Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 42 (16.10.1861)
- Date
- 1861-10-16
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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seines Vorsatzes gedrungen, dag er dieses sein Borhaken öffentlich kuudgab» sich den bei solchen Fällen ' üblichen Zeremonien unterwarf, und sich von nun an und weiter vollständig als Indo betrug. Familie, Missionäre und sonst angesehene Personen bemühten i sich vergeblich, ihn in die alten Kreise und Gleis» znrückzniühren; er übergab eine überzeugende schriftliche Molivaussührustg für sein Vergälten Ln dre Hände des englischen Konsuls, der ihm' darum seifte Gewogenheit weder entzogen noch geschmälert hat. Doch sollte Gegenwärtiges in Wien nicht bekannt werden-, denn was würde De. Frankl dazu sagen, daß ihm Einer von den:!! getauften Religionswechselagenten u,rd Missionaren abgängig geworden, die er > in seiner Neneberichlnng mit so vielem Behagen nam- Haft gemacht als Stusfage sür die Herrlichkeit unsrer Gottesstadt? Allein, mag er's erfahren und daran erkennen, dasi selbst erloschen scheinendes Licht der Wiederbelebung W)ig. — Icchiet Brüll. Feuilleton. Jab di Wo scsi e So sec, ,ink bie^.ivi'isckr Ski.;e, n.isb ,in»;ientik.Hkn O.nelten beardeirer ' und nNr?,«!!nN v»u Moscs Lckrrtder in Prrßburg.! (Fortsetzung ) Mit dem Ableben des seiner grasen Gelehrsamkeit wie seiner e!irfnrü'tg<biekenden Frömmigkeit wegen in hohem Rule gestandenen Prcstdurger Rabbiners b"-.'! nx:.-> kam der dortige, stets von den anerkanntesten und berühmtesten Eapacitäten des talmndiichen Judenkbnms eingenommenen Rabbinatsposten in Erledigung, wodurch eine neue Pbaie in der rabdinischen La»tfbahn Rabbi Mosche Lasers eintrat Reben den hervorragendsten t'.rlttl'.rdi'chen Zeitgenogen, namentlich den bochberühmlen Nabbincn R. Akiba Eger, R. Daruch Fränkel und R. Schalom Ullmann (auch rg-n 21^ '2-> gernrnnt, Rabbiner zu Lackenka.h in Ungarn) die mrr Besetzung der va antkn Rablinerstelle vorgeschlagen wurden, batte ein achtbares Mitglied der Pr» i burger »Gemeinde scm Angenmerk auch auf den Matteesdorser Rabbiner gekeukt und sehr bald mit seinem Vorschläge großen Anlkang in der Gemeinde gesunden. Insbesondere erinnerte man sich der Thatsache, daß gelegentlich eines Besuches, den N. Mosche Sofer auf seiner Durchreise! von Dresnitz nach Mattersdorf dem verstorbenen . Rabbiner einst abgestattet hatt^, dieser, letztere, dem hamals zwar schon vrelWnannken aber »och so jugendlichen Rabbinatsgelehrten beim Weggange das Geleite bis über die Treppe, ja bis zum Hausthore gab, ein Faktum, das mit Recht! allgemeines Aufsehen, und Erstaunen unter den dabei Anwesenden hervorrief. Neber jenen seltenen Vorgang späterhin befragt» ' äußerte er: „Dieser fromme und scharfsinnige Gelehrte werde einst groß werden in Preßburg!" Eingedenk jener prophetischen Worte des verstorbenen» hochverehrten Rabbiners hatte sich bald eine ansehnliche Majorität der Gemeinde über die Wahl des in .Matterrdorf »eit 9 Fahren so erfolg- und segensreich wirkenden Rabbi Mosche Sofer gwinigt, und so lehr auch von eurer oder der andern Seite dagegen remonstrirt wurde, jo ging doch, als zuletzt das Loos über die verschiedenen in Vorschlag gebrachte» Kandidaten entscheiden sollte, aus wiederholt angcstellte Versuche, jedesmal Rabbi Mosche Sofer siegreich aus der Urne hervor, so daß seine Berufung gewissermaßen als eine Bestimmung Gottes angesehen und endlich nutcr Ucbcreinstimmung der gesammten Gemeinde auch thcrt'ächlich ins Werk gesetzt wurde. Einem so überaus ehrenvollen Anträge konnte — zu ihrem innigste»! Bedauern und Leidwesen — weder die Mattersdorser Gemeinde hinderlich entgegentrcten, noch ihr frommer »nd getreuer Seelenhirte ans die Tauer Widerstand leisten, und so wurde i denn nach eingereichter und nur rnit Widerstrebe» angenommenen Demission den: Ruse nach Preßburg . Folge gegeben und die Nabbincrstelle von ihr» daselbst augetretrn. Bald batte er auch hier den ihm vorausgcgangencn glänzenden Ruse über alle Erwartung entsprochen und die Liebe und Verehrung der ganzen Gemeinde gewonnen. Sem mit großer Klugheit gcpoactcs, imponirendcs Auftreten brachte allenthalben einen überwältigenden, ehcsurchlgcbleLende» Eindruck - h »vor, während es auf das kleine Häuflein von > Reologerr, das schon damals aus destruktive Tenden-