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Der Israelit · 1861-10-02 · Heft 39-40 (2.10.1861) · page 16

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 39-40 (2.10.1861)
Date
1861-10-02
Page
– (sequence 16)
Language
German
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484 Ganz wie der Sabbat uns reichet seine ErholungSgenüsse Unsren Bemühungen nach während der Tage derWoch', Reichet das Jenseits uns auch so seine Ewigkeitssreuden Unseren! Streben gemäß, wie es verwirklicht sich hat. So ist also der Sabbat das treueste Abbild des Jenseits/' >/-'' - -- Er ist der Spiegel des Sems, das nach dem Tode - ' sich zeigt; ' ' Doch wie die strahlende Sonne, die leuchtende Kugel ' ' desAetherS, In die doch Niemand vermag deutlich zu blicken hinein, Ist uns im Kleinen ein Abbild vom Urquell des ' ' ewigen Lichtes, DaS um die Gottheit erstrahlt in dem unendlichen All: So offenbart sich im Kleinen die Größe des Jenseits ' im Sabbat, Aber ganz deutlich und klar wie in dem Spiegel das Bild, Wer so den Sabbat nun feiert in seiner HeiligkcitWnrde, Wie cS die Weihe befiehlt, die er verbreitet um sich, Der kann empfinden auch klar in der Liefe seines GewütheL. Daß nicht vergeblich der Mensch kämpfet den irdischen Kampf, ' Daß nicht vergeblich die Hoffnung ist, die ihn beseelet im Leben, Daß er nicht sterbe dahin wie das vermmstlose Thier, Der nur kann fühlen in.Wahrheit-selbst in den Fesseln deS/Körpers SeligkeltSsreuden voraus, eh* er noch steigt in die Gruft, Deui ist der Tod kein Schreckbild, willkommen am Ende des Lebens, Und wenn die Stunde erscheinet, scheidet von hier er getrost! Braucht wohl besonders gelehrt noch zu"werden!m heil'gen Gesetze, Daß nach-dem Tode.noch lebt ewig der menschliche --ir-'t:.' u,rrr'.^ .'I Geist,"/^' Daß mit dem Schwinden der Hülle am Tage des ' r? CterbenS Nichts auch schwindet dahin unsere Seele zugleich? gegraben mit stammender Schrift in den ' Zügen deS Sabbat, D^seMnsteMichkeiiSlehr' klarer denn jeder BerveiS:^-' Wer deck Judenthum macht den Borwurf als kehre . . / eL nirgends,... .7 Daß nach dem irdischen Tod lebet die Seele noch fort, .Kennt deS Gesetzes Sinn und Bedeutung nicht iin Geringsten,. Zeigt, daß in Kenntniß des Herrn steht er noch ferne : g« sehr; .. Der lebendigste Zeuge von dieser erhabenen Lehre Ist und bleibet wohl stets dieser so göttliche Tag. Nicht in trockenen Worten will uns das Judenthum . lehren, DaS, was die Menschheit beglückt, .was . sie am Meisten beseelt, Lebhaft und fühlbar stellet es in der Erscheinung . des Sabbat ' Unsere Würde uns dar, unfern Ausgang und Zweck. Wer ihn entweihet, entheiligt durch seiner unwürdige Thaten, Gibt zu erkennen daher, daß er die Erde nur liebt. Daß er in Wahrheit nicht strebet nach innerer, geist'ger Erhebung Und als SinnlichkeitLkind klebet an Moder und j Staub.' Will er hienieden der Ruhe nicht pflegen am Sabbat nach Dorfchrist, Wird sie ihm fehlen dereinst auch in des Jenseits Bereich,' Und. wie zerrissen das Leben sich zeiget, unstat und siüchtig Irret die Seele auch, dort, wo er nach Ruhe sich sehnt! Aber die Gläubigen, die ihn in Würde und Weihe » stetS feiern, ' Werden erkennen zuletzt, wen» sie der Erd' sind ' , / E ' . entrückt, Daß nicht vergeblich sie hier auf Erden so mühsam gerungen,, Daß. aus den irdischen Kamps folgt paradiesische Ruh* Daß das erhabenste Wesen, dem sie gedienet mit - - Weiß zu belohnen sie au^ würdig nach Wem Verdienst k Dr. Aron Hirschfeld.

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