Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 41 (9.10.1861)
- Date
- 1861-10-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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.LSS Ee-r. ,-J» der uygarischen Hoskanzlei ist ein Israelit angestellt worden. Et ist, wie der ^Pesther Lloyd* bemerk, der erste WH, öaß rin Israelit in dem BeamtenstatuS einer ungarischen NchierungsbchSrde Aufnahme findet. Mu .: .,.?! Gönez (Obemvgaru), im Oct. Vor circa 20 Zähren bestand hier eine Jeschiba unter der Leitung unsres ehrwürdigen Rabbiners, Hernr Le» Hors>- witz; als dieselbe zur schönten Dlüthe sich entfaltet hatte, ward sie von einet falschen Zeilströrnrmg Hinweggeschwemmt. Bor nicht langer Zeit ermannten - sich endlich einige intelligente Gemeindeglieder^ und gründeten eine Schule, dmch welche die Jugend religiöses Wissen neben zeitgemäßer Bildung sich auzueignen vermochte. Jetzt besteht auch diese nicht mehr! Mas soll daraus werden? '> " : Tobias Horowih. - - SchweL^ Bern, 30: September. Graubündten hat sammtliche Ausnahmsgesetze gegen Israeliten abgeschafft.uu ' - - . .!. , . ' Nußland. ' ' :'k»S.-jl» WarsiKer«, 28. Sept. Die Gleichberechtigung der Juden ist bereits im Administrationsrathe en I-lvL genehmigt worden, und sollen jetzt die betressenden Gesetzvorschläge dem neuen Staatsrathe zur Begutachtung vorgeltgt werden, nach deren Einholung alsdann der Admimstraticnsrath diesen Gegenstand eudgiltig zu erledigen haben wird. (Dr. I.) R e ».Llleto rr. Inbbi MoMe.Koftr, eine biographisch, Ekizze, nach authentischen OueLen bearkntet und untgkthtilt ron Mojes LchreiLer in Preßburg. n- (Fortsetzung.) -- ' ... . In einem Mer von . 10 Jahren hören wir bereits unseren aufstrebenden Nabbmatsbeslissenen Mosche Esser im Beisem seiner Commilttionen eiuLN sehr geistreichen.talumdischen Bortrag halteH^ worin er unter Anderem ei» Theorem seines hochgelphrten Großvaters -fdm v^2 röm.Hms stvorB 2-er gänzlich z»j verwerfe» sich erkühnte. Sein Baker jedoch war über eine derartige vermeintliche Anmaßung i» sa hohem Grade erzitrnt,!daß er ihn irp G^enwart -seiner Mitschüler derb ' zurechtwieS', und ihn sogar züchtigte. In Folge dieses strenge» väterliche» Geba^renS fühlte sich sei» kreWcher Lehrer pdurr 2^! rutbirr n» mipn dermaßen getränkt, daß er ihm, wen» er seiner Zuneigung nicht gänzlich perlustig gehe» wolle , jede weitere Verbindung mit dem Vater abzubrechen befahl, wodurch er später sich von Frankfurt ganz und gar zu entferne» Veranlag sung nahm. Er ging nach Mainz, woselbst er unter, dem berühmten Rabbiner D. Scheuer pru.i 2-n ^rrr ->»«V rrhz'v seine Studie» fortsetzte, und wiederum sich so auszeichncte, daß ihm der EH'.enMel -»-»-.wo beigelegt wurde, ein Epitheton, wie es nur die besonders Bevorzugtesten unter de» Schülern sich zu erwerben Gelegenheit fanden. Gleichzeitig nahm ihn dort ein wohlhabender, angesehener Mann in's Haus, der ihn auch in weltlichen Gegenständen unterrichten ließ, so daß er bei seinem besonder» Fleiß und Eifer binnen kurzer Zeit bedeutende Kenntnisse in der Geographie, Mathematik, Geschichte und Astronomie sich aneignete. Nach einem dreijährigen Aufenthalte in Mainz, kehrte er nach Frankfurt a. M. zurück, wo er, jetzt 13 Jahre alt, Gelegenheit hatte, unter der Leitung seiner weltberühmten Lehrer -.'vni prurr 2-n d"üi M und nrrtzsnn O"2 -o-n prun wieder vollends den talmudisch-theologischen Studien obzuliegen, und einen immer höheren Grad der Vollkommenheit darin zu erreichen. Fortwährend in der Nähe seiner frommen erhabenen Lehrer sich aushaltend, nahm er. sich, deren asketischen Lebenswandel zum Vorbilds, und .trachtete dahin, ihnen in allen Beziehungen ähnlich zu werden. Als sein großer Lehrer sw 'nm 'pHr« r^re pn.2 21.2 einem Rufe als Rabbiner nach BoSkowitz in Mähren folgte, wollte derselbe den jungen Mosche Soser i» Frankfurt zurücklassen, doch dieser, wie bisher in innigster Liebe und treuer Anhänglichkeit ihm zngethan, konnte eS nicht über sich gewinnen, seinen enthusiastisch verehrten Lehrer so weit in de»