Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-09-18 · Heft 38 (18.9.1861) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 38 (18.9.1861)
Date
1861-09-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2447022--00917-2456131
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

L2N) bei, als leider manche unserer eigenen Organe. — Vergangene» Monat wurden wir eines Morgens früh um 5 Uhr in nicht geringen Schrecken versetzt. Ganz in der Nahe deS Referenten stürzte plötzlich ein im Bau begriffenes Haus ein und begrub zwei Zunge Israeliten, welche dort im Geschäft standen. Die Theilnahnre dcS Publikums bei der Beerdigung war sehr groß, noch größer der öffentliche Federkrieg über das traurige Äeigniß, das durch Unvorsichtigkeit berbeigeführt sein soll —Es hat sich in den letzten Jahren immer mehr -herauSgestellt, daß für die hohen Festtage der Raum unserer großen Synagoge die Zahl der Andächtigen nicht! fasse, und da der beabsichtigte Umbau bisher noch nicht erfolgen konnte, so miethete der Vorstand,! namentlich für die fremden Juden einen Privatsaal! und läßt ihn für einen ziemlich theuern Preis synä-! gogenartig einrichten.! Almom.! > Oesterreichischer KaLsexstäat. Wfeirstqdt, im September. D styd in Hilfen Blättern schon zwch jschr' trchliche Hör^Mge; Atz- Forderung der hochwichtigen Sdmmlung Mr das Bauunternehmen in Jerusalem gemacht. Da! rrznrm pzn' n^d die Verhältnisse in einer Gemeinde nicht wie die in einer andern sind, daher kohl Ln sehr vielen weder der Vorschlag, eine kleine Beisteuer Lei n'bp zu siriren, noch der andere, eine Betheiligung der rn-nri, zu erzielen, aHerhenz aber auch neben diesen beiden Hilfsmitteln dUS Folgende sich als nicht unpraktisch erweisen dürste; so füge ich noch folgenden Plan den beiden obigen zu. ES haben nämlich schon seit Jahrhunderten »sehr - viele fromme Gemüther das Bedürfnis gefühlt,^ ihr - Andenken im dadurch zu verewigen, daß i .sie ein dorthin vermachten, von dessen! Interessen der Jahrgedächtnißtag in üblicher Weise gefeiert werden soll. Es liegt nun sehr nahe, diese schöne Sitte auch dem Bauunternehmen zugute kornmen - zu lassen. Was für größere r>?'p könnten wohl! fromme Erblasser gründen, als wenn sie bestimmten,! daß das Kapital ihres Legats für den Vau eines . der Häuser verwendet werden sollte, derart, daß die j Bewohner derselben, für deren Befähigung und ' Würdigkeit hierzu das Eomita strengstens Sorge zu! tragen haben , die frommen Bestimmungen des Erbl lasserS auszusühres haben. DaS Herrliche . und Würdige einer solchen letztwilligen Bestimmung spricht so sehr sür sich, daß jede Ausführung rein überflüssig wäre, weßhalb ich mich auch derselben enthalte. Nur will ich noch hinznsügen, daß ich G. f D. bereits den Anfang zur Ausführung dieses Planes gemacht. Vor einigen Wochen nämlich starb der ehrwürdige Herr Rabbiner zu BeSdan in Ungarn und testirte IM fl. öst. W. nach pn'p O'bn-o. Dessen ehrwürdiger Sohn und Nachfolger fragte bei mir um meine Meinung über die Art der Verwendung an; und ich rieth ihm die obige, wozu ich dessen vollständige Zustimmung habe. — Freilich ist diese bis setzt noch vereinzelte Summe nur ein kleiner Tbeil von den Kosten eines auszuführenden Hauses; allem wie leicht könnte eine Anzahl solcher Legate vereinigt werden, so daß von denselben ganze Häuser ausgebaut werben konnten *). Mir scheint dieser Gedanke ein echtjüdischer j ünd würdig der großen Sache zu sein, weßhalb ich ihn der größtmöglichsten Beachtung und Theilnahme Empfehle. Bei welchem CornütV für diasl Bauunternehmen, ob bei dem in Amsterdam, in Frankfurt, bei der Redaction "dieses Blattes^ ob hier rc. rc., diese Legate eingesendet werden, bleibt sich im Grunde ganz gleich, denn, es wird G. s. D. diese Angelegenheit des Banstnternehmens in ganz Europa mit einer so vollkommenen Eintracht geh^ndhabt, wie die palästinensischen Angelegenheiten Wohl noch nie zuvor. Uebrigens hin ich mit Vergnügen bereit, sämmtliche vom In - und Auslande einsiießenden, diesbezüglichen Legate! dem Bestimmungsorte und Zwecke zuznweirden.! i l-r. Isr. HilLrsheimcr, Rabbiner. Ppesiburg, im September. Ich beeile mich, Ihnen die erfreuliche Mittherlung zu machen, daß sich meine Hoffnung, die ich in Nro. llL Ihres geschätzten Organs ausdrückte, bereits realisirt hat. Die Lection der Medicinischen Wochenschrift" hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Das genannte Blatt meldet: ^Die Veröffentlichung der im hiesigen Gebär- und Findelhanse bestehenden Mißbräuche hat bereits insoweit einen guten Erfolg gehabt, als vom Mmi- Anmerk. Wenn dieser Plan Anklanz sinvet; so könnten hierüber Statuten über das Minimum eine! solchen Legate-, sowie über Erweiterung der jedesmaligen Ansprüche nach Maßgabe deS ÄerbLItaissrS deS Kapitals gemacht werden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.