Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1861)
- Date
- 1861-08-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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411 Men. Er redete sie an und sprach: warum flieht ihr so ängstlich umher? Die Fische erwiderten: weil mir das Netz der Menschen fürchten, die uns fangen «ollen. Ich will Euch rathen, entgegnete der Fuchs, - degedt Euch aus's Trockene, ich werde Euch bei mir > aufnebmen. Die Fische crwiederten hierauf: Man! sagt, daß Du ein kluges Thier wärest; aber wahrlich, - «ir sinden Dich höchst thoricht. Wenn wir in dem > Aufenthaltsorte, der zu unserer Erhaltung nothwendig ist, nicht sicher sind, um wie viel mehr haben? wir uns da zu fürchten, wo wir. das entbehren müß-! ten, ohne das wir gar nicht leben können. „Si^h, fuhr N. Aliba fort, io ist es auch mit uns. Wenn! wir für unser Leben zu zittern haben, wenn wir - uns mit der Thora beschäftigen, von der es heißt, - „denn sie ist Dein Leben und die Länge Deiner Tage/ um wie viel mehr, wenn wir auch diese i aus geben? Was daS Wasser den Fischen, das ist uns die Thora, wir leben nur in und mit der Thora. ' Berlin, 7. August. Das Nimschal leuchtet jedem von selbst ein wir enthalten uns auch deshalb jedes CommeMares, wi^ wollen nur diejenigen, ^die da die Finsterniß ^icht nennen," aufmerksam machen, damit sie nicht „das Essen aus einer Er^üsscl" für heilbringend an- « schen!.: Diese jParabel wäre ,für öeij Vorschlag des'^ Grafen Karolyn seine ' «cik. bessere Aütwort gewesen^!. als auf diesen Vorschlag einzugchcu, und von Bildung! eines jüdischen Cnllm Vereins zu sprechen."!!!^ Jost Schiller, i Es ist dis jetzt in Prag die Ruhe nicht wieder > gestatt worden. Vön den. «m 31. Mi und!1.s, Angriff aus Anlaß des stattgcsundeneu Iudenkrawalls'> ist Prag verhafteten Indivrdmn wurden 24 theils wegen körperlicher Beschädigung, theils wegen Auflaufes, Aufreizung, öffentlicher GcwaUlhätigkeit. wegen Wachebelcidigung und Einmengung bei Acre tinmgen den betreffenden Strafgerichten zur Behandlung übergeben; §2 Prrsoncn wurden wegen boshafter Beschädigung fremd» n Eigenthums, wegen Ex ressen, Widersetzlichkeit, Nichlfolgckisiung u. s. wder der Sicherheitsbehörde behandelt. „Andere Gegner." Geehrter Herr Redakteur! In No. 3t der Zeitung d. Iudih. schleudert ein Herr W. aus Krotolchin ein Anathem gegen Ihr gesch. Blatt und warnt vor dem Lesen desselben. Erlauben Sie daher, daß in Ihren» Blatte ein« Ihrer Leser über dasselbe sich ausspreche, und dem Herrn W. in einigen entgegnenden Worten, dir wabrschcinlich den Ansichten Aller, die Ihrem Blatte mit Interesse folgen, gesprochen sein werden, zeige, daß seine Warnung ihren Zweck verfehl; , und man sich höslichst vor dergleichen Anschwärzungen be danke. — Die Argumente, woraufhin Herr W. den „Israelitverdammt, sind: 1) Der „Israelit' schimpft und schmäht, darum lese man das Blatt nicht, daß man^ sich „an dem Pech nicht besudele. 2) IedersAnnäherung zwischen Juden und Christen trete der „Israelit" entgegen. „Will eS nicht,' sagt Herr W., „die Klust zwischen den Juden sind ihren christlichen Mitbürgern weiter und «eitel mgcheu, ds^ Iuden in daS alte seindliehe. Verhältnis zprückbringen, und zwar so, deiß cs dein Juden!hum zur Schmach gereicht, und den Christen rechtfertig!, wenn er die Juden verfolgt? Ex macht den Juden aus jedev Höflichkeit, die sie dest Christen bezeugen, ein Vergehen, aus jeder Annäherung ein religiöses Verhrechcn — und^dazu sollte man ganz schweigen?" 3)^enn rin frommer Rabbiner stirbt, so widme diesem der „Israelit" große Nachrufe; „und nun sehe man wie dieser „Mainzer" aus die'Gräber del verdientesten Männer tritt, wenn sie nicht zu seintt Clique gehörten, und dazu gehört ja von solchen Niemand, wie er ihre Grabsteine mir Koth bewirkt. Die Judenthnmsztg. hingegen kenne solche Urrter- .schiede nicht, sie erkenne die Verdienste eines Jeglichen an. Dieses sind , die Anklagepunkte, denen Lobsprüch und Erhebungen auf die Judenthumszeitung eiugr streut sind. Gehen wir sie nach der Reihe durch! Also No. 1, der „Israelit" schimpft und schmäht. Man weiß wirklich nicht, ob man über die Bornirth»it oder die Unverschämtheit, die Herr W. an den Tag legt, erstaunen soll! Ein Artikel, der riuwms