Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 39-40 (2.10.1861)
- Date
- 1861-10-02
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Zweiter Theit. , . i Dieser erhabene Tag ist des JudenthumS Zierde und Krone, Er ist der Festlichkeit Born, Quelle der göttlichen Fei'r, Vater der sammtlichen Tage israelitischer Feste, Me uns zur Freude gesandt von der^nendlichen Huld; Er ist gesegnet mit Freude, mit Jubel und HerzenSerhebung. Und die bekümmerte Brust labet sich wonnig an ihm. Glanzvoll leuchtet sein Stern als Israels Letter und Führer Nus dem beschwerlichen Wege, der sich durch's Leben hinzieht, Wo er uns leuchtet voran wie die Wolke des Feu'rS in der Wüste, Und mit dem Blicke auf ihn schreiten dahin wir getrost. Voll der göttlichen Weisheit, schöpfen bei seinem Erscheinen Wir noch immer aus ihm Hoffnung, Besel'gung und Trost; Denn er gibt uns die Lehre, daß Gott ist Jsra'ls Erlöser So noch in jetziger Zeit wie in Vergangenheit einst, Ms er Jakob erlösete aus dem ägyptischen Joche Und mit gewaltiger Hand uns in die Freiheit gesetzt: Eben so wird er dereinst von der Erde weitesten Enden Wieder vereinigen uns, bringend in's heilige Land. Darum ruft in'S Gedächtmß uns jene Erlösung der Sabbat, Auf daß wir hoffen auf ihn, uns zu befreien dereinst! — Auch die göttliche Macht soll uns des Tags erhabene Weihe,. Wie sie sich wunderbar zeigt, führen vor unseren Geist, Soll uns belehren, daß Gott aus Nichts hat das ' Weltall erschaffen, Das. Ln sechs Tagen erstand durch die allmächtige Hand. Damm soll er erinnern!unS an die göttliche Allmacht, An die unendliche Huld/ die sich mit Weisheit gepaart.. Wahrlich, gewaltig und mächtig muß sein der erhabene Meister, Der durch flüchtigen Hauch gab einst Entstehen dem All. Und unerreichbar, erhaben, der Gottheit allein nur würdig Zeigt sich in jedem Geschöpf göttliche Weisheit hindurch. Mer nicht minder ist auch auf Liebe das Weltaff . : . - . gegründet, H Das der Menschheit zum Heil einst in das Dasein errief; -s? Darum soll uns verkünden der gottdurchdrungene ' Sabbat, ..?) Ewig die göttliche Macht, Weisheit und Liebe des . . , - Herrn; Lehren soll er uns stets, daß wir nicht sind hienieden; / geschaffen ' BloS für die Erde allein, für die vergängliche WeA Daß wir vielmehr zu einem höheren Dasein berufen, Zu dem erhabensten Ziel, das' uns erwartet zuletzt, Würdig des himmlischen Funkens in uns, der göttlichen Seele, Die uns erhebet vom Thier, das an der Scholle nur klebt. Darum sollen wir streben, so lehret uns deutlich der Sabbat, Auch zu erklimmen die Höh', die sich im Aether verliert. Anzubahnen auf Erden des Jenseits lachende Pfads, Die uns zur ewigen Ruh' führen nach Edens Gefild l So wie zur stillen, vergänglichen Äuhe uns ladet der Sabbat, Wenn der vergoldete West schließet die Tage der Woch> Und wir gemächlich in seinem kühlenden Schattey. uns lagern. Wenn nach heißem Vemüh'n winken die Sterne zrpx Ruh': Also kehren wir ein, wenn hereinbricht die dunkele. Stunde, Und die Seele sich schmiegt aufwärts nach EdenS Gesild, In die lachende Fluren des Jenseits zürn ewiger» Frieden, Und wir genießen der Ruh', deren das Leben entbchrt.- Was wir im Leben gesä't, in dem Garten des Lebens 1; . gepflanzet,,, Reist uns dort oben zur Frucht, köstlich und labend zugleich, Ws wir die wahre Vergeltung all unserer Thake^ genießen, Wo nach unserem Thun wir dort empfahen den