Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 41 (9.10.1861)
- Date
- 1861-10-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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dcS 6«rn ObannvM, in allen ÄeMeinben Zank und Hader zu säen, wird bald ihr Ende erreichen. Herr Löw muß eS also selbst zugeben, daß aus ihn mit ' vollem Recht der Spruch des Talmuds angewendet werden kann: Wer unrechtmäßig tadelt, ist tadelhast, und tadelt gewöhnliche seine eigenen Fehler!" > Soweit der Correspondent; nun kommt Herr PH. selber; ihm ist Löw allein Mm Angriffe zu gering, er nimmt gleich die ganze Sippschaft, Mitarbeiter, Freunde, Leser des B. CH. und was mit ihnen Ähnlichkeit hat, vor. (Wer denkt nicht dabei an Haman? freilich ist Löw kein Mardechai!) Er gibt seinen Ekel gegen die Vertreter der jüdische» Wissenschaft (!!) zu erkennen, „die alles Geistes und aller höheren Idee baar, aber der Anmaßung bis zum Platzen voll sind." Er, Philippson, wolle die Welt lehren, was eigentlich Wissenschaft und daß die Leitartikel der Judenthumszeitung das non plus ultra aller ^wahren Wissenschaft feien. Lieber, bester Leser, wie gefallen Dir diese Sächelchen? Wir bitten Dich, nur nicht zu vergessen, daß nicht wir, sondern daß die zwei Vertreter des sogenannten modernen Judenthums selbst der groben Welt sich so enthüllen; eigentümlich ist dabei die Ph-'sche Manier; indem er über Anmaßung klagt, ist er der Anmaßung so voll, daß er deutlich zu erkennen gibt, anmaßend zu sein, komme seiner Idee nach nur ihm allein zu; lasten wir ihm dieses imaginäre lächerliche Vorrecht. Gespannt waren wir darauf, wie Herr Löw die obenmitgetheilten Tharsachen, namentlich die Geschichte mit den Skockprugeln, die er früher den gesetzestreuen Israeliten habe Lustheilen lasten, widerlegen und mit Entrüstung zurückweisen würde; mir hatten davon schon früher gehört und gelesen. Im Ven Chananja No. 39 haben wir nun soeben Löws letztes Wort au PH. gelesen; kein Wort der Widerlegung; Herr Löw gibt also durch sein Stillschweigen davon bei Gelgenheit seiner Entgegnung die behaupteten Thatsachen als wahr zu. Um den geehrten Leser ganz zu orientiren, setzen wir die ganze Erwiderung wörtlich hierher. «Letztes Wort an den Herrn Nabb. vr. PHMppson, Red. d. Slllz.-Ztz. d. Iudearq.?a Magdeburg. Unter Berufung auf das Zeugniß zweier lebender Gelehrter (sie.) habe ich Ihnen bewiesen, daß Sie Ihr tiefgesunkenes, durch die Ausnahme niederträchtiger Verleumdungen immer 'Liefer sinkendes BLM stets Angriffen auf mich und den Ben Chananja offen gehalten, jede Berichtigung abgedruckter Un-' Wahrheiten aber hartnäckig zurüSgewiesen Habens Was antworten Sie hierauft Sie setzen sich aufr hohe Roß, und versprechen, « Ihre Leitartikel in Mem eigenen Leitartikel als eiste wahre Fundgrube der Wissenschaft zu preise». Vergebliche. Mühet Dle Kundigen misten eS in Ungarn ans Ihren Schriften eben fo gut, wie es die Kundigen in Deutschland wissen, daß Sie auf dem Gebiete der jüdisch-theologischen Erkenntniß ein op find. So viel ei» für allemal. Low." Für die Characterisirung der beiden Herren ist dieser widerliche Streit von Bedeutung; möge Jeder, der noch von Einem oder dem Ander» von Beide» etwas hielt, nunmehr erkennen, wie eS mit Beide» bestellt ist; doch seien wir auch dem Feinde gegenüber billig, bringen wir den beiderseitigen Zustand der Erregtheit in Anschlag und glauben von Allem, was der Eine gegen den Andern vorgebracht, nur — die Hälfte. — Ortkockor-isr. MrlrmMt. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Durch Th. Portmann in Crefeld bei Gelegenheit einer Hochzeit gesammelt SS Sgr.; Ungenannter daselbst 10 Sgr.; zusam. 2 st. 2>k kr. Durch Ulrich Cahn in Rülzheim in der Pfalz: I. Sahn t st.; L. Cahn 1 ff. (Firma Ulrich Cahn); Sanr. Claus 30 kr.; zusammen 2 st. 30 kr. Gesammtsumme 6834 fl. 58 kr. Za« Mijscker Annenvnä WtzemskrmnM in JeruMrvr.' Durch Th. Portmann in Crefeld bei Gelegenheit einer Hochzeit gesammelt 25 Sgr.; Ungenannter daselbst 10 Sgr.; zusam. 1 Thlr. 5 Sgr.; Durch A. Oppenheimer in LheikheiM: Ungenannter 3 st. Durch Ulrich Cahn in Rülzheim