Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 41 (9.10.1861)
- Date
- 1861-10-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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493in der Pfalz: JSr. Cahn 1sL; L.'Cahn 1 fl.; S. Claus 30 kr.; zusammen 2 fl. 30 kr. Durch Löw Lion in Michelstadt: Albert StrchrS daselbst 5 fl. ' ' ' - (Wir haben am 10. Sept. wiederum 558 fl. zu obigem Zwecke nach Amsterdam zur Uebermittelung nach Jerusalem gesandt, so daß die Höhe der von uns gesammelten Gelder setzt 2553 fl. beträgt. Die Redaction.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland ^Frankfurt a. M., im September. Nachdem vor Jahresfrist die Schule der israelitischen Religionsgesellschast den gelehrten und verdienten vr. Plato hat scheiden sehen, geht leider schon wieder einet tüchtige Lehrkraft von derselben ab. Herr vr. Joel wird Ulis mit Anfang des nächsten Semesters verlassen, um der ehrenvollen Berufung als Rector des Knabeninstitutes zu Pfungstadt Folge zu leisten. Herrn vr. Joels rechtschaffener Charakter, seine aufrichtige Frömmigkeit, sowie sein eminentes Wissen haben ihm in Frankfurt die allgemeinste Achtung verschafft und in seiner Wirksamkeit als Lehrer hat er sich besonders als Talmudlehrer eine wohlverdiente Anerkennung erworben. Diese Eigenschaften und Vorzüge, sowie eine langjährige Praxis befähigen' denselben zur Uebernahme eines so schwierigen Amtes, wie Aas Rectorat der Pfungstädter Anstalt, und der Verwaltungsrath kann sich gratuliren, bei dem außerordentlichen! Mangel an guten Lehrern, einen lalmMsch und Wissenschaftlich gebildetei^Mann gefunden und gewonnen zu haben, der die nothmendige Umsicht mit Eifer und Energie vereinigt, ^nd unter dessen Leitung das Institut ohne Zweifel jempotblühen. wird. In der Person des Herrn' vr. Myer aUS Tauchen a. M. hat unsere schule eine^ swürdigen Ersatzmann für Herrn vr. Plato erhaltene -Möchte eS ihr ebenso gelingen, recht bald einen-tüchtigen - RMolger füt Herrn vr. Joö! zu sind^ Dres ist um so wünschenswerther, da bei stets zunehmender Frequenz unserer Untecrichtsanstalt eine Grweiterung ' des Lehrerkreises mit der Zeit ein unabweisbares-^ Bedürkniß werden möchte. - StrrLtMrt, 17. Septbr. 171. Sitzung der ' Kammer der Mgeordneten. (Schluß.) ' i : -l -^- u Hopf: Durch das, was die Regie cung biete, sei ' zwar ein Schritt vorwärts gethan, aber er beklage l es, daß nicht volle Gleichberechtigung Aller'auSge-" sprochen werde. Er sei dafür, daß jetzt schon de» : Israeliten — und nicht Kloß ihnen, sondern Allen" ohne Rücksicht auf ihr religiöses VekennUüß— nicht nur die staatsbürgerlichen, sondern auch die bürgerlichen Rechte gewährt werden. Die Israeliten, denen schon so geraunw Zeit so schweres Unrecht zugefügt worden sei, haben vollkommen Recht, wenn sie um Gewährung der ihnen gebührenden Rechte petrtiomren, und er unterstütze diese Petition, d. h. diese - Forderung. Er übersetze nämlich das von der Verfassung absichtlich gebrauchte Wort »Petition* nicht mit Bitte, sondern mit Forderung. Man spreche mit Abscheu davon, daß es in Amerika wegen des Sklavenhandels zu einem Kriege kam, während man bei uns einer Klaffe von Bürgern noch Rechte entziehe, die Allen gleichmäßig gehören, und auf sie herabsehe, als ob sie weniger waren, als die christlichen Staatsbürger. Es sei eine Schmach für uns, zu sagen, daß die Israeliten noch nicht reif seien für DaS, was man ihnen bieten wolle. Mar; müsse altegroßes Leid, das dem Israeliten zugesügt worden sei, so schleunig als möglich gut machen und alte Borurtheile. überwinden. Wenn die Kammer die Israeliten befreie von allen Banden und allem Drucke, der seither auf ihnen gelastet habe, so werde gewiß ein altes Unrecht gut gemacht. Minister Frhr. v.' Linden: Es sei Ausgabe der Kqmmer, das Urtheih deS Volkes aufzuftären, Vorurteile zu beseitigen, einseitigen und verrannten Meinungen entgegenzutreten, und ihre Uebe^eugung ausMMchen., Von Diesem Standpunkte aus werde stk! den Anträgen der Regierung ihre Zustimmung ertheilen. Er könne der -Kammer die Eröffnung, machen j daß er! sich recht angelegentlich damit bs< schäftige, die Israeliten auch in bürgerlicher Beziehung' mit den Christen so weit als möglich gleichzustellen. Ihn Me die Ansicht, daß nur dr, wo eine unab» ' wei-üare Notwendigkeit vorwalte» sollte, diese Gleich«