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Der Israelit · 1861-10-09 · Heft 41 (9.10.1861) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 41 (9.10.1861)
Date
1861-10-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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4SI widerlegt*). Wir übergehen darum mit Stillschweigen all die Gemeinheiten und SchLndlichkekten, womit Herr Löw mit seltener Virtuosität um sich wirst, da wir gleich Leim Empfang der No. 33 dieser Zeitung sagten, daß wir in ein giftiges Wespennest gestochen haben. Herr Löw ist auf dem Gebiete der gemeinen Polemik und der persönlichen Angriffe ein altbewährter Meister — und wir überlasten ihm dieses Feld gern allein. Zum Glück können wir uns getrost über all besten elende Tiraden gegen uns hinwegsctzen, da HerrLöw zu den falschen Propheten, zu den Bileams gehört, deren Fluch und Schimpf sich gewöhnlich in Segen und Lob verwandelt. Allein da es uns in unserer Replik nicht um die Person, sondern um die heilige Cache, die Herr Löw verralhen, zu thun war, so bemerken wir, daß die ganze Widerlegung deS v. (L. unsere Darstellung vollständ:g bekräftigt und ergänzt — und wo er sich wirklich verteidigen will, zu frechen Lügen seine Zuflucht nimmt." Nehmen wir noch ein Beispiel aus Löw's Fibel; der Correspond.. d. Z. d. I. fahrt fort: „Wohl ist aus Unachtsamkeit mancher Passus auch in den deutschen Lesebüchern stehen geblieben, der in einem israelitischen Schulbuche am Unrechten Orte ist, aber es sind diese Stellen an sich unbedeutend und sehr wenige, während in der Fibel deK Herrn Löw derselben Legion sind. So heißt es in der ungarischen Fibel für israelitische Volksschulen, Wien 1859, S. 5'»: Ln pockig gsrosLit äs a rnlt kev) erölilil äs LLLloirr'HÜdi»! sräMtöl elbuLvtt, rnlnäan 820 m- Uston luven e!«!tte atzänälc; d. h./„der Sohn aber trug jeden Sabbath seine Groschen und was er sich sonst noch an Brot und Speck seinem Munde abgespart hatte, fleißig seinem Vater nach Hause*")." Mhrtj düse Stelle nicht vonJhnen, Herr Löw, her, da eS rü der katholischen Fibkh.heißt: jeden Sonntag und doch lassen!!Sie die Israelitische Jugend alle Sabbate den Speck sich vömMunde *) Arr Lew, drr dirst seine Taktik oster gebrascht, Hot uns Rr. 3t tr«s V. jLt». gar nicht zugrsendrt, und:-wir: mußten per Pvsi zwei Mal iwegen dieser Nummer reekcujittn.! ^>err L. hat also die Eeouglhuung, das: wir mit unserem- Artikel acht Tage zu spät kommen!; -! 'borresp. > i Eben so S. k5 beim Tischgedet deriSchkuß, daß wir>, zum heiligen Abendmahl, »reut , zugelasseo j werdnr ,4»Le«. ' ,! absparen?! So haben Eie revidirt und verbessert die Lesebücher für die israelitische Jugend?? Dafür ließen Sie sich von den k. k. Statthaltexeiräthen Haas und Anguß re. Dank und Anerkennung zollen?' Wir sehen davon ab, daß S. 30 über 50 christliche Namen sichen und nicht ein jüdischer; auch dawollen wir unerwähnt lasten, daß Eie S. 65 der israelitischen Jugend vortischen: wie einAind fromm wird? Vreo terliv 82älc2i «re nt serener volt, das ward der heilige Franz! Aber wahrhaft possirlich und lächerlich ist Ihre Anmerkung: „Die Fibel betreffend, verdient erwählt! zu werden, daß in der mir zur Revision vorgelegten Handschrift die Unsterblichkeit nicht ausgenommen war, wie denn auch in der deutschen Fibel für israelitische Schulen die Unsterblichkeit fehlt. Der ungarischen israelitischen Jugend habe ich die Unsterblichkeit gerettet!!" Israeliten Ungarns! merket es wohl: Herr Löw hat Eurer Jugend die Unsterblichkeit, das heilige Abendmahl, die gemästeten Schweine und den Speck am Sabbat gerettet! Wahrlich! Herr Obcrrabbiner Löw hat Ursache, stolz zu sein! Glückliches Szegedin, in besten. Mauern der große Heilige lebt!!".: Und nun noch einige andere Thatsachen, die über Herrn Löw, seine Richtung und seine Bestrebungen einiges Licht verbreiten; es heißt in dem betreffenden Artikel ferner: „Die Juden in Ungarn wissen, wer der Schreier und Zänker ist. Die Gemeinden zu Papa, Stuhlweißcnburg, Groß-Wardein re. wissen davon zu erzählen, u daselbst daT Feuer der Zwietracht angcsacht und geschürt hat. Man hat cs in Papa noch, nicht vergessen, daß 18-17 durch Löw's Veranlassung sehr Viele von dessen Gegnern auf -Befehl des Stuhlrichters mit Stockschlagen jr^galirti und nach altmagyarischer Weise geprügelt wurden! Das ist die Friedensliebe deS Oberrabbiners von Szegcdin, der sich vielleicht wiederum für den MägyarismuS begeisterte, weil er die , Einführung der Prügelstrafe aus reinen Culturrück- - sichten in, naher Aussicht glaubte. Zur Beruhigung und zum Glück ^der Ezcgediner Gemeinde hat sich Herr Löw auch hierin verrechnet! Die Culturbestrebungcn der ungarischen Juden werden sich ohne Etockprügel Bahn brechen, und die traurige Mission 'l'' s!

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