch zu erwarten steht — der jüdische Unterricht derart vorbereitend gehoben sein wird, bei einem eigens hkczu zu berufenden 'im-L'ehrer in 'im unterrichten zu kaffen. Das sind Thatsachen, die in der Tbat zu den besten Hoffnungen berechtigen. Schreiber dieses kann sich jedoch, wenn er den eigentlichen Zweck des nunmehr bestehenden r>"?. Vereines in Betracht zieht — der Musterung nicht enthalten, daß, wenn eS wirklich — woran ich übrigens nicht im Geringsten zu zweifeln berechtigt bin — der ernste Wille des hies. H. Nabb. ist — um jeden Preis r-."?! bei der hiesigen Jugend zu erzielen, daß es daun vor Allem dringend nothwendig sei, den Orz selbst zu einem n-nr> 2^2 zu machen, was der H. Rabbiner am wirksamsten dadurch erreichen könnte, wenn er: 1. Ganz in Uebereinstimmung mit feinem Charakter und anknüpfend an die Zeiten eines GStz Schwerin und eines Abraham Nllman »22'V* wob i in der hiesigen Gemeinde Herstellen würde, was bei stungcn ich lieber schweigen will — nunmehr-eine ' dem Enthusiasmus, aus den von Seiten der Ge- 3. Claffe cri-irt und zum nächsten Semester Lehrer angestellt, die wenigstens nicht das Mißtrauen der i! 5. .> -^ i. meirde für Alles, was vom Nabb. ausgeht — besonders jetzt — zu rechnen ist, gelingen würde; da