Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 39-40 (2.10.1861)
- Date
- 1861-10-02
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Wenn auf gefahrvoller Bahn sich hat verloren der FUß, Lechzet mit schmachtendem Blick nach dem Kreise der , jzärtlichen Seinen, Nach dem behäbigen HauS, das ihn in Sicherheit ^.rr'rs-r-'.-q ' - ' - . bringt^^ ' Wo er behaglich und froh auSruAnd von Mühen .? und Qualen, Gibt sich der Pflege ganz hin^ die er genießet vergnügt:^— ' Also schmachten dem Sabbat entgegen Jakobs Geschlechter, -- Sehnen mit heißer Legier sich nach der himmlischen!! Ruh', Wenn von der Arbeit, den Nacken beugenden Lasten , erseutzet Ties die geängstigte Brust, die nur auf Linderung hofft! — WaS auch! daS.Leben Beschwerliches bietet dem JsraÄliter^ Während .der Tage, der MH', Äe sie die Woche ihm Und von diesen ergriffen, schnell wie der Funke de- HimmekS, - , Wenn er den Wollen entfährt, hellet die Dunkelheit au^ Stehet in heiliger Flamme des LichteSTochter, die Seele, Die von Andacht durchglüht, hebt sich nach oben im Schwung Bis sie erschaut die Gottheit in höheren Sphären des Himmels, - Aus den Augen verliert unten die kleinliche Erdk; Deren alsbald sie vergiffet im Strome der Hymnen und Lieder, Die zum SabbatSempsang sie nnnbegeistert erhebtk— So wird der Sabbat begonnen, von heiliger Empfindung durchdrungen Und im Wonnegefühl schwelgt daS trunkene Herz. Fröhlich verlaßt er den Tempel, des Herrn geweidete Stätte, Und nach des Hauses Gemach geht er gemessenen Schritt-, Hier empfängt, ihn die Gattin, die liebende, thätige Hausfrau, - . Und mit heiterem Blick lachen die Kinder ihn an,: Die er nach frommer Sabbatbegrüßung feierlich segnet Und mit Vatergesühl wonniglich drücket an's Herz. Jetzund erhebt er die Stimme zu sprechen den Segen - des Kelches, Der mit erhabenem Ernst huldigt und weihet den Tag; D'rauf in Freudengenüffen schwelget die ganze Familie. Die sich des Ruhetags freut jubelnd mit kindlichem Sinn! — So wird der Sabbat verlebt, mit dem Anbruch bestrahlenden Morgens . Unter Gebet und Gesang feierlich, erhaben und ernst. Alles vergessen ist bald, wenn des Sabbats beschat- Lende Schwingen Weit Lei seinem Beginn dehnen bezaubernd sich aus. Und in der heiligen Stille, bevor noch der Abend i ' sich röthet, - i Senlt sich der Fittig der Ruh' ans das ermüdete ' Herz! Froh die Stätte der Pflicht, des Berufes nährende Anstalt Gläubig Jeder verläßt, wer sich d?r Gottheit ergibt. Und im Vertrauen auf sie, daß sie sein Händewerk .!segnet, Scheidet mit frohem Gefühl ganz vor des Tages? Unter emsigem Forschen im Worte des ewigen Lebens, . .. Bemühen. 'In der Erkenntnis des Herrn, welche die Seele Reinlich und sauber gekleidet, von Innen und Außen erquicktk ... . : . geheiligt, Aber nicht minder wird er gefeiert auch in der Er- Ihnend'den göttlichen Geist, der aus den Sabbat , . holnng, . -r ' sich senkt, '! Deren der Körper bedarf, wenn er erliegen nicht soll. Schreitet, von Hoffnung getragen, von heil'tzen Ge- So daß zur Hälfte er ist dem Dienste des Herrn - fühlen gehoben,: s! - ' ' geioeihet So nach dem Gotteshaus hin, das er mit Ehrfurcht Und zur Halste bestimmt, fröhlich und wonnig zn fein, betritt.! Bis daß eutffeuchet der Tag und golden sich färbet Hier erglänzen m Pracht die: strahlenden Lichter in der Himmel : I r . r. Menge,- '-.«! Und die Gestirne der Nacht schUeßm das sestUche Die ans höherer Welt dünken entströmt ihm zu sein;! Thor! —